Inspektionen auf dem ungarischen Abschnitt der Bahnstrecke Belgrad-Budapest laufen: Zugverkehr ab Mitte Februar, sofern alle Prüfungen positiv verlaufen
Quelle: eKapija
Donnerstag, 08.01.2026.
09:02
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Abbildung (FotoeKapija / Aleksandra Kekić)
Wie bereits erwähnt, wurden die Arbeiten in Ungarn durch Herausforderungen wie die Installation und Integration moderner Sicherheitsausrüstung, die für Hochgeschwindigkeitszüge notwendig ist, verlangsamt. Zudem musste Ungarn als EU-Mitglied strengere Vorschriften für das öffentliche Beschaffungswesen und andere Verfahren einhalten, die sich als zeitaufwändiger erwiesen als die auf serbischer Seite geltenden Vorschriften.
Wie der Text erklärt, ist dies aufgrund der Präsenz Chinas von Bedeutung, da die Export-Import-Bank Chinas nicht nur rund 85 % der Kosten des ungarischen Streckenabschnitts in Form von Krediten finanziert, sondern China auch technische Lösungen und Schienensysteme für Ungarn liefert.
Aus all diesen Gründen hat das ungarische Ministerium für Bau und Verkehr den TÜV mit einer unabhängigen Prüfung beauftragt, die bis spätestens Januar abgeschlossen sein soll und die technischen, finanziellen und sicherheitstechnischen Gegebenheiten der Bahnstrecke Budapest–Belgrad eingehend untersuchen wird.
Der Artikel erinnert daran, dass die von China für die Hochgeschwindigkeitsstrecke geplanten Sicherheits- und Signalsysteme bekanntermaßen keine EU-Betriebsgenehmigungen besaßen und daher nicht den EU-Standards für das ETCS (European Train Control System) entsprachen. Dies wurde schließlich durch den Einsatz von Hybridtechnologie kompensiert (in diesem Bereich wurde nicht ausschließlich chinesische Technologie verwendet), die es den Zügen trotz ihres veralteten Stands ermöglichte, in Ungarn auch bei Nebel mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h zu fahren.
- Nach dem Unglück in Novi Sad haben wir ein internationales Prüfunternehmen beauftragt, das unabhängig vom ungarischen und chinesischen Staat sowie allen anderen Beteiligten ist, die technischen, finanziellen und sicherheitstechnischen Bedingungen der Bahnstrecke Budapest-Belgrad zu untersuchen - erklärte der ungarische Minister János Lázar Anfang Dezember vor dem Wirtschaftsausschuss des Parlaments.
Sollte der TÜV die Unbedenklichkeit bestätigen, wird die ungarische Regierung den Personenverkehr ab Mitte Februar freigeben. Der Probebetrieb hat übrigens bereits im Dezember begonnen.
Wie ungarische Medien berichten, wird laut serbischen Medienberichten auch Wien an die Bahnstrecke Belgrad-Budapest angeschlossen. Nach Fertigstellung des Streckenausbaus wird es nicht nur möglich sein, in relativ kurzer Zeit zwischen der serbischen und der ungarischen Hauptstadt zu reisen, sondern auch die österreichische Hauptstadt ohne Zwischenstopp zu erreichen. Da viele Serben und Ungarn aus der Vojvodina zwischen den drei Städten pendeln, wird die Bedeutung der elektrifizierten, zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke weiter zunehmen. Die Fahrt von Belgrad nach Budapest dauert derzeit rund acht Stunden. Nach Abschluss des Projekts wird sich die Fahrzeit auf 2 Stunden und 40 Minuten verkürzen.
Die ungarische Staatsbahn MÁV bestätigte gegenüber Vilaggazdasag, dass es künftig eine Zugverbindung zwischen Belgrad, Budapest und Wien mit zwei Zügen geben wird. Sie betonte, dass der Ausbau der Bahnstrecke Budapest–Belgrad nicht nur die Bahnverbindung zwischen den beiden Ländern verbessern werde. Wie erläutert wurde, wird dank der Modernisierung in Abstimmung mit der österreichischen Bahn die ehemalige EuroCity-Avala-Linie zwischen Wien und Belgrad über Budapest wieder in Betrieb genommen. Die EuroCity-Linie Ivo Andrić, die zuvor Belgrad und Budapest verband, wird nun bis Wien fahren. Die MÁV gab außerdem bekannt, dass die Verbindungen mit der stündlich verkehrenden EuroCity-Linie zwischen Budapest und Wien abgestimmt werden.
Zur Erinnerung: Der Personenverkehr auf dem serbischen Abschnitt der Strecke von Belgrad nach Subotica wurde im Oktober letzten Jahres wieder aufgenommen, allerdings ohne Halt der Züge am Bahnhof Novi Sad. Dieser ist seit der Tragödie vom 1. November 2024, als ein Bahnsteigdach einstürzte und 16 unschuldige Menschen tötete, außer Betrieb. Was mit dem Bahnhofsgebäude geschieht und ob und wann es wieder in Betrieb genommen wird, ist weiterhin ungewiss. Bekannt ist jedoch, dass Ekstra-Auto Transport und das Verkehrsinstitut CIP die Sanierung des Technischen Personenbahnhofs in Novi Sad durchführen werden. Dieser soll den Einwohnern von Novi Sad als Alternative zum stillgelegten Bahnhof dienen, dessen Stabilität noch nicht umfassend geprüft wurde.
Übrigens sind die Züge auf dem serbischen Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke schon lange nicht mehr so pünktlich wie in den ersten zweieinhalb Betriebsjahren. Verspätungen bei Abfahrt oder Ankunft häufen sich – sowohl bei Regionalzügen als auch bei den Soko-Zügen. Diese Verspätungen betragen in der Regel bis zu zehn Minuten, sind aber schwer nachzuvollziehen, wenn man bedenkt, dass es sich um eine komplett neue Strecke mit modernen Zügen handelt.
D. A.
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