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Russland exportiert Gas nach China - Baubeginn für Gasleitung "Die Kraft Sibiriens"

Quelle: Beta Dienstag, 02.09.2014. 15:53
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Podeli

Am 1. September ist in Jakutien, in Ostsibirien, der Startschuss für die Verlegung der ersten russischen Erdgasleitung nach Asien gegeben worden. An der Zeremonie nahmen der russische Präsident Wladimir Putin und der 1. Vizepremier des Staatsrates der Volksrepublik China, Zhang Gaoli, teil. China wird durch die Leitung "Die Kraft Sibiriens" 38 Milliarden Kubikmeter russisches Gas jährlich erhalten.

Das Projekt hat eine gute Erweiterungsperspektive. Die Leitung wird es Russland erlauben, bis zu 60 Milliarden Kubikmeter Gas nach China zu exportieren. Deshalb ist „"Die Kraft Sibiriens" ein Symbol der großen Wende Russlands ostwärts. "Dieses Projekt hat sowohl eine Energie- als auch eine politische Komponente", meint der Experte für die Energiesicherheit, Alexej Turbin:

"Russland bestätigt, dass es ein globaler Spieler auf dem energetischen Markt ist. Russland hängt nicht von einer Richtung – westwärts – ab, die gebunden werden kann oder auf Interessen irgendeiner Staatengruppe angewiesen ist. Das ist äußerst wichtig."

Für Russland ist die Gaspipeline nach China angesichts der nicht einfachen Beziehungen zu Europa wegen der Ereignisse in der Ukraine aktuell. "Das ist faktisch ein geopolitisches Projekt", sagt der Generaldirektor der Stiftung für die nationale Energiesicherheit, Konstantin Simonow:

"Wir verkaufen China unser Gas nicht aus jenen Lagerstätten, die wir für Lieferungen nach Europa verwenden. Das ist neues Gas, eine neue Leitung. Aber "Die Kraft Sibiriens" bedeutet für die Europäer, die immer von der Manie der eigenen Bedeutsamkeit besessen waren und heute verschiedene Sanktionen zur Einschränkung des russischen Energiepotentials verhängen, eine gewisse politische Ernüchterung."

Russland erweitert zielgerichtet seine Präsenz auf dem Energiemarkt Asiens. Bei der Pipeline "Die Kraft Sibiriens" handelt es sich um eine zweite Leitung ostwärts. Erdöl wird schon seit mehreren Jahren durch die Pipeline "Ostsibirien – Pazifik" nach China und mit Tankschiffen nach Japan, Südkorea und in mehrere andere asiatische Staaten geliefert. Alexej Turbin machte darauf aufmerksam und betonte:

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