8 Mio. EUR für Förderung eines nachhaltigen Bioenergiemarktes
Freitag, 01.08.2014.
02:21
Serbien wird in den folgenden drei Jahren ein Projekt zur Förderung eines nachhaltigen Bioenergiemarktes im Wert von 8 Mio. EUR durch Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und anderen deutschen Partner umsetzen, kündigte heute die serbische Ministerin für Landwirtschaft und Umweltschutz Snežana Bogosavljević Bošković, nach einem Treffen mit dem Umweltschutzminister von Baden-Württemberg Franz Untersteller an.
Dieser Besuch stellt einen Beweis für die Bereitschaft der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Institutionen, Serbien im Bereich des Umweltschutzes zu unterstützen. Eine dieser Einrichtungen ist die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, bei der sie sich für die bisherige finanzielle und technische Hilfe bedankte.
Bogosavljević Bošković erinnerte daran, dass man mit GIZ in der vergangenen Zeit zahlreiche Projekte umgesetzt habe, darunter auch ein Projekt zur Verbesserung der Abwasser- und Abfallentsorgung.
- Die erste Phase des Projekts - eine detailhafte Analyse der Situation in fünf größeren Gemeinden - ist vollendet. In der zweiten Phase sind rentable und für Serbien geeignete Lösungen zu finden, sagte die Ministerin für die Presse.
Der nächste Schritt ist ein Treffen in der Bundesrepublik, das am 9. September stattfindet.
Das Programm 'Förderung eines nachhaltigen Bioenergiemarktes in Serbien' ist ein gemeinsames Vorhaben von KfW und GIZ, das im Rahmen der Deutschen Klima-Technologieinitiative (DKTI) durchgeführt wird. Durch die technische Zusammenarbeit sollen die Kapazitäten und Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Bioenergienutzung verbessert werden.
Die serbische Wärme- und Stromproduktion basiert im Wesentlichen auf dem Einsatz fossiler Energien in veralteten und ineffizienten Erzeugungsanlagen.
Bei der Stromerzeugung dominiert Braunkohle, bei der Erzeugung von Fernwärme und industrieller Prozesswärme kommen Schwer- und Heizöl, Erdgas und Braunkohle zum Einsatz. Die Folgen sind hohe CO2-Emissionen und lokale Umweltbelastungen.
Serbien verfügt über ein sehr großes Potenzial zur Nutzung von Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft zur Strom- und Wärmeerzeugung. Die serbische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Potenzial zu erschließen und so einen Beitrag zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien zu leisten.

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