Wohnungen am Standort des Borba-Gebäudes und eine Transversale von Prokop bis Stadtzentrum – Was bringt die zweite Phase der Änderungen des Flächennutzungsplans für das Baugebiet von Belgrad noch mit sich?
Quelle: eKapija
Sonntag, 09.11.2025.
11:10
Sonntag, 09.11.2025.
11:10
(FotoI.S./eKapija)
Das vom Belgrader Stadtplanungsinstitut im Auftrag der Belgrader Direktion für Bauland und Bebauungsangelegenheiten erstellte Dokument bildet die Grundlage für die zukünftige Entwicklung und Regulierung des gesamten Baugebiets der Hauptstadt.
Diese Phase umfasst eine Fläche von über 51.000 Hektar und schließt alle 17 Belgrader Stadtbezirke ein – vom Stadtzentrum bis zu den Vororten.
Ziel der Planänderungen ist, wie aus dem Dokument hervorgeht, die Modernisierung, die Harmonisierung mit dem neuen Rechtsrahmen, die Integration aller bisherigen Pläne und die Vorbereitung Belgrads auf Projekte wie die EXPO 2027 und den weiteren Ausbau des U-Bahn-Netzes.
Das Dokument enthält eine Reihe konkreter neuer Projekte, Zonen und Infrastrukturlösungen, die das Stadtbild Belgrads in den kommenden Jahren verändern werden.
Wichtigste Neuerungen
Nutzungskompatibilität
Der Plan sieht vor, dass Gewerbegebiete als kompatible Nutzungen geplant werden können, sofern sie überwiegend kommerziell genutzt werden.
Er ermöglicht zudem die Umnutzung aller öffentlichen Flächen, nicht nur von Einrichtungen des öffentlichen Dienstes und Sportanlagen, „ausschließlich durch die Erstellung eines detaillierten Bebauungsplans mit Zustimmung der zuständigen Behörden“.
Verkehr und Infrastruktur
Die bedeutendste Neuerung im Bereich Verkehr und Infrastruktur ist die Schaffung neuer Verkehrskorridore und -verbindungen sowie die Neudefinition der Regeln für das zukünftige U-Bahn-Netz.
Besonders interessant ist die Erwähnung einer Transversale, die den Bahnhof Prokop mit der Innenstadt verbinden soll und bereits zuvor geplant war.
Die Idee einer Transversale existierte bereits seit 2016, war aber bisher nicht konkretisiert. Nun erhält sie erstmals den Status einer offiziellen Stadtstraße mit präziser Lage und Anbindung an das U-Bahn-Netz.
Der Plan erwähnt auch das bereits angekündigte „Park & Ride – Süd-Busbahnhof“-System an der Autokomanda mit einem großen Parkplatz, einer Bushaltestelle und einer Fußgängerbrücke, die den Fern- und Stadtverkehr verbindet.
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Das Dokument erwähnt außerdem zwei bereits angekündigte Tunnelabschnitte: einen unter der Autokomanda (Richtung Banjica–Slavija) und einen zweiten als Teil des inneren Autobahnrings (T6 – Careva Čuprija – Tabanovacka-Straße). Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren wurde bekannt gegeben, dass die Stadt aufgrund von Komplikationen den Tunnel unter der Autokomanda aufgeben wolle und das Projekt ins Stocken geraten sei. Dieses Jahr hat Bürgermeister Aleksandar Šapić das Projekt jedoch wieder aufgenommen.
Der Plan sieht außerdem einen neuen Fuß- und Radweg von der Omladinskih-Brigada-Straße zur neuen Brücke über die Save vor, der die Häuserblöcke 70–72 mit der zukünftigen Brücke am Bežanijski-Zimovnik verbindet.
Neue öffentliche Grünflächen
Der Plan sieht außerdem mehrere komplett neue Parks und die Entwicklung des Uferbereichs vor: einen Park in der Bregalnička-Straße (Vračar) sowie weitere in der Partizanske avijacije-Straße (Bežanijska kosa) und der Dobrinićeva-Straße (Banovo brdo).
An den Ufern von Save und Donau ist eine Erholungszone mit Radwegen, Plateaus, Aussichtspunkten und Stadtmobiliar geplant.
Auch der Bereich im XII-Komplex, in dem der Panoramaballon der EXPO 2027 aufgestellt werden soll, wird hervorgehoben.
