Zijin plant, den Fluss Mali Pek zu verlegen und die Mine bis auf 100 Meter an die Häuser in Majdanpek heranzurücken – Staat fordert strenge Auflagen für die Gewinnung weiterer 9,9 Millionen Tonnen Kupfererz pro Jahr
Quelle: eKapija
Montag, 15.06.2026.
19:38
Montag, 15.06.2026.
19:38
(FotoShutterstock/BalkansCat)
Da dieses Großprojekt in unmittelbarer Nähe der Stadt geplant ist, erließ das serbische Umweltministerium auf Antrag des Unternehmens im März einen Beschluss, der die Anforderungen an die Erstellung der Umweltverträglichkeitsprüfung festlegt.
Das Projekt basiert auf dem „Zusätzlichen Abbauprojekt für die Erzgewinnung im Tagebau Južni revir mit einer Kapazität von 9,9 Millionen Tonnen Erz pro Jahr“, das vom Borer Institut für Bergbau und Hüttenwesen entwickelt wurde.
Die Mine unter dem Fenster und die Flussverlagerung
Die Erweiterung der Mine erfolgt in fünf Phasen. Die ersten drei Phasen umfassen die ersten Aushubarbeiten und das Absenken der Maschinen in tiefere Schichten, um das Gelände zu stabilisieren. Die vierte Phase bringt erhebliche räumliche Veränderungen mit sich, da der Fluss Mali Pek verlegt werden muss. Die fünfte und letzte Phase sieht die Gewinnung des restlichen Erzes bis an die äußersten Grenzen der Mine vor, gefolgt von der vollständigen Begrünung und Wiederaufforstung des Geländes.
Die geografische Lage der Mine birgt Herausforderungen, die sich unmittelbar auf den Alltag der Anwohner auswirken, da einer der Schlüsselaspekte des Projekts die Nähe der Bergbauaktivitäten zum Stadtkern von Majdanpek ist.
In der offiziellen Entscheidung des Ministeriums, die den genauen Umfang und Inhalt der Umweltverträglichkeitsprüfung für dieses Projekt in der Kupfermine Majdanpek festlegt, wird im Abschnitt zur Mikrolokalisierung des Projekts ausgeführt, dass sich das Gelände am südlichsten Rand von Majdanpek befindet und die nächstgelegenen Wohngebäude nur 100 Meter von der Mine entfernt sind.
Die Erweiterung ist im nordwestlichen Teil der Mine „Južni revir“ geplant. Die Verlegung des Flusses Mali Pek erfolgt zeitgleich mit der Verlegung eines Teils der Staatsstraße und der Stromleitung.
Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es?
Wir möchten Sie daran erinnern, dass im Tagebau „Južni revir“ seit Jahrzehnten Kupfer abgebaut wird. Die neuen Arbeiten zur großen Erweiterung hängen jedoch von der Erstellung und Verteidigung der Umweltverträglichkeitsprüfung ab. Zijin hat ein Jahr Zeit, diese komplexe Studie vorzubereiten und einen Antrag auf endgültige Genehmigung einzureichen. Der Öffentlichkeit wurde außerdem eine verständliche Zusammenfassung zugesagt.
Das Ministerium ist sich der Risiken bewusst, die ein Abbau dieser Größenordnung in unmittelbarer Nähe von Siedlungen und Naturschutzgebieten (wie dem Naturschutzgebiet „Mustafa“, Rajkova Pečina und dem ökologischen Netzwerk Đerdap) birgt, und hat Zijin zu strengen Schutzmaßnahmen verpflichtet:
Verbot der Wasserverschmutzung: Sämtliches Wasser, das in den Arbeitsbereich von Tagebauen und Deponien gelangt, muss aufgefangen, in Absetzbecken und -speicher geleitet und nach der Reinigung ausschließlich zur Flotation verwendet werden. Die Einleitung von Grubenwasser in Flüsse ist strengstens verboten.
Sanierung und Begrünung: Zijin ist verpflichtet, die registrierten Erdrutsche an den Nord- und Osthängen des Tagebaus vor der Fortsetzung der Arbeiten zu sanieren und nach Abschluss der einzelnen Bauphasen technische und biologische Sanierungsmaßnahmen durchzuführen (Geländeneblung, Humusaufbringung und Aufforstung).
Jahrelange Spannungen, Umweltstrafen und der Kampf um den Starica-Berg
Die Entwicklung der Bergbauaktivitäten in diesem Gebiet in den vergangenen Jahren war von einer Reihe von Umweltkontroversen und Reaktionen der lokalen Bevölkerung und zivilgesellschaftlicher Organisationen begleitet.
Laut bereits veröffentlichten Erkenntnissen und Berichten wurden in einigen Wasserproben erhöhte Konzentrationen bestimmter Metalle festgestellt, was zu zusätzlichen Kontrollen und vorübergehenden Sicherheitsmaßnahmen im Anlagenbetrieb führte.
Der Öffentlichkeit ist außerdem der Fall der Proteste im Starica-Gebirge bei Majdanpek bekannt, wo lokale Aktivisten und Unternehmensvertreter unterschiedliche Ansichten zu den Bergbaumaßnahmen und den Sicherheitsvorkehrungen vor Ort vertraten.
B. P.
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Serbia Zijin Copper
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