Neue Ausschreibung für den Kauf von 85 Straßenbahnen fšr Belgrad – 30 m lange Fahrzeuge mit Platz für 200 Fahrgäste
Quelle: eKapija
Sonntag, 30.08.2026.
21:10
Sonntag, 30.08.2026.
21:10
Die Straßenbahnsparte des städtischen Verkehrsunternehmens GSP Belgrad bedarf einer Modernisierung (FotoI.S./eKapija)
Wie aus den Unterlagen hervorgeht, geht es bei dieser öffentlichen Ausschreibung – anders als bei den beiden vorherigen Ausschreibungen, bei denen auf kurze Straßenbahnen Wert gelegt wurde – um Straßenbahnen mit einer Länge von 30 Metern und einer Kapazität von mindestens 50 Sitzplätzen (ohne Klappsitze), sodass ein solches Fahrzeug mindestens 200 Fahrgäste befördern kann.
Ziel der Beschaffung der 85 neuen Niederflurstraßenbahnen ist die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Belgrad.
Alle vertraglich vereinbarten Prüfungen und Tests der Straßenbahn müssen innerhalb von maximal 30 Tagen ab Unterzeichnung der vorläufigen Abnahmebescheinigung für jedes einzelne Fahrzeug durchgeführt werden.
Die technische Spezifikation sieht vor, dass die Straßenbahnen mindestens dreiteilige Gelenkfahrzeuge mit mindestens drei vollständig niederflurigen Modulen und vier Drehgestellen sein müssen. Jedes Drehgestell muss voll schwenkbar sein, und mindestens zwei Drehgestelle müssen motorisiert sein.
Neue Straßenbahnen müssen, wie vom Auftraggeber gefordert, bei einem Stromausfall im Oberleitungsnetz auf einer Länge von mindestens 150 Metern autonom fahren können.
Der ausgewählte Bieter ist außerdem verpflichtet, einen Vorschlag für einen Wartungsplan für verschiedene Straßenbahntypen mit den entsprechenden Betriebsintervallen einzureichen. Beispiele hierfür sind: 6.000 km oder einmal im Monat, 35.000 km oder alle sechs Monate, 130.000 km oder nach einem Jahr, 600.000 km oder nach acht Jahren usw.
Die Gewerkschaft „Centar“ der Belgrader Stadtverkehrsgesellschaft (GSP) begrüßte die Initiative für eine neue Ausschreibung, da sich das Straßenbahnnetz in einem „kritisch schlechten Zustand“ befinde und dringend modernisiert werden müsse.
Die Gewerkschaft betonte, dass es wichtig sei, dass die Ausschreibung allen namhaften Anbietern offenstehe, da es sich um eine „strategische Beschaffung von Fahrzeugen handele, die mindestens die nächsten 30 Jahre im Einsatz sein sollen“.
In der von der Gewerkschaft veröffentlichten Pressemitteilung heißt es, es sei noch ungewiss, ob die Stadt über die nötigen Mittel für diese Beschaffung verfüge, deren Kosten auf über 230 Millionen Euro geschätzt werden.
Die Bewerbungsfrist endet am 2. Oktober. Weitere Informationen finden Sie HIER.
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