Einführung des Begriffs „grüne Infrastruktur“
Das Dokument führt eine weitere Neuerung ein: Mit dem Kapitel „Regeln und Richtlinien für grüne Infrastruktur“ wird der Begriff „grüne Infrastruktur“ erstmals systematisch in den Belgrader Stadtentwicklungsplan aufgenommen und seine Anwendung verbindlich geregelt.
- Die Entwicklung und Bebauung der Stadt muss so geplant und gestaltet werden, dass die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber dem Klimawandel erhöht wird. Dies kann durch die Rückhaltung und Versickerung von Regenwasser, die Begrünung von Flächen, die Verwendung durchlässiger Materialien und die Einrichtung ökologischer Korridore erreicht werden. Der Begriff „grüne Infrastruktur“ umfasst ein Netz von Grünflächen, Alleen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Schutzstreifen entlang von Straßen und städtischen Infrastruktureinrichtungen – so das Dokument.
Im Abschnitt „Schutz und Verbesserung der Umweltqualität“ heißt es weiter, dass bei der Planung und Umsetzung neuer Stadtgebiete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gemäß der nationalen Strategie und dem nationalen Plan zur Anpassung an den Klimawandel getroffen werden müssen.
Öffentliche Einrichtungen und Institutionen
Der Plan beinhaltet außerdem einige wichtige Neuerungen:
Die Erweiterung des wissenschaftlichen Forschungskomplexes Geoinstitut (Rovinjska-Straße 12) ist geplant, die Nationalbank Serbiens (Nemanjina-Straße 17a) soll von einer Mischzone in ein öffentliches Areal umgewandelt werden, und eine besonders bedeutende Änderung betrifft den Standort des Verlagsunternehmens „NIP Borba“, das im Plan in der Dečanska-Straße 7 aufgeführt ist (obwohl sich das „NIP Borba“ am Nikole-Pasiće-Platz 7 befindet).
(FotoID PGR, grafička dokumentacija, plan namena)
– Im ersten Bauabschnitt (Einheit 1) wird das Gelände in der Dečanska-Straße 7 – „NIP Borba“, das in der beigefügten Grafik als Kultureinrichtung (J9) ausgewiesen ist – in ein gemischt genutztes Stadtzentrum im Belgrader Stadtzentrum (M1) umgewandelt, wie aus diesem Dokument hervorgeht. Geplant sind Wohnungen und Ladenlokale.
Die Bauvorschriften und die Umsetzungsmethode für den genannten Komplex werden im Entwurf des Flächennutzungsplans (DID GRP BGD, Phase II – Schritt 1) gemäß den Vorgaben der zuständigen Behörden festgelegt.
Wohn- und Mischgebiete
Im Wohngebiet sieht der Plan neue Wohngebiete in der Nikolaja-Rimskog-Korsakova-Straße (Bežanijska kosa), der Avalska-Straße und der Ličkih-brigada-Straße (Zuce, Grocka) vor, eine neue Planungszone in Beli Potok sowie die Umwandlung eines Teils der Siedlung Banovo-brdo (Vidakovićeva-, Lješka- und Karpoševa-Straße) in ein Mehrfamilienwohngebiet.
Gleichzeitig erhalten mehrere Standorte in der Siedlung Mirijevo, der Gučevska- und Tabаnovačka-Straße den Status gemischter Stadtzentren.
Religiöse Gebäude und Anlagen
Im Ortsteil Nova Galenika ist ein neuer Komplex der Kirche der Heiligen Märtyrer Glaube, Hoffnung, Liebe und ihrer Mutter Sophia geplant. Ebenfalls geplant sind ein neuer Komplex der Kirche der Allerheiligsten Mutter Gottes in der Vojvodjanska-Straße in Surčin sowie ein neuer Komplex der orthodoxen Kapelle in Dedinje in der Velislava-Vukovića-Straße.
Der Plan liegt bis zum 27. November zur öffentlichen Einsichtnahme aus.
B. P.
Lokacija:
Google Maps
Unternehmen
Grad Beograd
JP Direkcija za građevinsko zemljište i izgradnju Beograda
JUP Urbanistički zavod Beograda
Narodna banka Srbije Beograd
Geoinstitut Beograd
Tags
NIP Borba 7 Dečanska Straße
Transversale Prokop Stadtzentrum
Tunnel unter der Autobahnbrücke
Tunnelabschnitt T6 Careva ćuprija
Tabanovačka Straße
Panoramaballon
Änderungen des allgemeinen Bebauungsplans von Belgrad
frühzeitige öffentliche Anhörung
grüne Infrastruktur
NIP Borba
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