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Brčerević: Statistikamt der Republik Serbien hat Serbiens BIP in drei Audits seit 2014 um fast 20 % gesteigert

Quelle: Beta Donnerstag, 06.02.2025. 12:16
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Abbildung (FotoRalf Kleemann/shutterstock.com)Abbildung
Das Statistikamt der Republik Serbien hat das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeder der drei großen Revisionen seit 2014 um insgesamt fast 20 Prozent gesteigert, was deutlich mehr als in den meisten europäischen Ländern ist. Der Chefökonom des Haushaltsausschusses, Danko Brčerević, betonte, er glaube nicht, dass der Staat versuche, das Bild der Wirtschaft zu beschönigen, da solche Prüfungen auch in anderen europäischen Ländern regelmäßig alle fünf Jahre durchgeführt würden.

- Das Problem besteht jedoch darin, dass jede größere Revision in Serbien - und davon gab es seit 2014 drei - zu einem starken Anstieg des BIP geführt hat. Zusammen führten diese drei Revisionen zu einem Anstieg des BIP um fast 20% und damit deutlich mehr als in den meisten anderen europäischen Ländern. Das BIP betrug im Jahr 2013 nicht 32 Milliarden Euro, wie damals angenommen, sondern 38 Milliarden Euro, und die Staatsverschuldung lag nicht bei 65,4 Prozent des BIP, sondern bei 55,1 Prozent, so Brčerević.

Er kam zu dem Schluss, dass die serbische Regierung, der Internationale Währungsfonds (IWF), Ratingagenturen und sogar der Fiskalrat mit erheblich unterschätzten Daten zur Größe der Binnenwirtschaft gearbeitet hätten, was nicht passieren dürfe.

- Natürlich stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit der neuesten Daten: Werden sie sich in einigen Jahren wesentlich ändern? In der jüngsten Revision sei die starke Korrektur der Staatsausgaben, die um bis zu 19 Prozent gestiegen seien, besonders auffällig, betonte Brčerević.

Dies sei seiner Meinung nach eine unerwartet große Veränderung und sie betreffe einen Statistikbereich, der noch immer nicht vollständig entwickelt sei. Das Statistikamt habe erst vor kurzem mit der Veröffentlichung von Statistiken zu den Staatsfinanzen begonnen, und die ersten Daten zeigten einige Unlogiken hinsichtlich der Höhe der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben sowie des Haushaltsdefizits.

- Ich hoffe, dass diese zweifelhaften Daten keinen Einfluss auf den starken Anstieg der geschätzten Staatsausgaben und damit auf die neue BIP-Schätzung hatten. Ich habe auch gewisse Zweifel an der Genauigkeit der geschätzten Trends im Stromsektor und einigen anderen Teilen des BIP, sagte Brčerević.

Er fügte hinzu, dass die durch jede Revision bedingten großen Änderungen zeigten, dass es Probleme bei der Messung bestimmter statistischer Indikatoren gebe.

– Der Grund hierfür liegt allerdings weder in der Manipulation der Daten noch in der mangelnden Fachkompetenz der Mitarbeiter. Das Hauptproblem unseres Statistikamtes ist der Kapazitätsmangel. In der EU-Praxis würden in den nationalen Statistikämtern zwischen 10 und 20 Mitarbeiter pro 100.000 Einwohner beschäftigt sein, betonte Brčerević.
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