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Fitch bestätigt Serbiens Kreditrating mit BB+ und behält den positiven Ausblick für Investment-Grade-Ratings bei

Quelle: eKapija Sonntag, 12.07.2026. 17:45
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Podeli
(FotoShutterstock.com/imageBROKER.com)
Fitch Ratings hat Serbiens Kreditrating mit BB+ bestätigt und den positiven Ausblick für eine mögliche Aufwertung auf Investment Grade beibehalten. Laut dem jüngsten Bericht der Ratingagentur ist dies das vierte Mal in Folge, dass sie Serbien einen positiven Ausblick gibt.

Laut Fitch wird Serbiens Kreditrating durch einen stabilen Mix aus Wirtschaftspolitik, das Bekenntnis zur Wechselkursstabilität, eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, hohe Devisenreserven und ein im Vergleich zu Ländern mit demselben Rating höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gestützt.

Der positive Ausblick basiert zudem auf der Erwartung eines beschleunigten Wirtschaftswachstums, das durch Investitionen, die Stabilisierung der Staatsverschuldung auf einem relativ niedrigen Niveau und die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber externen Schocks getragen werden soll.

Die serbische Nationalbankpräsidentin, Jorgovanka Tabaković, erklärte, die erneute Bestätigung des positiven Ausblicks zeige das Vertrauen von Fitch in Serbiens wirtschaftliche Perspektiven.

- Die Tatsache, dass die Ratingagentur Fitch Serbien erneut als auf halbem Weg zu einem Investment-Grade-Rating eingestuft hat – trotz zunehmender globaler Unsicherheit und externer Schocks –, bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Stabilität bewahren und Resilienz stärken - erklärte Tabaković.

Sie hob hervor, dass der Bericht der Agentur Serbiens gestiegene Resilienz durch proaktive Maßnahmen, die Diversifizierung der Exportmärkte sowie der Liefer- und Finanzierungsquellen besonders würdigt.


Wirtschaftswachstum durch Investitionen und die EXPO 2027 gestützt

Fitch schätzt, dass sich Serbiens Wirtschaftswachstum Anfang 2026 beschleunigt hat und sich dank des Abschlusses von Projekten des Programms „Sprung in die Zukunft“ stabilisieren wird. Zusätzliche Impulse soll die internationale Messe EXPO 2027 bringen, weshalb die Agentur für 2027 eine Beschleunigung des Wachstums auf vier Prozent prognostiziert.

Mittelfristig wird ein stabiles Wirtschaftswachstum von rund 3,5 Prozent pro Jahr erwartet. Fitch schätzt zudem, dass das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, ausgedrückt in US-Dollar, zwischen 2024 und 2028 um etwa 50 Prozent wachsen könnte.


Verbesserte Außenwirtschaftslage

Laut Fitch verringerte sich Serbiens Leistungsbilanzdefizit zu Beginn dieses Jahres deutlich und belief sich in den ersten vier Monaten auf lediglich 0,4 Prozent des prognostizierten BIP. Dazu trugen ein geringeres Handelsbilanzdefizit, starke Exporte, insbesondere in der Automobilindustrie, ein höherer Überschuss im Dienstleistungshandel und gestiegene Überweisungen bei.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Fitch ein Leistungsbilanzdefizit von 4,5 Prozent des BIP, was trotz höherer Energiepreise unter den 4,9 Prozent des Vorjahres liegt. Für 2027 wird ein weiterer Rückgang erwartet, vor allem aufgrund höherer Exporte von Tourismusdienstleistungen im Zusammenhang mit der EXPO 2027.

Die Agentur schätzt, dass sich die Nettozuflüsse ausländischer Direktinvestitionen im Zeitraum von 2026 bis 2028 bei knapp unter 3 Prozent des BIP stabilisieren werden, mit einer allmählichen Verschiebung der Investitionsstruktur hin zu Sektoren mit höherer Wertschöpfung.


Die Haushaltspolitik bleibt unter Kontrolle

Fitch geht davon aus, dass Serbiens Haushaltspolitik trotz des potenziell bevorstehenden Wahlzyklus weiterhin verantwortungsvoll bleibt. Das Haushaltsdefizit wird für 2026 auf 3 Prozent des BIP geschätzt, trotz Unterstützungsmaßnahmen für gefährdete Gruppen und Rentner in Höhe von rund 0,6 Prozent des BIP.

Dem Bericht zufolge werden diese Maßnahmen durch höhere Steuereinnahmen gedeckt, und bis 2028 soll das Haushaltsdefizit auf 2,5 Prozent des BIP sinken, im Einklang mit den im Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds festgelegten Zielen.

Fitch prognostiziert, dass sich der Anteil der öffentlichen Verschuldung am BIP im Zeitraum von 2026 bis 2028 bei rund 44 Prozent stabilisieren wird, was deutlich unter dem Durchschnitt von Ländern mit gleichem oder höherem Kreditrating liegt.

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