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Serbien erhält neue Gaslieferroute – Griechenland kündigt Abkommen über vertikalen Gaskorridor im Herbst an

Quelle: Beta Dienstag, 28.07.2026. 10:42
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Podeli
Abbildung (FotoUnsplash / Quinten de Graaf)Abbildung
Der griechische Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou erklärte, dass die Unterzeichnung von Abkommen mit Betreibern aus Nordmazedonien und Serbien über die Beteiligung am „Vertikalen Gaskorridor“ im September sehr wahrscheinlich sei. Dieses strategische internationale Projekt verbindet die Gaspipeline-Infrastruktur der südost- und mitteleuropäischen Länder für die Gasversorgung über Griechenland, wobei der Schwerpunkt auf Terminals für Flüssigerdgas (LNG) liegt.

In einem Interview mit dem griechischen Fernsehsender Antena erinnerte Papastavrou an das Treffen der Energieminister Nordmazedoniens, Serbiens, Bulgariens und Griechenlands Mitte Mai in Athen, bei dem die Erweiterung des „Vertikalen Gaskorridors“ beschlossen wurde.

Wie die Nachrichtenagentur MIA berichtete, fügte er hinzu, dass der Korridor auch am 10. Juli in Athen bei einem Treffen von Vertretern des griechischen Erdgas-Fernleitungsnetzbetreibers DESFA, der Fernleitungsnetzbetreiber der Länder des Vertikalen Korridors (Griechenland, Bulgarien, Ungarn, Ukraine, Rumänien, Nordmazedonien und Serbien) sowie der Unternehmen Gastrade und ICGB erörtert worden sei.

- Sowohl Serbien als auch Nordmazedonien nahmen an unserem Ministertreffen teil und bekundeten ihr Interesse an einer Beteiligung. Vor zehn Tagen trafen wir uns hier erneut mit den Betreibern, und es ist sehr wahrscheinlich, dass im September Abkommen mit den Betreibern aus Nordmazedonien und Serbien über ihre Beteiligung am Vertikalen Korridor unterzeichnet werden, sagte Papastavrou.

Er erklärte, Griechenland sei bereits das Energiezentrum der Region. Früher seien sechs Milliarden Kubikmeter Erdgas ins Land gelaufen, die ausschließlich für den Verbrauch bestimmt waren, heute hingegen „17 Milliarden Kubikmeter, von denen sechs im Land verbleiben, während elf nach Norden transportiert werden“.

- So hat unser Land seine geografische Lage zwischen den Kontinenten genutzt und sich zu einer geopolitischen Macht entwickelt. Das geschieht nicht über Nacht, aber der Vertikale Korridor ist bereits Realität, betonte der griechische Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou.
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