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Nicht nur Gold, auch die Sonne scheint in Ostserbien – Timočka Krajina wird zum Epizentrum eines Sonnensturms im Wert von Milliarden Euro

Quelle: eKapija Montag, 15.06.2026. 19:39
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(FotoUnsplash/Andreas Gücklhorn)
Ostserbien, seit Jahrzehnten bekannt für seine reiche Bergbaugeschichte, wandelt sich rasant zum größten Zentrum für den Ausbau grüner Energien im Land. Die Timočka Krajina lockt Investoren nicht mehr nur wegen ihrer Goldvorkommen an, sondern auch wegen ihres enormen Solarpotenzials.

Die geografische Kombination aus außergewöhnlich vielen Sonnentagen und ungenutztem Landpotenzial – von brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen bis hin zu verwüsteten Abraumhalden – hat eine grüne Energiewende im Wert von Milliarden Euro angestoßen.


Neuer Solarpark im Wert von 23 Millionen Euro bei Zaječar angekündigt

Jüngstes Beispiel ist die Ankündigung des Baus des privaten Solarparks „Mali Izvor“ (50 MW Kapazität) bei Zaječar. Für dieses Projekt wurde beim zuständigen Ministerium ein Antrag auf Festlegung von Umfang und Inhalt einer Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Die Investition des serbischen Unternehmens Network Energy südlich von Zaječar, geplant von GMS Consult, sieht den Einsatz von bifazialen Modulen mit einer Leistung von 710 Wp und eines eigenen Batteriespeichers (BESS) mit einer Kapazität von 20 MWh zur Netzstabilisierung vor.

Gleichzeitig werden in der Region Timočka Krajina umfangreiche Energiesysteme mit einer Gesamtkapazität von mehreren Gigawatt geplant.


Chinesisches Megaprojekt zur Dekarbonisierung von Bor und Majdanpek

Die ursprünglichen Pläne westlicher Investoren für eine kleine Abraumhalde in Bor haben sich zu einem historischen Staatsabkommen entwickelt. Die serbische Regierung hat gemeinsam mit den chinesischen Unternehmen Shanghai Fengling Renewables und Serbia Zijin Copper ein Projekt im Wert von 2 Milliarden Euro gestartet. Geplant sind bis zu 2.000 MW (2 GW) Hybridstrom, davon 500 MW aus Solaranlagen und 1.500 MW aus Windkraft. Solarpaneele werden die stark beanspruchten Abraumhalden und Abraumhalden in Bor sowie die Tagebaue in Majdanpek großflächig bedecken. Der gesamte erzeugte Strom soll direkt zur Versorgung der Bergwerke und Hütten genutzt werden, während der Überschuss in einer Anlage mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen pro Jahr zu grünem Wasserstoff verarbeitet wird.


Größte staatliche und private Solarparks in Vorbereitung

Laut offiziellen Regierungsbeschlüssen und unterzeichneten Netzanschlussverträgen mit Elektromreza Srbije (EMS) sind die wichtigsten Akteure der bevorstehenden Energiewende in der Region Timok:

Die staatlichen Solarkraftwerke „Sikole“ (461 MW) und „Jasenica“ (70,2 MW): Dies sind die beiden größten Kraftwerke eines großen staatlichen Projekts mit einer Gesamtleistung von 1 GW. Sie werden vom Hyundai-UGT-Konsortium errichtet und mit modernen Nachführsystemen und Batteriespeichern ausgestattet. Nach ihrer Fertigstellung gehen sie dauerhaft in den Besitz von EPS über. Die Kraftwerke befinden sich in Negotin, und die Infrastruktur erstreckt sich auch auf die Dörfer Metris und Salaš in der Region Zaječar.

Das Solarkraftwerk „Kladovo Solar Gate“ (300 MW): Das größte angekündigte private Solarprojekt in Kladovo (Investor ERG Renewables) erstreckt sich über 580 Hektar und ist als Agrar-Solarpark konzipiert, in dem parallel zur Solaranlage Viehhaltung betrieben wird.

Hybridkraftwerk „Vida Power“ (150 MW Solar/370 MW Gesamtleistung, inklusive Windkraft) und Solarpark „Solarina“ (185 MW): Zwei Großanlagen von CWP Europe nördlich von Zaječar (bei den Ortschaften Glogovica, Dubočane und Salaš).

Solarpark „Solar Knjaževac“ (170 MW): Ein Projekt der Central Europe Energy Company (unterstützt vom chinesischen Konzern GCL) mit bereits genehmigtem Netzanschluss. Geplant ist ein 267 Hektar großes Gebiet in Tresibaba. Die Investitionssumme wird auf 200 Millionen Euro geschätzt.

Solarpark „Bukovo“ (88 MW): Ein geplanter privater Park in Negotin in der Nähe des gleichnamigen Klosters.

B. P.
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