Für die Fernwärmeleitung Obrenovac–Neu-Belgrad ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich
Quelle: eKapija
Donnerstag, 16.07.2026.
14:20
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Abbildung (FotoRoman023_photography/shutterstock.com)
Der Bau der Fernwärmeleitung Obrenovac–Neu-Belgrad wird bereits seit Jahren angekündigt. Der Vertrag wurde im Januar 2020 zwischen den Belgrader Fernwärmewerken (JKP Beogradske elektrane) und der Stadt Belgrad einerseits und dem Auftragnehmer, der Power Construction Corporation of China, andererseits unterzeichnet. Im Oktober 2023 wurde der Vertrag unter anderem um eine Verlängerung der Projektlaufzeit ergänzt und später durch eine weitere Änderung ergänzt. Serbien sicherte sich die Finanzierung des Fernwärmeleitungsbaus vom Wärmekraftwerk Nikola Tesla nach Neu-Belgrad durch ein Darlehen der Export-Import-Bank von China.
Die Belgrader Fernwärmewerke (JKP Beogradske elektrane) sollen über 600 MW Wärmeenergie vom Wärmekraftwerk Nikola Tesla nach Neu-Belgrad transportieren.
Bei der Unterzeichnung der ersten Vertragsänderung mit dem chinesischen Bauunternehmen im Jahr 2023 erklärte Belgrads Bürgermeister Aleksandar Šapić: „In zwei Jahren wird Belgrad endlich das bekommen, worauf es seit über 30 Jahren wartet.“Der Vertrag sieht außerdem den Bau einer 30 Kilometer langen Trasse bzw. 60 Kilometer Rohrleitungen vor.
- Wir werden nicht länger von anderen abhängig sein, sondern über unsere eigene Wärmeenergie verfügen, die direkt mit dem Kraftwerk in Obrenovac verbunden ist. Nur so können wir mehr als die Hälfte von Neu-Belgrad beheizen - sagte Šapić damals.
Dass die Fernwärmeleitung einen zusätzlichen Zweck erfüllen würde, wurde im Sommer 2024 deutlich, als das Belgrader Sekretariat für Stadtplanung und Bauwesen eine erste öffentliche Stellungnahme zum Detailregulierungsplan für den Bau einer Fernwärmeleitung und eines Stromkabels zwischen dem Pumpwerk Ostruznica und der Heizwerk Surčinsko Polje veröffentlichte. Der Detailregulierungsplan sieht eine Fernwärmeleitung vor, die die Heizzonen des Heizwerks Neu-Belgrad und der Wärmequelle Surčinsko Polje mit dem Blockheizkraftwerk Nikola Tesla in Obrenovac verbindet. Konkret bedeutet dies, dass die seit Jahrzehnten geplante Fernwärmeleitung vom Wärmekraftwerk Obrenovac künftig nicht nur Neu-Belgrad, sondern auch Surcin mit Warmwasser versorgen soll.
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