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In der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums in Belgrad wurde erstmals in Serbien ein Venenstent ins Gehirn implantiert

Quelle: N1 Dienstag, 21.07.2026. 23:39
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Abbildung (FotoShutterstock / Tyler Olson)Abbildung
Am Universitätsklinikum Serbiens wurde erstmals eine endovaskuläre Implantation eines intrakraniellen Venenstents durchgeführt – ein minimalinvasives Verfahren für Patienten mit intrakranieller Hypertension.


Minimalinvasives Verfahren

Am 16. Juli wurde in der Klinik für Neurochirurgie der Abteilung für Neuroradiologie des Radiologischen Zentrums des Universitätsklinikums Serbiens erstmals in Serbien eine endovaskuläre Implantation eines intrakraniellen Venenstents bei einer signifikanten (verengenden) Stenose des Hirnvenensinus durchgeführt.

Dieses minimalinvasive Verfahren ist laut der Website des Universitätsklinikums, bei Patienten mit (idiopathischer) intrakranieller Hypertension indiziert, die mit chronischen Kopfschmerzen und/oder Sehstörungen aufgrund einer Schwellung der Sehnerven einhergehen.

Der Eingriff wurde von dem interventionellen Neuroradiologen Dr. Ivan Vukašinović und seinem Team in Zusammenarbeit mit Dr. Ido van den Wijngaard von der Universität Leiden durchgeführt, die auch als Konsiliarin am Universitätsklinikum Serbien tätig ist.

Bei dieser Gelegenheit wurde ein junger Patient der Abteilung für zerebrovaskuläre Erkrankungen und Kopfschmerzen (II. Abteilung) der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Serbien behandelt. Er litt unter chronischen, therapieresistenten Kopfschmerzen und intrakranieller Hypertension, die sich mit maximalen Dosen geeigneter Medikamente nicht ausreichend kontrollieren ließen.


Stent regulierte den Venendruck

Durch die Implantation eines Stents im Bereich einer signifikanten Stenose des Hirnvenensinus konnte der zuvor stark erhöhte intrakranielle Venendruck, der die Ursache der chronischen Beschwerden des Patienten war, erfolgreich reguliert werden.

Unmittelbar nach dem Erwachen aus der Narkose verlief die Behandlung komplikationslos. Der Patient berichtete über eine deutliche Linderung der Kopfschmerzen und wurde bereits am Folgetag nach dem erfolgreichen Eingriff zur ambulanten Weiterbehandlung entlassen.

Durch die Einführung dieses neuen minimalinvasiven Verfahrens in die klinische Routine des Universitätsklinikums Serbiens sind alle Voraussetzungen für eine moderne und wirksame Behandlung von Patienten mit dieser spezifischen, aber nicht seltenen neurologischen Erkrankung geschaffen.
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