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In der Erwartung von 70 Euro für Telekom-Aktien - Warum wird der Börsengang verzögert?

Quelle: eKapija Dienstag, 15.05.2012. 17:09
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Podeli

Es scheint, dass wir eher Godot als Gratisaktien der Telekom Srbije zu sehen bekommen. Obwohl das Zentralregister für Wertpapiere, im Einklang mit dem Beschluss der Regierung Serbiens, noch am 20. April die Übertragung von Gratisaktien des staatlichen Telekom-Anbieters durchgeführt hat (15% für alle volljährige serbische Staatsangehöhrige und weitere 6,94% für aktuelle und ehemalige Angestellte - insgesamt 1 Mrd. Anteile), wurde die Kotierung noch immer nicht beantragt.

Und es ist unbekannt, wann das passieren wird ... Obwohl die meisten Börsenmakler, Analytiker, Gewerkschaften und andere den Börsengang in den folgenden zwei Wochen erwarten, gibt es Spekulationen darüber, dass vor dem September nichts zu erwarten ist.

Bisher gab es keine offizielle Reaktion aus der serbischen Telekom. Weder Bestätigung, noch Dementi.

Der Marktwert des staatlichen Telekomanbieters wurde auf 2,27 Mrd. Euro geschätzt. Jeder volljährige Bürger bekommt je 31 Anteile mit dem Nominalwert von 2,27 Euro/Aktie. Das bedeutet, dass man am ersten Börsentag ca. 70 Euro für seine Aktien bekommen könnte.

Erweisen sich die Spekulationen als richtig und der Börsengang auf den Herbst verschoben wird, könnte das bedeuten, dass die aktuelle Geschäftsleitung einen Preisrückgang befürchtet und die damit verbundenen negativen Bewertung ihrer bisherigen Ergebnisse. Das Unternehmen könnte den Sommer für eine Reihe der Aktivitäten nutzen, um institutionelle Investoren mit den Potenzialen des Telekomanbieters bekannt zu machen und ihr Interesse an Aktien zu wecken.

Wer profitiert von der Verzögerung?

Ist die Verzögerung des Börsengangs ein gutes Signal für Investore. Wer verliert und wer gewinnt in solchem Falle, in Hinsicht darauf, dass es keine technischen Hindernisse gibt und dass der Handel mit Aktien spätestens in 15 Tagen nach der Beantragung der Kotierung beginnen kann?

- Jede Verzögerung des Börsengangs ist schädlich für Aktionäre, weil man dadurch ihr Basisrecht - über Aktien frei zu verfügen - gefährdet. Das wäre auch kein gutes Signal für potenzielle Käufer (insbesondere ausländische Investoren) - glaubt Nenad Gujanicic, führender Broker der "Sinteza Invest Gruppe".

Es scheint, dass alle ungeduldig auf den Börsengang des staatlichen Telekommunikationsunternehmens warten. Kapitalanleger in der Hoffnung, dass so etwas den einheimischen Kapitalmarkt in Schwung bringt, Bürger, in der Hoffnung, etwas Konkretes dafür zu bekommen.

- Telekom-Aktien sind lang erwartet an der Börse, vor allem wegen ihrer hohen Liquidität und des großen Kapitalwertes des Unternehmens. Solche Aktien stellen ein gutes Ziel für Investoren ohne andere Alternativen am serbischen Kapitalmarkt dar - meint Vladan Rankov, Projektmanager bei "Wise broker".

Sofort verkaufen oder warten?

In Hinsicht auf die Erfahrung mit Gratisaktien von NIS und des Flughafens "Nikola Tesla" ist es zu erwarten, das mehrere zehntausend Bürger von rund 4,8 Mio. die Telekom-Aktien sofort verkaufen möchten.

Was empfehlen uns Fachleute? Sollten wir warten?

- Aufgrund der ersten Informationen für die Öffentlichkeit könnte der festgelegte Preis zu hoch im Vergleich zum wahren Wert der Aktien sein, in Hinsicht auf dasselbe Verhältnis bei ähnlichen Unternehmen in der Region. Aber wie in den vorigen Fällen (im Falle von NIS) erwarte ich, dass zahlreiche Bürger ihre Aktien sofort verkaufen und ihren Wert verringern werden. Der Preis wird sicher zurückgehen, bis man die ersten größere Aktienpakete, interessant für ausländische Investoren, bildet. Nach der ersten Verkaufswelle, sollte der Preis ausschließlich vom Angebot und der Nachfrage bzw. Erwartungen bezüglich der Profitabilität des UNternehmens abhängen - so Rankov.

Der führende Broker bei "Sinteza" Nenad Gujanicic rechnet auch damit, dass viele Bürger Telekom-Aktien sofort verkaufen möchten. Vor allem "weil es um das wertvollste Aktienpaket bisher geht".

- Also, alle Bürger, die Geld brauchen oder um die Armutsgrenze leben, sollten ihre Aktien möglichst schnell verkaufen. Andere, die in Aktien investieren möchten und sie als Vermögen betrachten, sollten sich über den Aktienhandel und die Geschäftstätigkeit informieren, weil ihre Aktien später viel teuerer werden können - meint Gujancic.

Rankov empfiehlt Aktionären auch, sich über Aktienpreise regelmässig zu informieren. Insbesondere wenn es um die Wertschätzung durchgeführt von bevollmächtigten Institutionen (Banken und Maklerhäuser) gehe.

- Kleine Aktionäre sollten alle Entwicklungen an der Börse begleiten und die Entscheidung über den Verkauf oder Ankauf darauf gründen - so Rankov.

Jelena Đelić

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