Wiens Kläranlage wird zum Öko-Kraftwerk
"Wien setzt mit diesem Projekt neue Maßstäbe, die schon jetzt international Vorbildwirkung haben", erklärte Bürgermeister Michael Häupl, anlässlich der Grundsteinlegung für das Projekt "Energie Optimierung Schlammbehandlung" (EOS) auf dem Gelände der städtischen Hauptkläranlage in Wien-Simmering: "Der schonende Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen stellt für Städte des 21. Jahrhunderts eine der wesentlichen Herausforderungen dar", so der Bürgermeister. Darauf gelte es intelligente Antworten zu finden. Häupl: "Der ebswien ist das mit dem Projekt EOS!"
Kläranlagen gehören stets zu den größten kommunalen Energieverbrauchern, die Wiener Hauptkläranlage benötigt zur Reinigung der gesamten in Wien anfallenden Abwässer knapp ein Prozent des Wiener Gesamtstromverbrauchs. Durch die effiziente Nutzung der im Klärschlamm enthaltenen Energie kann die ebswien in der Hauptkläranlage ab dem Jahr 2020 die gesamte zur Abwasserreinigung benötigte Energie selbst aus dem erneuerbaren Energieträger Klärgas erzeugen. Umweltstadträtin Ulli Sima: "Die Hauptkläranlage wird mit EOS zum Öko-Kraftwerk. Davon profitiert auch die Wiener Klimabilanz erheblich: Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten sinkt ab 2020 um rund 40.000 Tonnen pro Jahr." Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Indexsteigerungen werden sich die Gesamtkosten für das Projekt EOS auf rund 250 Millionen Euro belaufen. Sima: "Wien investiert in die Umwelt, gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten."
Nach erfolgreich abgeschlossenem UVP-Verfahren und europaweiten Ausschreibungsverfahren starten nun die Bauarbeiten. Die Umsetzung des Projektes EOS stellt eine logistische Herausforderung dar. Sie erfolgt bei laufendem Betrieb der Hauptkläranlage. Die Qualität der Abwasserreinigung in Wien ist dabei zu jedem Zeitpunkt gesichert. Daraus ergibt sich die Bauzeit von mehr als fünf Jahren.

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