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Präsentation bei der Nationalbank Serbiens: IWF warnt vor neuen globalen Schocks

Quelle: eKapija Dienstag, 24.03.2026. 15:52
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(FotoPixabay/Mediamodifier)
Globale Wirtschaftsschocks, steigende Energiepreise und zunehmende Unsicherheit stellen weiterhin zentrale Risiken für die europäischen Volkswirtschaften dar. Laut einer Präsentation des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der Nationalbank Serbiens ist die Region heute jedoch besser vorbereitet als während der Energiekrise 2022.

Im Rahmen der langjährigen institutionellen Zusammenarbeit mit dem IWF präsentierte die Nationalbank Serbiens die Wirtschaftspolitik der Europäischen Union und aktuelle globale Wirtschaftstrends aus Sicht des IWF.

Malhar Naber, Leiter der IWF-Mission für die Eurozone und stellvertretender Direktor im Sektor Europa, sprach zu diesen Themen. An der Präsentation nahmen Vertreter staatlicher Institutionen, Entwicklungspartner, nationaler und internationaler Finanzinstitutionen sowie der Wissenschaft teil.

Naber betonte, dass die anhaltenden globalen Schocks auch die Wirtschaft belasten und hob die Bedeutung von Szenarioanalysen in Zeiten zunehmender Unsicherheit hervor. Die Auswirkungen hängen maßgeblich von der Dauer der aktuellen Konflikte und der Zeit ab, die für den Wiederaufbau kritischer Infrastruktur benötigt wird.

Zu den wichtigsten Übertragungswegen von Schocks zählen steigende Öl- und Ölproduktpreise, die Sensibilität der Inflationserwartungen und die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen. Es wurde darauf hingewiesen, dass Europa besser auf Energieschocks vorbereitet ist als im Jahr 2022, deren Intensität jedoch nicht unterschätzt werden sollte.

In Übereinstimmung mit früheren wirtschaftspolitischen Empfehlungen wurde betont, dass die Stärkung der langfristigen Resilienz von einer Steigerung der Produktivität, einer Vertiefung des Binnenmarktes und dem Abbau regulatorischer Belastungen abhängt. Die wachsende Bedeutung künstlicher Intelligenz und Investitionen in Forschung und Entwicklung als zentrale Treiber künftigen Produktivitäts- und Wettbewerbswachstums wurde besonders hervorgehoben.

Die Veranstaltung wurde von der serbischen Nationalbankpräsidentin, Jorgovanka Tabaković, eröffnet. Sie betonte die Bedeutung des Produktivitätswachstums für die Verringerung der Kluft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie hob hervor, dass der Einsatz moderner Technologien in Verbindung mit angemessenen politischen Maßnahmen und gemeinsamen Reaktionen auf regionaler und globaler Ebene eine wichtige Quelle für nachhaltiges Wachstum darstellt und dass ein vertiefterer und größerer europäischer Binnenmarkt die Produktivität weiter steigern würde.

Mit Blick auf Serbien erinnerte die Nationalbankpräsidentin an die Einschätzung des IWF-Exekutivrats vom Dezember letzten Jahres, wonach durchdachte makroökonomische Maßnahmen und die enge Zusammenarbeit mit dem IWF bedeutende Ergebnisse erzielt hätten. Sie betonte, dass hohe Devisenreserven, hohe Staatseinlagen sowie ein stabiler und gut kapitalisierter Bankensektor wichtige Unterstützung bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen böten, unterstützt durch eine disziplinierte Haushaltspolitik und eine umsichtige Geldpolitik.

Tabaković wies zudem auf die neuen globalen Schocks hin, die nach Jahresbeginn eintraten, darunter der Anstieg der Energiepreise. Sie erinnerte daran, dass sowohl der IWF als auch die Europäische Zentralbank vor möglichen negativen makroökonomischen Auswirkungen gewarnt hätten, sollten sich diese Trends fortsetzen. Gleichzeitig hob sie hervor, dass Serbien rechtzeitig mit Maßnahmen zum Schutz der Bürger und der Wirtschaft reagiert habe.

Mit Blick auf die kommende Zeit wurde darauf hingewiesen, dass die Nationalbank Serbiens und der IWF ähnliche Tendenzen für Serbien sehen: ein nachhaltiges Wachstum, die Fortsetzung einer angemessenen Geldpolitik, die Erhaltung eines stabilen und widerstandsfähigen Finanzsektors sowie eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik. Besonders hervorgehoben wurde, dass sich Serbien durch die Höhe der öffentlichen Verschuldung auszeichnet, die unter 45 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt und damit deutlich unter den Maastricht-Kriterien, wobei mittelfristig ein weiterer Rückgang zu erwarten ist.
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