EU will Roaming ganz abschaffen
Dienstag, 10.09.2013.
13:46
Die EU-Kommission will die Roaming-Gebühren bei Handy-Telefonaten im Ausland einem Bericht zufolge bis Juli 2016 ganz abschaffen, berichten Medien unter Berufung auf einen Verordnungsentwurf aus dem Haus der zuständigen Kommissarin Neelie Kroes.
Demnach sollen die Mobilfunkanbieter die Zuschläge bis spätestens Juli 2016 schrittweise aufgeben. Dafür sollen sie Geschäftsallianzen mit Anbietern in anderen EU-Staaten eingehen. Kroes plane, dass die Vorschläge Mitte kommenden Jahres in Kraft treten.
Die EU-Kommissarin strebt laut dem Magazin weitere Verbesserungen für Mobilfunkkunden an. So soll es für sie keine Erstvertragsbindung über 24 Monate hinaus mehr geben. Überdies sollen die Anbieter verpflichtet werden, auch Einjahresverträge vorzusehen. Außerdem wird vorgeschrieben, dass die Kosten von Festnetzverbindungen zwischen EU-Staaten im Normalfall nicht über denen von Fernverbindungen innerhalb des eigenen Landes liegen dürfen.
Einen Gesetzesentwurf für den Telekom-Markt will die EU-Kommission nach bisherigen Angaben am Dienstag beschließen. Dabei geht es nicht nur um Roaming: Laut „Focus“ sollen die Anbieter unter anderem verpflichtet werden, nicht mehr nur Zweijahres-, sondern auch Einjahresverträge anzubieten. Internet-Provider sollen zudem zuverlässigere Angaben etwa über die tatsächliche erreichte Übertragungsgeschwindigkeit machen.

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