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Stadt über Neu Belgrad - Baubeginn für Zentrum für Förderung der Wissenschaft, Projekt im Wert von 20 Mio. Euro

Quelle: eKapija Freitag, 10.08.2012. 14:42
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Als Ende 2009 ein Ideenentwurf für das Gebäude des Zentrums für Förderung der Wissenschaft gewählt wurde, glaubten nur einige, dass Serbien aufgrund der vielen Probleme für die Ära der Wissenschaft bereit ist, wie Länder, die das Wirtschaftswachstum auf Innovationen und Forschung basieren. Es ist aber immer gewisser, dass der Komplex im Wert von 20 Mio. Euro, wie geplant, 2014 bezugsfrei wird.

Der Bau des Komplexes im Wohnblock 39 in Neu Belgrad ist bereits begonnen, erfährt das Wirtschaftsportal "eKapija" im Zentrum für Förderung der Wissenschaft, Institution für Förderung der Forschung und technischen Entwicklung in Serbien, die ihre Tätigkeit vor einem Jahr aufgenommen hat, obwohl sie über kein eigenes Gebäude verfügt.

- Wir bereiten momentan das Gelände für den Bau des Zentrums für Förderung der Wissenscaft, als Teil eines Campus der Wissenschaft und Kunst sowie die Infrastruktur für den Wohnblock 39 vor. Der Komplex sollte, im Einklang mit dem Raumplan und der bereits erteilten Standorts- und Baugenehmigung, in Phasen errichtet werden - erzählte Aleksandra Drecun, Geschäftsführerin des Zentrums für Förderung der Wissenschaft (CPN) in einem Interview für "eKapija".

Die Vorbereitung wurde Unternehmen "Grading" aus Paracin, "Minel Dinamo" aus Barajevo und "Interklima" aus Vrnjacka Banja anvertraut.

Man arbeitet am Hauptprojekt, nach dem Ideenentwurf des österreichischen Architekten Wolfgang Tschapeller, gewählt durch einen internationalen Architektur-Wettbewerb 2009.

(Aleksandra Drecun)

- Teile des Hauptprojekts werden, im Einklang mit den erwähnten Genehmigungen, auch in Phasen erstellt. Man arbeitet am sogenannten Preliminär-Design, im Einklang mit den europäischen und einheimischen Normen für solche Objekte.

Der Architekt Tschapeller habe unsere Ingenieure unterschiedlicher Profile in das Projekt eingeschlossen, sagte sie. Viele von ihnen wurden bei der Umsetzung anspruchsvoller Projekte weltweit engagiert.

- Man hat dadurch mehr Begeisterung, Facherfahrung und Kraft in das Projekt eingetragen und zugleich seine örtliche Komponente verstärkt. Es handelt sich um eine gute Gelegenheite für unsere Architekten, Bau- und andere Ingenieure an der Realisierung eines so anspruchsvollen Projekts in Serbien mit Kollegen aus der ganzen Welt zu arbeiten. Österreicher waren begeistert von den Fähigkeiten unserer Fachleute.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert das Projekts im Rahmen eines Programms zur Förderung der Forschung und des Bildungswesens in Serbien.

Der genaue Investitionsbetrag sollten nach dem Abschluss aller Vergabeverfahren bekannt gegeben werden. Der Komplex für die interaktive Präsentation der Wissenschaft sollte, aktuellen Einschätzungen zufolge, mindestens 20 Mio. Euro kosten, betont Aleksandra Drecun.

Der größte Teil der Ausstattung und von Exponaten wurden bereits in Serbien hergestellt, in Zusammenarbeit mit unseren Forschungsinstituten und Handwerkern. Spezifische Teile der Ausstattung und Exponate, die man hier nicht besorgen kann, sollten mit Hilfe ähnlicher Institutionen im Ausland erworben werden, sagte die Gästin von "eKapija".

- Unser Zentrum für Förderung der Wissenschaft ist Mitglied der europäischen und internationalen Assoziation der Forschungszentren (ESCITE und STC), die uns bei der Vorbereitung des künftigen Programms unterstützen. Während der Veranstaltungen wie "Mai - Monat der Mathematik" oder "Roboter-Festival", organisiert von unserem Zentrum gemeinsam mit der Serbischen Akademie der Wissenschaft und Kunst und anderen Forschungsinstituten, wurden bereits mehrere hochwertige Prototype interaktiver Exponate hergestellt und Programme für zahlreiche Workshops, Präsentationen und sonstige Events vorbereitet, die aktive Beiteiligung der Besucher verlangen. Bald sollte die Arbeit an neuen Exponaten beginnen, an jenen, die das Leben und Werk unserer größten Wissenschaftler wie Pupin, Milankovic u.a. betreffen - erklärte Drecun.

Das Programm des Zentrums ist für Menschen jedes Alters, unabhängig von ihrer formalen Ausbildung. Der Komplex sollte für die Öffentlichkeit vollständig offen sein, zugänglich für alle, mit nur einigen Büros.

