Serbien startet einen fünfjährigen Investitionszyklus für das Schienennetz im Wert von 14,36 Milliarden Euro! – Schwerpunkt auf Korridor 10, regionale und internationale Verbindungen
Mittwoch, 14.01.2026.
10:52
Das Gesamtinvestitionsvolumen aller Eisenbahnprojekte in den nächsten fünf Jahren in Serbien beläuft sich laut den Angaben in dem Dokument auf rund 14,36 Milliarden Euro.
In der Ausführungs- und Vorbereitungsphase der Arbeiten beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf über 3,6 Milliarden Euro. Weitere 7,5 Milliarden RSD und 1,25 Milliarden USD fließen in Projekte wie den Wiederaufbau der Bahnstrecken Belgrad–Niš und Niš–Dimitrovgrad, die Modernisierung der ungarisch-serbischen Bahn, den Bau neuer Bahnstrecken und Brücken sowie die dringende Sanierung der Bahninfrastruktur.
Projekte in der Planungs- und Erstellungsphase der technischen Dokumentation, deren Wert sich auf fast 4 Milliarden Euro beläuft, umfassen wichtige Streckenabschnitte wie Brestovac–Preševo, Stara Pazova–Šid, Stalać–Kraljevo–Rudnica und Valjevo–Vrbnica.
Des Weiteren wurde die Erstellung der technischen Dokumentation für sechs Projekte aus dem Haushalt der Republik Serbien mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro in Auftrag gegeben. Dazu gehören der Wiederaufbau der Bahnstrecken Vrbas–Sombor und Pančevo–Subotica sowie der Bau neuer Bahnhöfe in Belgrad.
Geplante Projekte, für die die technische Dokumentation und die Finanzierungsquellen noch nicht feststehen, umfassen Bahnstrecken wie Lapovo–Kraljevo, Subotica–Sombor–Novi Sad, Niš–Zaječar und Valjevo–Loznica mit einem geschätzten Wert von über 4 Milliarden Euro.
Das Dokument weist darauf hin, dass mehr als die Hälfte des serbischen Eisenbahnnetzes im 19. Jahrhundert erbaut wurde, das Durchschnittsalter der Gleise bei etwa 55 Jahren liegt und Züge auf fast der Hälfte der Strecken mit Geschwindigkeiten von unter 60 Kilometern pro Stunde verkehren.Laut dem Nationalen Programm zur Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur beträgt die Gesamtlänge des serbischen Eisenbahnnetzes 3.379 Kilometer, wovon 90 % eingleisig sind. Zweigleisige Strecken machen nur ein Zehntel des Netzes aus, und auf den Hauptstrecken sind es sogar nur 19,5 %. Dies schränkt die Verkehrskapazität, insbesondere auf internationalen und Transitstrecken, erheblich ein.
Die Geschwindigkeiten stellen ein besonderes Problem dar. Nur 6,27 % der Strecken erlauben Geschwindigkeiten über 100 km/h, während auf vielen Abschnitten aufgrund maroder Infrastruktur und unzureichender Instandhaltung in den vergangenen Jahrzehnten nur langsam gefahren werden darf.
Bahnübergänge – die Schwachstelle des Systems
Die Sicherheit an Bahnübergängen bleibt eine der größten Herausforderungen. Insgesamt gibt es 1.730 Bahnübergänge im serbischen Eisenbahnnetz, und weniger als 30 % davon verfügen über angemessene Signal- und Sicherheitsvorkehrungen.
Der Plan sieht die schrittweise Beseitigung oder Einebnung der Leitplanken, insbesondere auf Autobahnen, sowie die Installation moderner automatischer Leitplanken, Videoüberwachung und zusätzlichen Schutz für Fußgänger und Radfahrer in städtischen Gebieten vor. Schätzungen zufolge werden rund 430 Millionen Euro benötigt, um dieses Problem zu lösen, wobei die Beteiligung der Kommunen unumgänglich ist.
I. Žikić

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