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Serbien und die Ukraine haben ihre Gasspeicherziele erreicht

Quelle: Energija Balkana Sonntag, 07.06.2026. 15:30
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Abbildung (Fotobibiphoto/shutterstock)Abbildung
Der am 1. Juni veröffentlichte Bericht des Sekretariats der Energiegemeinschaft zur Gasspeicherung 2026 zeigt, dass sich die Versorgungssicherheit mit Gas in Südost- und Osteuropa verbessert, da die EU-Beitrittskandidaten Fortschritte bei der Umsetzung der mit der EU-Gesetzgebung abgestimmten Speichervorschriften sowie des umfassenderen Rahmens für Energiesicherheit erzielen. Auf Grundlage des Vertrags über die Energiegemeinschaft haben sich die Vertragsparteien verpflichtet, sicherzustellen, dass die Region jeden Winter über ausreichende Reserven verfügt und Versorgungsengpässe in Energiekrisen überstehen kann.

Die Vertragsparteien mit unterirdischen Gasspeichern – Serbien und die Ukraine – müssen gewährleisten, dass ihre Speicher vor Winterbeginn den vorgeschriebenen Füllstand erreichen. Von den Vertragsparteien mit funktionierenden Gasmärkten, aber ohne eigene Speichereinrichtungen – Nordmazedonien, Moldau und Bosnien und Herzegowina – wird erwartet, dass sie Zugang zu im Ausland gelagertem Gas in einer Menge von mindestens 15 % des durchschnittlichen Jahresverbrauchs der letzten fünf Jahre gewähren.

Dem Bericht zufolge haben sowohl die Ukraine als auch Serbien ihre verbindlichen Belegungsziele für 2025 übertroffen und die für Anfang 2026 festgelegten Zwischenziele erreicht.

Der einzige Gasspeicher Serbiens, Banatski Dvor, war am 1. Februar zu 58 % gefüllt, am 1. Mai 2026 voraussichtlich zu 44 %.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass Serbien den Betreiber des Speichersystems noch nicht zertifiziert hat. Dieser Schritt soll sicherstellen, dass keine Umstände vorliegen, die die Motivation oder Fähigkeit des Betreibers beeinträchtigen könnten, den Speicher bei Bedarf rechtzeitig zu füllen.

Die Ukraine konnte trotz anhaltender russischer Angriffe die Versorgung der inländischen Verbraucher während der gesamten vergangenen Heizperiode aufrechterhalten und das für den 1. Mai 2026 festgelegte Ziel übertreffen. Angesichts der Größe des ukrainischen Speichersystems sind die vollständige Angleichung an den EU-Rechtsrahmen und die Stärkung des langfristigen Managements von besonderer Bedeutung. Dies macht es zu einem strategischen Bestandteil der umfassenderen europäischen Versorgungssicherheitsarchitektur.

Letztendlich positionierte sich Moldau als Vorbild für Länder in ganz Europa, die keine eigenen Gasspeicher besitzen. Der Vertragsstaat hat ein zweistufiges System etabliert: Notfallreserven, die nur in Krisensituationen genutzt werden dürfen, und kommerzielle Reserven, die gemäß der Speicherverordnung gebildet werden. Zusammen decken diese Reserven über 20 % des jährlichen Verbrauchs Moldaus ab.

Besonders hervorzuheben ist, dass Moldau im Jahr 2025 das System der kommerziellen Reserven stärkte, indem die Verpflichtung zur Bildung dieser Reserven von einem einzelnen Lieferanten auf alle aktiven Gaslieferanten im Einzelhandel ausgeweitet wurde. Dadurch wurde die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Reserven zu einer gemeinsamen Aufgabe aller Marktteilnehmer. Die moldauische Regulierungsbehörde genehmigte die Bildung von rund 140 Millionen m³ kommerzieller Gasreserven bis zum 1. November 2026 – bedeutende Reserven für die Wintersaison, die etwa 15 % des durchschnittlichen Jahresverbrauchs der an lizenzierte Gasnetze angeschlossenen Verbraucher entsprechen.

Auch in Nordmazedonien sind Fortschritte erkennbar. Dort wurden rechtliche und planerische Schritte zur Stärkung der Bereitschaft im Bereich der Gasspeicherung unternommen, darunter die Umsetzung der Speicherverordnung in nationales Recht und der Abschluss einer Risikobewertung. Die grenzüberschreitende Lagervereinbarung mit Bulgarien ist jedoch in der Praxis noch nicht einsatzbereit.

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