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Nedeljnik: Gazprom verlässt die NIS-Eigentümerstruktur

Quelle: Beta Montag, 22.09.2025. 10:17
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Abbildung (FotoShutterstock/BalkansCat)Abbildung
Die in St. Petersburg ansässige Intelligence Joint Stock Company hat 11,3 % der Aktien des serbischen Mineralölunternehmens Naftna industrija Srbije (NIS) vom Energieriesen Gazprom erworben und damit die Schwelle einer bedeutenden Beteiligung an einem der größten inländischen Unternehmen überschritten.

Laut einem Dokument, das der lokalen Wochenzeitung Nedeljnik vorliegt, wurde die Transaktion am Freitag, dem 19. September 2025, abgeschlossen.

Die vom bevollmächtigten Vertreter Filip Bolgov unterzeichnete „Mitteilung über bedeutende Beteiligung“ besagt, dass das russische Unternehmen Intelligence genau 18.433.297 Aktien erworben hat, was einem Anteil von 11,3 % an dem Unternehmen entspricht.

Vor dieser Änderung besaß das Unternehmen keine NIS-Aktien, während die gleichen 11,3 Prozent des Kapitals im Besitz der russischen Gazprom waren. Gazprom ist übrigens ein russisches Staatsunternehmen und einer der weltweit größten Produzenten und Exporteure von Erdgas, während Gazprom Neft dessen Tochtergesellschaft ist, die für das Rohölgeschäft zuständig ist.

In der Eigentümerstruktur von NIS ist Gazprom Neft, die für das Rohölgeschäft zuständige Tochtergesellschaft von Gazprom, derzeit mit 44,85 % der größte Anteilseigner.

Zweitgrößter Anteilseigner ist der Staat Serbien mit 29,87 %, während Intelligence mit 11,3 % der Anteile nun an dritter Stelle steht.

Die Wochenzeitung Nedeljnik gibt an, dass die Transaktion auf Grundlage der „Vereinbarung über die Abtretung/Übertragung von Anteilen einer Aktiengesellschaft ohne Entschädigung“ erfolgte, d. h. dass die Eigentumsübertragung unentgeltlich erfolgte.

Dieser Eigentümerwechsel findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem NIS zum siebten Mal einen Aufschub der Anwendung der US-Sanktionen beantragt.

Da die aktuelle Lizenz des US-amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) am 26. September ausläuft, reichte NIS am 18. September einen neuen Antrag ein, um den reibungslosen Betrieb weiterhin sicherzustellen.

Parallel zu diesen kurzfristigen Maßnahmen führt NIS einen langfristigen Rechtsstreit und hat am 14. März einen offiziellen Antrag auf Streichung von der sogenannten SDN-Liste (Specially Designated Nationals) gestellt.

Srbijagas-CEO Dušan Bajatović hatte zuvor bekräftigt: „Serbien möchte NIS kaufen, die russische Seite ist jedoch derzeit nicht bereit, das Unternehmen zu verkaufen.“
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