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Umweltauflagen für die Ölpipeline Serbien-Ungarn festgelegt: Auftragnehmer angewiesen, eine Umweltverträglichkeitsstudie für die Route nach Novi Sad zu erstellen

Quelle: eKapija Sonntag, 31.05.2026. 20:05
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Podeli
(Fotossuaphotos/shutterstock.com)
Das Ministerium für Umweltschutz hat dem staatlichen Unternehmen Transnafta AD Pancevo den genauen Umfang und Inhalt der obligatorischen Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt zum Bau einer Hauptölpipeline von der ungarischen Grenze nach Novi Sad mitgeteilt.

Mit diesem Schritt wurde auch die internationale Phase des Verfahrens erfolgreich abgeschlossen, da das ungarische Energieministerium offiziell bestätigte, sich nicht am Verfahren zu beteiligen. Es kam zu dem Schluss, dass das Projekt von serbischer Seite keine Risiken grenzüberschreitender Umweltverschmutzung birgt.

Die Entscheidung markiert den offiziellen Beginn umfangreicher administrativer und fachlicher Arbeiten für das ungarische Konsortium unter der Führung von MVM Južna Bačka, dem Anfang Mai der Auftrag für die Durchführung dieses 17,4 Milliarden Dinar schweren Projekts erteilt wurde.

Die Bauarbeiten dürfen erst beginnen, nachdem die Auftragnehmer und Planer die Studie erstellt, öffentlich einsehbar gemacht und die endgültige staatliche Genehmigung erhalten haben. Für diese Arbeiten hat der Investor ein Jahr Zeit.

Die zukünftige unterirdische Ölpipeline wird, wie bereits bekannt, etwa 113 Kilometer lang sein. Die Route beginnt am Grenzübergang Horgos und erstreckt sich über Katasterparzellen auf dem Gebiet von sechs lokalen Regierungen der Vojvodina: den Gemeinden Kanjiža, Senta, Ada, Bečej, Žabalj und dem Gebiet der Stadt Novi Sad, wo sie am bestehenden Transnafta-Terminal endet.

Zusätzlich zu den unterirdischen Rohrleitungen selbst muss das Konsortium elf oberirdische Anlagen errichten, darunter Annahme- und Reinigungsstationen sowie Blockstationen. Die Standorte befinden sich in Horgoš, Kanjiža, Bačko Petrovo Selo, Bečej, Bačko Gradište, Čurug, Gospođinci und K.

Das Projekt umfasst außerdem den Bau von Zufahrtsstraßen, Stromversorgungsanlagen, kathodischen Korrosionsschutz und Telekommunikationssystemen.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts muss äußerst detailliert sein, da die Pipeline-Trasse mehrere Naturparks, ökologisch wertvolle Gebiete sowie internationale und lokale ökologische Korridore durchquert, die Lebensräume streng geschützter Arten darstellen.

Neben dem ökologischen Aspekt stellt der Schutz des kulturellen Erbes eine große Herausforderung dar. Laut Angaben der zuständigen Denkmalschutzbehörden birgt das für die Pipeline-Trasse vorgesehene Gebiet zahlreiche archäologische Schätze. Die Maschinen müssen durch dokumentierte Siedlungs- und Nekropolenstätten graben, die von der Jungsteinzeit bis in die türkische und nachtürkische Epoche reichen. Daher ist während der Arbeiten eine strenge und ständige Überwachung durch Archäologen unerlässlich.

Aus umwelttechnischer Sicht gab das Ministerium in den Unterlagen an, dass es im regulären Betrieb der Pipeline weder zu Luftverschmutzung noch zu unangenehmen Gerüchen oder Abwasser kommen wird. Die größten Umweltauswirkungen werden vorübergehend sein – während der Bauarbeiten entstehen Abgasemissionen und erhöhter Lärm durch Verkehr und Baumaschinen. Eine Verschmutzung von Boden, Oberflächen- und Grundwasser wird nur im Falle von Unfällen und unvorhergesehenen Katastrophen als reale Gefahr angesehen. Aus diesem Grund muss die Studie strenge Sicherheitssysteme und Präventionspläne vorsehen.

Wir möchten daran erinnern, dass der Bau dieser Ölverbindung für Serbien von strategischer Bedeutung ist, da er das hundertprozentige Monopol der kroatischen Adria-Ölpipeline (JANAF) aufheben wird, über die die heimische Raffinerie in Pančevo bisher ausschließlich mit Rohöl versorgt wurde. Durch den Anschluss an das ungarische System bei Horgos erhält Serbien eine alternative Route und direkten Zugang zur russischen Druschba-Pipeline, dem größten Ölpipelinesystem der Welt.

Das Projekt hat auch eine starke wirtschaftliche und politische Dimension, da der Konsortialführer, das Unternehmen MVM Južna Bačka, mehrheitlich dem ungarischen Staatskonzern Južna Bačka gehört. Dies erklärt das gemeinsame Interesse Belgrads und Budapests an einer zügigen Umsetzung.

Laut früheren Ankündigungen des Ministeriums für Bergbau und Energie soll das erste Öl spätestens Ende 2027 durch die Pipeline fließen.

B. P.
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