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Serbische Studenten haben einen Quadrocopter mit maschinellem Sehen und einem eingebauten Computer zur Erkennung der Landezone entwickelt

Quelle: eKapija Mittwoch, 27.05.2026. 11:27
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Vidar (FotoBeoavia)Vidar
Das Studententeam von Beoavia startet mit zwei ambitionierten Projekten in die neue Wettbewerbssaison: dem autonomen Luftfahrzeug „Vidar“ für humanitäre Einsätze im Rahmen der Rapid Response Challenge und der unbemannten Transportdrohne „Svitac“ für den Wettbewerb Air Cargo Challenge 2026.

Die Rapid Response Challenge ist Teil des Student AirRace-Wettbewerbs, bei dem junge Luftfahrtingenieure die Aufgabe haben, ein Fluggerät zu entwickeln, das schnell, präzise und zuverlässig lebenswichtige Hilfe an schwer zugängliche Orte liefern kann – unter Bedingungen, die realen Einsatzszenarien entsprechen.

Im Rahmen dieses Projekts wurde der Quadrocopter „Vidar“ auf Basis der B-Swarm-Plattform entwickelt. Diese hatte in den vorherigen Phasen Stabilität und Anpassungsfähigkeit bewiesen, was laut der Fakultät für Maschinenbau in Belgrad die Weiterentwicklung zu komplexeren Steuerungs- und Navigationsalgorithmen ermöglichte.

Die größte Herausforderung in Beoavia bestand laut eigenen Angaben in der Entwicklung eines Systems, das eine vollautomatische Landung und Entladung von Fracht an einem vorgegebenen Ort ohne GNSS-Navigation ermöglicht. Stattdessen nutzt „Vidar“ maschinelles Sehen und einen Bordcomputer, um die Landezone zu erkennen, sie präzise zu positionieren und die Aufgabe autonom auszuführen.


Svitac (FotoBeoavia)Svitac

Das zweite Projekt ist das unbemannte Transportflugzeug „Svitac“ (dt. Glühwürmchen), das an der Air Cargo Challenge 2026 teilnehmen soll. Im Fokus steht dabei der effiziente Transport von Fracht in Form von Dosen mit einem Volumen von 0,33 Litern. Die Air Cargo Challenge zählt zu den führenden internationalen Studentenwettbewerben im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik. Die Aufgabe der Teilnehmer besteht darin, ein Flugzeug zu konstruieren, das möglichst viel Nutzlast transportieren und die ihnen zugewiesenen Missionen innerhalb kürzester Zeit und unter Einhaltung strenger technischer Vorgaben erfüllen kann. Die diesjährige Ausgabe des Wettbewerbs findet am 30. Juni in Stuttgart statt.

Bei der Entwicklung von „Svitac“ bestand eine besondere Herausforderung darin, Nutzlastkapazität, Energieeffizienz und strukturelle Beschränkungen in Einklang zu bringen. Klassische Lösungen mit hoher Flügelschlankheit waren nicht anwendbar, daher entwickelte das Team eine kompaktere Konfiguration mit zwei Triebwerken, festem Fahrwerk und einem Mitteldeckflügel, der Stabilität und einfache Bedienung optimiert.

Beoavia wurde 2018 gegründet und vereint heute rund 75 Studierende aus sieben Fakultäten der Universität Belgrad. Als einziger Vertreter Serbiens bei renommierten internationalen Luftfahrtwettbewerben befasst sich das Team mit der Konstruktion, Entwicklung und Produktion unbemannter Luftfahrzeuge und Raketen. In den vergangenen acht Jahren wurden 17 erfolgreiche Projekte realisiert und bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. Die Projekte von Beoavie stießen auf großes Interesse bei den Besuchern der diesjährigen 68. Internationalen Messe für Techniken und technische Errungenschaften.

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