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Bargeldkredite stiegen innerhalb eines Jahres um 24 % – Bürger finanzieren ihren Grundkonsum zunehmend durch Kredite

Quelle: Danas Sonntag, 19.07.2026. 20:40
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Abbildung (FotoShutterstock/Janusz Pienkowski)Abbildung
Die Bürger Serbiens verschulden sich zunehmend durch Bargeldkredite, die innerhalb eines Jahres um ein Viertel gestiegen sind und den Hauptgrund für die steigende Verschuldung der Bevölkerung darstellen. Obwohl Experten warnen, dass die Bürger noch nicht überschuldet seien, deutet die Tatsache, dass die Schulden fast doppelt so schnell wachsen wie die Löhne, darauf hin, dass ein immer größerer Teil des Konsums mit geliehenem Geld finanziert wird.

Die Bürger Serbiens verschulden sich immer stärker durch Bargeldkredite. Laut den neuesten Daten der Nationalbank Serbiens (NBS) für Mai 2026 erreichte der Gesamtbestand an Bargeldkrediten rund 991,5 Milliarden Dinar, was fast einem Viertel bzw. 23,7 % mehr als im Vorjahr entspricht.

Allein im Mai stieg die Gesamtverschuldung der Bürger auf dieser Basis um mehr als 16 Milliarden Dinar. Gleichzeitig genehmigten die Banken allein im Mai neue Bargeldkredite in Höhe von 67,3 Milliarden Dinar. Obwohl dies etwas weniger ist als im April, ist die Verschuldung immer noch sehr hoch.

Das Wichtigste ist, dass Bargeldkredite seit Langem der Haupttreiber für das Wachstum der Gesamtverschuldung der Bevölkerung sind. Heute entfällt fast jeder zweite Dinar, den Bürger Banken schulden, auf Bargeldkredite, und fast zwei Drittel aller neu vergebenen Kredite sind zweckungebundene Bargeldkredite.

Dieser Trend hat sich in den letzten zwei Jahren besonders deutlich gezeigt. Die Daten belegen, dass der Bestand an Bargeldkrediten von Mai 2024 bis Mai 2026 von 688,5 auf 991,5 Milliarden Dinar gestiegen ist, also um satte 303 Milliarden, was einem Anstieg von rund 44 % entspricht.

Das bedeutet, dass die Bürger Jahr für Jahr vermehrt auf Bargeldkredite zurückgreifen, die hauptsächlich für Konsum, die Umschuldung alter Schulden oder die Deckung laufender Ausgaben verwendet werden, nicht aber für den Kauf von Immobilien oder andere Investitionen.

Laut Experten besteht derzeit jedoch kein Grund zur Sorge, da die Haushalte in Serbien noch nicht in die Zone der systemischen Überschuldung eingetreten sind. Der Bankensektor ist weiterhin stabil, und die Zahl der notleidenden Kredite bleibt niedrig.

Besorgniserregend ist jedoch, dass die Kreditaufnahme fast doppelt so schnell steigt wie die Löhne.

Während die durchschnittlichen Nettoeinkünfte im April dieses Jahres um 11,5 % höher lagen als im Vorjahr, stieg der Gesamtbestand an Krediten im April um 22,9 %.

Einfach ausgedrückt: Die Verschuldung der Bürger wächst fast doppelt so schnell wie ihr Einkommen. Das bedeutet nicht, dass die Bürger überschuldet sind, sondern ist ein Warnsignal dafür, dass ein zunehmender Teil des Konsums mit Krediten finanziert wird.

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnten immer mehr Bürger Schwierigkeiten haben, ihre Raten zu bedienen. Genau deshalb warnen Experten, dass das größte Risiko derzeit nicht die Gesamtverschuldung der Bürger ist, sondern die Tatsache, dass das Wachstum zunehmend auf zweckungebundenen, unbesicherten Krediten beruht, die in der Regel riskanter als Wohnungsbaudarlehen sind.
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