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GSP Beograd schreibt die Anschaffung von 60 Oberleitungsbussen mit einer autonomen Reichweite von mindestens 15 Kilometern aus – Wird der Kauf von Elektrofahrzeugen das bisherige Hindernis des Finanzierungsleasings überwinden?

Quelle: eKapija Dienstag, 17.03.2026. 13:11
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Oberleitungsbusse warten auf Nachfolger (FotoI.S./eKapija)<span class="HwtZe"><span class="jCAhz><span class=">Oberleitungsbusse warten auf Nachfolger</span></span>


GSP Beograd hat ein öffentliches Vergabeverfahren für den Kauf von 60 Oberleitungsbussen im Rahmen eines Finanzierungsleasings angekündigt. Dies bestätigt einen Artikel von eKapija von Ende Februar.

Die Ausschreibung sieht vor, dass es sich um klimatisierte Niederflurfahrzeuge mit erweiterter autonomer Reichweite handeln soll, d. h. mit einer autonomen Fahrstrecke von mindestens 15 Kilometern.

Die Batterien für den autonomen Antrieb der Oberleitungsbusse müssen eine autonome Fahrt von mindestens 15 Kilometern unter Volllast mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 12 km/h bei allen Wetterbedingungen und eingeschalteter Heizung oder Klimaanlage gewährleisten. Die Mindestlebensdauer der Batterien beträgt acht Jahre.

- Die Oberleitungsbusse müssen den geltenden europäischen Normen in Bezug auf Zuverlässigkeit, Sicherheit, Komfort und Umweltschutz entsprechen und wartungsfreundlich sein. Sie müssen den Vorschriften zur Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entsprechen - heißt es in der Ausschreibung.

Die geplante Kapazität eines Fahrzeugs beträgt mindestens 78 Fahrgäste und mindestens 26 Sitzplätze.

Die Fahrzeuglieferung soll in drei Tranchen erfolgen. Die erste Tranche darf maximal 270 Tage, die zweite maximal 330 Tage und die dritte maximal 365 Tage ab Vertragsbeginn umfassen. Geplant ist die Anzahl der Fahrzeuge pro Tranche auf 20 Stück.

Der geschätzte Wert der Beschaffung beträgt 6,58 Milliarden Dinar.

Angebote können bis zum 21. April eingereicht werden.

Weitere Details (auf Serbisch) finden Sie HIER.

Wie eKapija bereits im Februar berichtete, bleibt jedoch aufgrund der Art der Ausschreibung (Finanzierungsleasing) abzuwarten, ob GSP die Transaktion eigenständig durchführen kann oder ob staatliche Unterstützung erforderlich ist. Denn, wie bereits erwähnt, endeten die letzten Fahrzeugbeschaffungen von GSP Beograd, die mit diesem Modell abgewickelt wurden, in einem Fiasko.

Sollte diese Anschaffung letztendlich erfolgreich sein, wäre es die erste Anschaffung von Oberleitungsbussen seit 16 Jahren, seit dem Kauf der Busse aus Belarus (damals wurden 83 Stück erworben). Die letzten Gelenkbusse trafen vor fast einem Vierteljahrhundert ein. Der letzte Versuch, Oberleitungsbusse zu beschaffen, fand vor vier Jahren statt, die Ausschreibung scheiterte jedoch.


GSP-Gewerkschaften: Die Stadt hat ihr Unternehmen im Stich gelassen

Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe dieser Ausschreibung äußerten sich auch die drei Gewerkschaften der GSP Belgrad. Sie begrüßten zwar die Ausschreibung, warnten aber gleichzeitig davor, dass die Stadt ihr Unternehmen nicht unterstütze und keine Finanzierung bereitstelle. Stattdessen beabsichtige ein potenzieller Bieter, die Finanzierung der neuen Oberleitungsbusse per Leasing für die GSP zu übernehmen.

- Angesichts der aktuellen Geschäftslage und der angehäuften Schulden ist dies unwahrscheinlich. Zudem weckt die kurze Angebotsfrist bis zum 21. April Zweifel daran, ob dies für die Bieter ausreichend Zeit zur Angebotsvorbereitung sein wird - hieß es in der Pressemitteilung der Gewerkschaften Centar, Sloga und der Gewerkschaft der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Belgrad.

Die Gewerkschaften bewerteten die in der Ausschreibung geforderten technischen Spezifikationen als gut und würdigten den tatsächlichen Bedarf der GSP an Oberleitungsbussen, die hohen Standards und den Anforderungen des Belgrader Nahverkehrs entsprächen.

- Eine Reichweite von mindestens 15 Kilometern bei voller Beladung, ausreichend Sitz- und Stehplätze, eine separate Fahrerkabine, hochwertige Baumaterialien und weitere technische Details entsprechen modernen Standards und stellen einen großen Fortschritt gegenüber bestehenden Oberleitungsbussen dar. Diese Anforderungen könnten jedoch nur Wünsche bleiben, wenn die Stadt Belgrad als Förderer von GSP ihr Unternehmen nicht finanziell unterstützt, um den Kauf des Fahrzeugs zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere angesichts des geschätzten Preises von rund 935.000 Euro pro Fahrzeug inklusive Mehrwertsteuer - wie in der Pressemitteilung betont wurde.

D. A.

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