- Der ganze Komplex sollte auf interessante wissenschaftliche Themen hinweisen. Installationen, Recyclingsbereich, Heizanlage, Sonnenkollektoren sollten deshalb teilweise sichtbar sein und als Exponate dienen. Im und um Gebäude werden wir unterschiedliche Ausstellungen veranstalten, für das aktive Publikum. Unsere Exponate verlangen die aktive Teilnahme der Besucher - sie bewegen sich, können getastet werden u.Ö. Sie sollten uns alle zum Wahrnehmen, Denken und Lernen bewegen. Wir planen mehrere Einheiten für unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, die auf eine interessante Weise und nicht wie üblich zu präsentieren sind. Das sind Biologie, Mathematik, Physik, Chemie, Ingenieurwissenschaften, Archäologie, Soziologie, Astronomie, Psychologie - behauptet die Geschäftsführerin des Zentrums für Förderung der Wissenschaft.

In einem Teil des Komplexes will man Laboratorien für unterschiedliche Versuchungen und Demonstrationen bauen, sowie Hörsälen für Vorlesungen, Diskussionen und wissenscaftliche Konferenzen. Geplant ist auch ein Planetarium mit einer kugelförmigen Kuppel, wo sich Besucher mit den Geheimnissen des Weltraums bekannt machen und sich Dokumentärfile über Wälder, Flüsse, Meeren, Menschen, DNS, u.a ansehen können.

- Ein Raum ist für die Präsentatin der neuesten Technologien vorgesehen, wir werden eine Galerie der Wissenschaft und Kunst einrichten lassen. Besonders wichtig ist uns der Kinder-Forschungsklub mit Programmen entwickelt für die jüngsten Besuchern, Kinder im Vorschulalter, ab dem 2. Lebensjahr. Der größte Teil der Ausstellungen ist für alle Besucher vorgesehen - für ältere, jüngere, Eltern, Kinder aber wir haben auch besondere Programme für Studenten, Grundschüler und Vorschüler vorbereitet... Besuche in solchen Institutionen gehören in vielen entwickelten Ländern zum Unterrichtsprogramm der Staatsschulen. Das Interesse erwachsener Bürger für wissenschaftliche Diskussionen und ähnliche Programme nimmt in der etzten Zeit auch zu.

programe.

Auf die Frage, wie ein solches Zentrum zur Popularisierung der Wissenschaft unter Bürgern beitragen kann, antwortete Drecun:

- Die Ergebnisse einer Forschung, veröffentlicht vor kurzem im wissenschaftlichen Magazin "Scientific American", zeigen, dass durchschnittlicher Bürger 95% seiner Kenntnisse außerhalb des Schulwesens erwirbt - in Forschungszentren, Museen, Aquarien, auf Ausstellungen und durch Medien. Die Möglichkeit und Bereitschaft unsere Kenntnisse auch außerhalb der Schule und nach dem Bildungsabschluss zu erweitern ist sehr wichtig. Wir sind überzeugt, dass sich unsere Bürger genauso wie jene, die wichtige Entscheidungen für die Gesellschaft treffen, in unserem Zentrum mit den neuesten wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften im In- und Ausland bekannt machen werden. Die Reputation der Forscher sollte auf einem entsprechenden Niveau sein, so dass wir Jugendliche für die Forschung interessieren können.

Die Verbindung mit der Wirtschaft sei, ihrer Meinung nach, sehr wichtig. Man wird im Zentrum an der Verbesserung der Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und Unternehmer arbeiten.

Verläuft alles wie geplant kann man bald auf einem Gelände zwischen den Straßen Milutina Milankovića, Bulevar Umetnosti, Omladinskih brigada und Bulevar Arsenija Čarnojevića (die den Wohnblock 23 umgeben) einen erhobenen Komplex sehen, ,die auf nur einigen Pfeilern stützt. Um den Komplex sollten Radwege, Laufbahnen, Fontänen und mehrere mit exotischen und lokalen Zierpflanzen bepflanzten Grünanlagen umgeben werden. In der Umgebung will man mehrer Raststätten, ein offenes Cafe und kleine Plätze für Treffen und Diskussionen bauen lassen.

nano-Zentrum

Unter dem "nano-Zentrum" versteht man ein Laboratorium, in dem man unterschiedliche Experimente im Bereich der Mikrofabrikation und nano-Forschun, neuer Materialien und Super-Computing "Plavi Dunav" (dt. blaue Donau) durchfürhen sollte.

- Das Objekt des nano-Zentrums bereiten genauso wie CPN unsere Kollegen aus der Einheit für Projektmanagement. Man hat bereits mit Arbeite an diesem Projekt begonnen. Wir wissen bereits, dass es mit den modernsten Ausstattung für die nano-Technologie und einem Super-Computer versehen werden sollte sowie dass an diesem Projekt die größten Wissenschaftler unseres Jahrhunderts arbeiten. Sehr wichtig ist die Tatsache, dass wir eine besondere Galerie geplant haben, von welcher Besucher das Laboratorium und Forscher darin beobachten können, ohne sie dabei zu stören. Wir glauben, dass diese lebhafte und fast tastbare Verbindung zwischen der Wissenschaft, Forscher und der Gesellschaft viele begabte und intelligente Jugendliche zur Erforschung und Innovationen bewogen wird.

S.O.

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