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Sind Schwerindustrie und Ökologie vereinbar? – Titan zeigt, dass die Antwort „ja“ lauten kann

Quelle: eKapija Donnerstag, 12.02.2026. 14:27
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Titan-Fabrik in Thessaloniki (FotoNikola Pavlović)<span class="HwtZe"><span class="jCAhz><span class=">Titan-Fabrik in Thessaloniki</span></span>
Die Unterzeichnung eines Zehnjahresvertrags zwischen Titan aus Kosjeric und Elektroprivreda Srbije, der dem Unternehmen Zugang zu rund fünf Millionen Tonnen frischer Flugasche aus dem Wärmekraftwerk TENT B sichert, wirft eine alte Frage in neuem Kontext auf: Kann die Zementindustrie, einer der größten CO₂-Emittenten, auch Teil der Lösung für die Umweltprobleme sein?

Für Titan ist die Antwort klar: Die Industrie der Zukunft muss kohlenstoffarm, zirkulär und technologisch transformiert sein.

Investitionen von 28 Millionen Euro in Griechenland

Der Übergang zu einem nachhaltigeren Modell kann nicht über Nacht geschehen, betont Vasilis Stroungaris, Werksleiter von Titan in Thessaloniki (Efkarpien). Das Unternehmen plant in den nächsten zwei bis drei Jahren Investitionen in Höhe von bis zu 28 Millionen Euro.

Die Investitionen umfassen die Modernisierung der Anlagen, die Anpassung der Produktionsprozesse sowie intensive Schulungen für Mitarbeiter und die lokale Bevölkerung.

– Wir können nicht von null auf 50 oder 60 % alternative Brennstoffnutzung innerhalb eines Jahres kommen. Es braucht Zeit, bis sich die Produktion anpasst, aber auch, bis die Verfahren verstanden und akzeptiert werden - sagte Stroungaris.

In Efkarpia wird bereits 21 Millionen Euro in eine Anlage zur Nutzung alternativer Kraftstoffe investiert, um deren Nutzungsrate auf 75 % zu steigern. In einem anderen Werk in Griechenland, in Kamari, liegt diese Rate bei 80 %, was einer jährlichen CO₂-Emissionsreduktion von 450.000 Tonnen entspricht.

(FotoNikola Pavlović)

Klimaneutralität bis 2050

Die Titan Group hat sich Emissionsreduktionsziele gesetzt, die mit dem Szenario der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C übereinstimmen und von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert wurden. Der Plan sieht eine signifikante Emissionsreduktion bis 2030 und vollständige Klimaneutralität bis 2050 vor.

Das Unternehmen entwickelt außerdem Produkte mit einer geringeren CO₂-Bilanz – sogenannte „grüne“ Zemente mit mindestens 25 % weniger Emissionen als herkömmlicher Portlandzement – ​​sowie innovative Betonlösungen für Infrastrukturprojekte.

Ein Beispiel hierfür ist die FlyOver in Thessaloniki, ein großes Infrastrukturprojekt mit Straße und Umgehungsstraße, das das Straßennetz und den Verkehr in der Stadt verbessern wird. Das Projekt hat einen Wert von 370 Millionen Euro, und Titan ist exklusiver Lieferant von Beton und Zement.

(FotoNikola Pavlović)

Mitverbrennung als Teil der Lösung

Ein besonders wichtiger Bestandteil der Energiewende ist die Mitverbrennung: die gleichzeitige Energierückgewinnung und das Recycling von Abfällen in Zementöfen. In Europa machen alternative Brennstoffe bereits mehr als die Hälfte des Brennstoffmixes in der Zementindustrie aus und vermeiden so jährlich rund 23 Millionen Tonnen CO₂.

Im Werk Efkarpia konnten die Stickoxidemissionen im Vergleich zu Anfang 2000 um 75 % und die Staubemissionen um 97 % reduziert werden. Die Anlagen sind mit Systemen zur kontinuierlichen Online-Emissionsüberwachung ausgestattet und verfügen über ISO-Zertifikate für Energie-, Qualitäts- und Umweltmanagement.

Im Zeitraum von 2019 bis 2023 wurden durch die Mitverbrennung 185.000 Tonnen alternative Brennstoffe eingesetzt, die nicht auf Deponien landeten. Dadurch wurden 120.000 Tonnen fossiler Brennstoffe eingespart und 175.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.

(FotoNikola Pavlović)

Industrie als Teil der Klimawende

Die Zementindustrie trägt weltweit zu etwa 7–8 % der gesamten CO₂-Emissionen bei. Ihre Transformation ist daher entscheidend für das Erreichen der Klimaziele.

Die Titan Group ist ein global tätiges Unternehmen mit über 120 Jahren Erfahrung in der Zement- und Baustoffproduktion. Durch verantwortungsvolles und integres Handeln leistet sie aktiv einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und schafft langfristigen Mehrwert für Gesellschaft und Industrie.

Die Gruppe ist in 25 Ländern mit über 6.000 Mitarbeitern vertreten und verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von rund 27 Millionen Tonnen Zement und verwandten Materialien. Zu ihren Geschäftsfeldern gehören die Produktion, der Transport und der Vertrieb von Zement, Beton, Zuschlagstoffen und Mörtel. Dabei setzt sie auf innovative Technologien und Umweltschutz.

Die europäische Zementindustrie nutzt seit über 40 Jahren alternative Brennstoffe. Die eingesetzte Technologie ist sicher und umweltfreundlich. Der durchschnittliche Anteil in der EU liegt bei 46,5 % (GCCA, Getting the Numbers Right, 2017).

Ivana Žikić
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