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Serbiens Kreditwürdigkeit liegt laut Moody’s bei Ba2

Quelle: eKapija Dienstag, 03.03.2026. 10:40
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Abbildung (FotoAI generisana fotografija / ChatGPT)Abbildung
In ihrem jüngsten Bericht zu Serbien hat die Ratingagentur Moody’s das Kreditrating des Landes mit Ba2 bestätigt und den Ausblick von positiv auf stabil angehoben, wie die Nationalbank Serbiens (NBS) mitteilte.

Die Agentur erklärt, Serbiens Kreditrating werde durch eine solide Haushaltslage und einen rückläufigen Schuldenstand gestützt, wodurch fiskalischer Spielraum geschaffen und die Abfederung externer Schocks ermöglicht werde. Darüber hinaus seien die fiskalischen Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb staatseigener Unternehmen in den letzten Jahren, vor allem durch Reformen im Energiesektor, deutlich reduziert worden, so die NBS.

– Die Beratungsvereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Form des Instruments zur politischen Koordinierung (PPI) stellt nach Einschätzung der Agentur einen wichtigen Anker für die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen dar, insbesondere im Hinblick auf die geplanten staatlichen Investitionen im Zusammenhang mit der Ausrichtung der EXPO. Die Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich in den kommenden Jahren unter 45 % bleiben und damit unter dem Verschuldungsgrad von Ländern mit demselben Kreditrating liegen - betonte die NBS.

Die Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds trägt zur Wahrung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität des Landes bei und sichert die Devisenreserven im Falle potenzieller Schocks. Dadurch werden die negativen Auswirkungen geopolitischer und innenpolitischer Risiken auf die Wirtschaftswachstumsaussichten abgemildert. Bezüglich der Wirtschaftstätigkeit wird darauf hingewiesen, dass politische Proteste im ersten Halbjahr 2025 das Vertrauen von Verbrauchern und Investoren beeinträchtigten, was sich auch negativ auf die ausländischen Direktinvestitionen auswirkte. Die Verhängung von Sanktionen gegen die serbische Ölindustrie aufgrund ihrer mehrheitlich russischen Beteiligung im zweiten Halbjahr führte zu einem Rückgang der Industrieproduktion, so die Mitteilung.

Dennoch erwartet die Agentur für dieses Jahr ein reales Bruttoinlandsproduktwachstum von 3,3 % und für das kommende Jahr eine weitere Beschleunigung infolge der EXPO-Messe.

Der Produktionssektor wird weiterhin erhebliche ausländische Direktinvestitionen anziehen, wenn auch in geringerem Umfang als in den Vorjahren. Die Investitionen konzentrieren sich zunehmend auf Aktivitäten mit höherer Wertschöpfung. Obwohl der Ausblick aufgrund erhöhter politischer und geopolitischer Risiken von positiv auf stabil geändert wurde, stellt das Nationale Statistikamt (NBS) fest, dass die wirtschaftlichen Fundamentaldaten erhalten geblieben sind und die fiskalische und finanzielle Lage weiter gestärkt wurde.
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