Österreicher wollen in Serbien investieren
Sonntag, 24.11.2013.
22:50
Österreich ist eines der interessantesten EU-Länder für serbische Auswanderer.
Mehr als 100.000 Bürger serbischer Herkunft leben und arbeiten in diesem Land. Das sind offizielle Angaben, die genaue Anzahl ist viel höher. Viele erfolgreiche Geschäftsleute unter ihnen sagen, sie seien bereit, in Serbien zu investieren.
Österreich ist eines der seltenen Länder in Evropa, die die Wirtschaftskrise relativ leicht überwunden hat, vor allem dank einer starken Verbindung mit der deutschen Wirtschaft.
Die Krise war hier nie so intensiv wie in anderen Ländern der Europäischen Union. Jugendliche und Rentner bekamen die Krise zum geringeren Teil zu spüren, aber sicher nicht wie in anderen Ländern.
Der Durchschnittslohn in diesem Land beträgt 1.600 Euro, die Arbeitslosenquote ist unter den niedrigsten in der Eurozone.
Österreich gehört zu den wirtschaftlich stabilsten Ländern weltweit, zu den ersten 10 in der Eurozone und der ganzen Welt. Die ganze EU verzeichnete im Vorjahr einen Rückgang in der Wirtschaft um 0,4%, Österreich trotzdem einen Zuwachs um 1,9 im Produktionssektor und um 0,6% im Dienstleistungesgewerbe.
Durchschnittliche österreichische Firma ist ein Familienunternehmen mit 200-250 Beschäftigten. Sie machen einen Jahresumsatz von einer Mrd. Euro. Diese Zahlen sind Kriterium für mehr als 100.000 Serben, die heute in Österreich leben und arbeiten. Viele von haben eigene Unternehmen und möchten jetzt in ihre Heimat investieren.
- Warum dort, und nicht hier? Das ist eine strategische Frage. Märkte im Aufschwung sind, meiner Meinung nach, ideall für den Start. Es ist sinnlos, etwas auf bereits geregelten Märkten zu versuchen, dort wo man alles erprobt hat - sagt Krešimir Feletar, Architekt aus Wien.
- Eine Investition in den Flughafen in Bor war am interessantesten für mich. Ich glaube, dass es um eine sinnvolle Anlage geht. Warum? Weil es so viel unsere Leute im Ausland gibt, so viel und niemandem fiel es ein, einen guten Flughafen zu bauen. Warum müssen alle nach Blgrad fliegen - meint Igor Bosiljković, Geschäftsmann aus Österreich.
Investoren aus der Diaspora haben bisher Investitionen in Serbien nur überlegen. Vor allem wegen eines unsicheren Geschäftsumfelds.
- Das Beste, was wir in diesem Moment tun können, ist die Entwicklung eines Geschäftsumfelds wie in Österreich oder der Bundesrepublik Deutschland - sagt Nikica Marinković aus der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenrbeit (GIZ).
Einschätzungen des Serbischen Geschäftsklubs in Österreich gibt es zwischen sechs und acht tausend Unternehmer serbischer Herkunft, sehr seriös, wenn es um Investitionen in der Heimat geht. Sie warten aber noch immer auf bessere Bedingungen in Serbien.

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora