Telekom Austria interessiert an SBB
Samstag, 13.07.2013.
23:20
Telekom Austria klopft den Markt in Kroatien und Serbien nach Übernahmezielen ab und will auf dem Balkan auf die Poleposition kommen. Laut dem "Wirtschaftsblatt" sieht Firmenchef Hannes Ametsreiter gute Chancen auf den Erfolg dieses Vorhabens.
Mit der Übernahme von Konkurrenten könne das Unternehmen mehrere Dienste aus einer Hand anbieten - Vorteil sei, dass die Kunden dann weniger schnell zu Rivalen wechselten. "Das ist eine Wachstumschance, die andere nicht haben."
Beispielsweise seien der Anbieter H1 aus Kroatien und der serbische Kabelnetzbetreiber SBB interessante Übernahmeziele. Kleinere Deals könnten aus der Unternehmenskasse bezahlt werden, aber für größere müsse Telekom Austria möglicherweise neues Kapital aufnehmen. "Das ist derzeit kein Thema, ist aber nicht auszuschließen", sagte er.
In Hinblick auf die noch dieses Jahr anstehende Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in Österreich wollte er sich nicht äußern, betonte aber, dass Telekom Austria dank der Ausgabe von zwei Anleihen "sehr gut finanziert" sei.
Der Konzern hatte mit dem Schritt insgesamt 900 Millionen Euro eingenommen. Telekom Austria kämpft wegen der scharfen Regulierung und des harten Wettbewerbs mit sinkenden Erträgen.
In Österreich, wo Telekom Austria immer noch rund zwei Drittel ihres Betriebsgewinns erwirtschaftet, fiel der durchschnittliche Monatserlös pro Kunde (ARPU) im Jahresauftaktquartal auf 15,50 von 18,50 Euro im Vorjahreszeitraum.

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