Serbien belegt Platz 54 im globalen Index für Investitionssicherheit – Vor Bosnien und Herzegowina, aber hinter den anderen ehemaligen jugoslawischen Republiken
Abbildung (FotoTashatuvango/shutterstock.com)
Die Autoren der Studie betonen, dass die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen zu einem zentralen Indikator für die Stabilität eines Landes geworden ist, sogar wichtiger, so ihre Behauptung, als die Größe der Wirtschaft oder die Regierungsform. Während Risiken seit Jahren detailliert gemessen und bewertet werden, fehlte es bisher an einem vergleichbar präzisen Messinstrument für die Resilienz von Gesellschaften. Der neue Index versucht, dies zu ändern, indem er Indikatoren zusammenführt, die bisher von Zentralbanken (Geld- und Finanztrends), Politikberatern (politische und sozioökonomische Faktoren) und Ingenieuren (Infrastrukturkapazität) erfasst wurden - in einem gemeinsamen Rahmen, der Währungsstabilität, Inflation, regulatorisches Umfeld, Regierungsführung, sozialen Fortschritt, technologische Innovation und Klimaanpassung umfasst.
Wie die Autoren hervorheben, zeigt das Ergebnis, dass Resilienz kein ausschließliches Privileg traditionell stabiler, reicher Länder ist – Länder verschiedener Kontinente, große wie kleine, belegten die Spitzenplätze.
Wie schneiden die Länder der ehemaligen SFRJ ab?
Rang Land Punktzahl
18. Slowenien 75,65
31. Kroatien 69,78
49. Nordmazedonien 64,96
52. Montenegro 64,78
54. Serbien 64,05
57. Bosnien und Herzegowina 63,29
Laut diesem Index ist Slowenien mit Abstand das bestplatzierte Land der Region. Mit 75,65 Punkten gehört es sogar zu den Top 20 Ländern weltweit, gleichauf mit entwickelten Volkswirtschaften wie Großbritannien (Platz 19) und Südkorea (Platz 20). Kroatien, als Mitglied der EU und der Eurozone, liegt mit fünf Punkten Vorsprung deutlich vor Serbien auf Platz 31.
Nordmazedonien auf Platz 49 sticht als Land hervor, das – ohne EU-Mitgliedschaft – eine etwas höhere Resilienzbewertung erzielt.
Die Daten zeigen eine deutliche Spaltung innerhalb der Region: Slowenien und Kroatien, als Mitglieder der Europäischen Union, haben einen deutlichen Vorteil hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Schocks, während Nordmazedonien, Montenegro, Serbien und Bosnien und Herzegowina eine deutlich engere Gruppe bilden, mit nur wenigen Punkten Unterschied.
Für Investoren deutet diese Rangfolge darauf hin, dass die Westbalkanregion, obwohl heterogen, insgesamt noch hinter den benachbarten EU-Ländern zurückliegt, die einen längeren Prozess der institutionellen Angleichung durchlaufen haben. Wie die Autoren des Index betonen, sind es Gesellschaften, die in Anpassungsfähigkeit investieren – sei es durch die Stärkung von Institutionen, die Diversifizierung der Wirtschaft oder die Anpassung an den Klimawandel –, die langfristig mehr Investitionen und Migration anziehen und ein stärkeres Wirtschaftswachstum erzielen.
Serbien ist übrigens mit 142 Millionen Euro der größte institutionelle Einzelinvestor in Montenegro, noch vor der Türkei und Deutschland. Die Investitionen reichen vom Handel bis zum Bankwesen.
Kommentare
Ihr Kommentar
Naš izbor
Die wichtigsten Nachrichten
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.
Pratite na našem portalu vesti, tendere, investicione projekte, grantove i pravnu regulativu.
Registracija na eKapiji vam omogućava pristup potpunim informacijama i dnevnom biltenu
Naš dnevni ekonomski bilten će stizati na vašu mejl adresu krajem svakog radnog dana. Bilteni su personalizovani prema interesovanjima svakog korisnika zasebno,
uz konsultacije sa našim ekspertima.

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora