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Zentrum zur Unterstützung des EU-Beitritts des Westbalkans und Moldaus wird bald in Rom eröffnet

Quelle: Beta Mittwoch, 09.09.2026. 09:35
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Abbildung (FotoKristi Blokhin/shutterstock.com)Abbildung
Ein Zentrum für den Westbalkan und Moldau – das „Southeastern Europe Technical Assistance Center“ (SEETAC) – wird demnächst in Rom eröffnet. Dies teilte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, mit und ügte hinzu, dass die EU-Erweiterung wieder auf der Tagesordnung stehe, wovon sowohl der IWF als auch die bestehenden und künftigen EU-Mitglieder profitierten.

SEETAC wird neben einem weiteren IWF-Zentrum in Wien bestehen, das Schulungen für Länder wie die Ukraine anbietet. Gemeinsam ergänzen diese IWF-Zentren die Arbeit der „Capacity Development Facility“ für die Ukraine sowie das „Ukraine Facility“-Programm des IWF.

– Wir freuen uns sehr, dass die Erweiterung wieder auf der EU-Agenda steht und viele Länder in den kommenden Jahren beitreten wollen. Das ist äußerst positiv. Beim IWF haben wir die enormen Vorteile der Erweiterung erlebt – sowohl für neue als auch für bestehende EU-Mitglieder. Man kann sogar sagen, dass die Erweiterung den Konvergenzmotor in Gang setzt; dieser ist meiner Meinung nach die wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts – sagte Georgieva am „Centre for European Policy Studies“ in Brüssel.

Dort stellte sie einen neuen Bericht zu EU-Beitritt und Westbalkan vor. Darin heißt es, dass eine EU-Mitgliedschaft den Beitrittsländern eine einzigartige Chance biete, das Wachstum zu beschleunigen und den Lebensstandard zu erhöhen.

– Heute stellen wir ein neues Dokument vor, das sich speziell auf den Westbalkan und Moldau konzentriert – Länder im Beitrittsprozess, die bestimmte wirtschaftliche Merkmale gemeinsam haben. Gleichzeitig sind wir uns der Bedeutung eines fortgesetzten Engagements für andere Beitrittskandidaten, einschließlich der Ukraine, bewusst – so Georgieva.

Sie fügte hinzu, dass der IWF all diese Länder durch politische Beratung und den Aufbau von Kapazitäten unterstütze.

– Für mich ist die Erweiterung mehr als nur ein politisches Thema. Sie ist eine persönliche Angelegenheit. Da ich in Bulgarien aufgewachsen bin, weiß ich, welche Chancen die europäische Integration bietet. Denn der EU-Beitritt hat das Leben der Menschen in meinem Land spürbar verbessert – sagte Georgieva. Sie betonte, dass eine gut umgesetzte EU-Erweiterung dem Wachstum in Europa einen dringend benötigten Schub verleihen könne – sowohl für die Beitrittsländer als auch für die bestehenden Mitglieder.

Damit die Erweiterung tatsächlich zu einer Erhöhung des Lebensstandards führe, müsse sie jedoch gut gestaltet sein: Die Beitrittsländer müssten mutige Reformen im eigenen Land umsetzen, und die EU müsse sinnvolle Unterstützung leisten.

Georgieva unterstrich, dass die Beitrittsländer den EU-Besitzstand (Acquis) wirksam umsetzen sowie Lücken, unnötige Anpassungen oder ein Überschreiten des Notwendigen vermeiden müssten, da dies den Nutzen der Integration schmälere.

– Doch auch die EU hat noch viel zu tun. Die Vorteile des Beitritts werden für alle größer sein, wenn der Binnenmarkt weiter vertieft und nahtloser gestaltet wird. Die Erweiterung und die Vertiefung des Binnenmarkts sollten als komplementär betrachtet werden – ein größeres Europa kann ein stärkeres Europa sein, doch dies gilt in weit höherem Maße, wenn es sich um ein stärker integriertes Europa handelt – fügte Georgieva hinzu.

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