NavMenu

Negative Strompreise werden geprüft – Chance insbesondere für große Industrieverbraucher

Quelle: Nedeljnik Donnerstag, 09.10.2025. 12:35
Kommentare
Podeli
Abbildung (Fotowest cowboy/shutterstock.com)Abbildung
Serbien erwägt die Einführung negativer Strompreise. Dies ist eine der wichtigsten Neuerungen im Vorschlag zur Änderung der Strommarktregeln. Ziel des Vorschlags, über den gerade eine öffentliche Debatte zu Ende ging, sei es, den Binnenmarkt an die in Europa bestehenden Praktiken anzugleichen und das System an den wachsenden Anteil erneuerbarer Energiequellen anzupassen, heißt es in der Begründung.

Jahrzehntelang galt im Energiesektor das Prinzip, dass Strom nachts am günstigsten und tagsüber am teuersten ist. Mit der zunehmenden Zahl von Kraftwerken, die erneuerbare Energien nutzen, ändert sich diese Logik jedoch grundlegend, erklärt Professor Nikola Rajaković von der Fakultät für Elektrotechnik in Belgrad in einem Interview mit Nedeljnik.

Wenn die wetterabhängige Produktion aus erneuerbaren Quellen die aktuelle Verbrauchernachfrage übersteigt, entsteht im Netz ein Energieüberschuss. Um das Gleichgewicht zu halten und technisch aufwendige und teure Kraftwerksabschaltungen zu vermeiden, ist es für Erzeuger manchmal rentabler, Energie zu einem negativen Preis anzubieten – also jemanden für den Verbrauch des Überschusses zu bezahlen.

Um das Kraftwerk nicht abzuschalten, Anlagen zu zerstören oder übermäßige Anpassungen am System vorzunehmen, sagt der Betreiber: „Wir zahlen ein bisschen, damit jemand anderes die Energie übernehmen kann“, so Rajaković.

Die Änderungen der Strommarktregeln eröffnen erstmals offiziell den regulatorischen Spielraum für diese Praxis. Der vorgeschlagene Text besagt, dass „der Abrechnungspreis für eine Bilanzabweichung ein Preis ist, der positiv, gleich null oder negativ sein kann.“

Das bedeutet, dass Abweichungen zwischen geplantem und tatsächlichem Verbrauch auch mit einem negativen Preis berechnet werden können. Es wurde auch eine Untergrenze definiert, sodass der Preis „nicht weniger als -15.000 €/MWh betragen darf“.

Sollten diese Änderungen umgesetzt werden, werden sie vor allem große Industriekunden und zukünftige Besitzer von Energiespeichern betreffen, die Zeiten negativer Preise nutzen können, um ihre Kapazitäten kostengünstig zu laden.

- Für Haushalte werden die direkten Folgen nicht sofort spürbar sein, aber langfristig eröffnet dies Raum für ein effizienteres Verbrauchsmanagement, betonte Rajaković gegenüber Nedeljnik.
Unternehmen
ETF Beograd ETF Beograd
Kommentare
Ihr Kommentar
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.

Sie haben Ihr Passwort vergessen? Klicken Sie HIER

Für kostenfrei Probenutzung, klicken Sie HIER

Pratite na našem portalu vesti, tendere, investicione projekte, grantove i pravnu regulativu.
Registracija na eKapiji vam omogućava pristup potpunim informacijama i dnevnom biltenu
Naš dnevni ekonomski bilten će stizati na vašu mejl adresu krajem svakog radnog dana. Bilteni su personalizovani prema interesovanjima svakog korisnika zasebno, uz konsultacije sa našim ekspertima.