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Außerordentliche Regierungssitzung: Entscheidung über NIS in den nächsten sieben Tagen, Energieministerin zum Rücktritt bereit

Quelle: eKapija Sonntag, 16.11.2025. 14:45
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(FotoShutterstock/dr Igi)
Eine Lösung für das Mineralölunternehmen Naftna industrija Srbije (NIS), dem die USA als Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen gestellt haben, dass das Unternehmen nicht mehrheitlich in russischer Hand sein darf, muss innerhalb der nächsten sieben Tage gefunden werden, sagte der serbische Präsident Aleksandar Vučić auf einer außerordentlichen Sitzung der serbischen Regierung.

Vučić erklärte, die Verstaatlichung sei die letzte Option für NIS, falls es keine andere Lösung gebe.

Wie er betonte, verhandeln die Russen mit ihren asiatischen und europäischen Partnern über den Verkauf von Anteilen an NIS, und Serbien werde jeder Vereinbarung zustimmen.

- Die Sanktionen gegen NIS bestehen seit 37 Tagen, und niemand in Serbien hat etwas davon gespürt, weil wir uns gut vorbereitet haben. Wir verfügen über ausreichende Treibstoffreserven, und es gibt keinen Grund zur Panik. Wir können aber nicht alles aufbrauchen, da dies zu einem Ungleichgewicht in der Versorgung führen würde - sagte Vučić.

Er fügte hinzu, die serbische Regierung solle einen Haushaltsplan für 2025 erstellen, falls zusätzliche Mittel für NIS und die Treibstoffbeschaffung benötigt würden.

Die serbische Parlamentspräsidentin Ana Brnabić informierte Vučić, dass das Parlament gegebenenfalls dringend eine Neuausrichtung beschließen werde.

Đedović Handanović: Ich bin zum Rücktritt bereit, 37 Tage ohne Öl aus der JANAF

Die Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović, betonte, es sei nahezu unmöglich, den Energiesektor zu leiten, solange die Naftna industrija Srbije (NIS) unter Sanktionen stehe. Sie sei daher zum Rücktritt bereit und fügte hinzu, Serbien habe seit 37 Tagen kein Öl mehr aus der Adriatischen Ölpipeline (JANAF) erhalten.

- Ich sehe keinen Ausweg aus dieser Situation. Ohne die Raffinerie in Pančevo gibt es für uns kein Leben. Sie ist lebenswichtig für unsere Bürger, die Wirtschaft, das Gesundheitswesen und die Schulen, denn ohne Treibstoff können selbst Bäckereien nicht täglich Brot backen - erklärte die Ministerin in der öffentlichen Sitzung der serbischen Regierung.

Sie gab an, die NIS verfüge zwar auch über Reserven, diese reichten aber nur noch für einige Dutzend Tage.

- Wir müssen geeint und entschlossen sein, vor allem um die Interessen unseres Staates und unserer Bürger zu schützen. Wir hoffen, dass unsere Partner unsere Situation verstehen. Wir müssen Maßnahmen ergreifen und schwierige Entscheidungen treffen, denn wir müssen uns der schwierigen Lage bewusst sein - sagte Đedović Handanović.

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