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Zwischen Hammer und Amboss: Was erwartet uns, wenn die Amerikaner die Lizenz von NIS nach dem 28. August nicht verlängern?

Quelle: Danas Sonntag, 23.08.2026. 15:58
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Podeli
Abbildung (FotoShutterstock/BalkansCat)Abbildung
Die Energiekrise infolge des Krieges im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormus, verbunden mit dem sinkenden Wasserstand der Donau und anderer schiffbarer Flüsse in Europa sowie den Sanktionen gegen das Mineralölunternehmens Naftna industrija Srbije (NIS), könnte zu erheblichen Problemen in der Treibstoffversorgung, insbesondere mit Diesel, führen.

Aufgrund des niedrigen Donaupegels ist der Treibstofftransport per Binnenschiff nicht möglich, weshalb die Ölkonzerne ausschließlich auf Lieferungen aus dem NIS angewiesen sind.

Srdjan Knežević, Inhaber von Knez Petrol, betont, dass sein Unternehmen etwa 30 % des Umsatzes des NIS ausmacht und es keine Probleme mit den Treibstoffmengen gibt.

- Wir liefern Treibstoff ohne Unterbrechungen, die Versorgung ist gesichert. Wir brauchen lediglich mehr Geld. Ein Tank Diesel kostet jetzt 6,5 Millionen Dinar, früher waren es drei bis vier Millionen. Wir beliefern auch regelmäßig Unternehmen und gewähren ein Zahlungsziel von 45 Tagen, aber dafür benötigen wir jetzt mehr Geld - erklärt Knežević.

Er weist darauf hin, dass Importe aufgrund des niedrigen Wasserstands derzeit nicht möglich sind und die Züge nicht genügend Treibstoff für unseren Bedarf transportieren können.

NIS gab heute bekannt, dass die Rohölverarbeitungskapazität der Ölraffinerie Pančevo ab heute auf rund 13.000 Tonnen pro Tag erhöht wird.

Die Abhängigkeit des Marktes von NIS unterstreicht umso mehr die Probleme, in denen wir uns nach dem 28. August befinden könnten. An diesem Tag läuft nämlich die Betriebsgenehmigung aus, die das US-amerikanische OFAC NIS sowie der JANAF-Ölpipeline für die Öllieferung an die Raffinerie Pančevo erteilt hat.

Knežević betont, dass es zu erheblichen Problemen kommen wird, wenn NIS die Lieferungen einstellt oder die Genehmigung nicht verlängert wird.

– Wenn NIS kein Öl importieren könnte, käme es zu einem Zusammenbruch. Der Staat müsse sich an den Rohstoffreserven beteiligen - so Knežević.

Tomislav Mićović, Generalsekretär des Verbandes der serbischen Ölgesellschaften, erklärte gestern im staatlichen Rundfunk RTS, dass die Kosten für importierten Dieselkraftstoff auf dem Niveau des Einzelhandelspreises lägen und sich Importe daher absolut nicht lohnten.

- Die Betriebsgenehmigung für die Weiterführung der Arbeiten von NIS läuft am 28. August aus, und wir haben alle Lieferungen an NIS umgeleitet. Unter diesen Umständen müssen wir schnellstmöglich die Möglichkeit schaffen, Importe rentabel zu machen - warnte er.
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