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Serbien erhält ein Netz von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Wasserstoff und Gas – Das in Vorbereitung befindliche Gesetz wird die Standorte bestimmen

Quelle: Forbes Mittwoch, 10.06.2026. 09:45
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Podeli
Ladestationen für Elektrofahrzeuge (FotoMatej Kastelic/shutterstock.com)<span class="HwtZe"><span class="jCAhz><span class=">Ladestationen für Elektrofahrzeuge</span></span>
In den nächsten Jahren sollen entlang des serbischen Hauptverkehrsnetzes ausreichend Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung stehen.

Dies gilt auch für Fahrzeuge, die mit Wasserstoff, Erdgas oder Batterien betrieben werden. Auch für Schiffe, Flugzeuge und Züge soll es keine Ladeengpässe geben.

Der Gesetzentwurf zur Infrastruktur für alternative Kraftstoffe wird derzeit erarbeitet.


230 öffentliche Ladestationen in Serbien

Die öffentliche Diskussion läuft noch bis zum 25. Juni. Stellungnahmen, Vorschläge und Anregungen werden vom Ministerium für Bauwesen, Verkehr und Infrastruktur entgegengenommen.

Laut aktuellen Daten können Elektroautos derzeit an insgesamt rund 230 öffentlichen Ladestationen in Serbien aufgeladen werden.

Die Fahrer von etwa 7.200 Elektrofahrzeugen – so viele wie in Serbien zugelassen sind – benötigen diese Ladestationen.


Was soll das Gesetz regeln?

Eine Harmonisierung der nationalen und europäischen Vorschriften wird seit Längerem erwartet. Der Gesetzentwurf soll dies regeln, aber auch weitere Probleme lösen, die mit dem Ausbau dieser Infrastruktur einhergehen.


Flüssiggas (Fotonattanan726/shutterstock.com)<span class="HwtZe"><span class="jCAhz><span class=">Flüssiggas</span></span>
Filip Mitrović, Berater für Elektromobilität, hebt zwei Punkte hervor: die Voraussetzungen für die Installation von Ladestationen und die Art der Abrechnung ihrer Nutzung.

- Wir haben viele Probleme. Wer jetzt eine Ladestation errichten will, muss einen Antrag bei der zuständigen Gemeindeverwaltung stellen. Diese kann eine Baugenehmigung für die Ladestation verlangen, was völlig unsinnig ist - erklärt Filip Mitrović gegenüber Forbes Serbia.

Er betont, dass die europäische Verordnung zum Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe in zweierlei Hinsicht hilfreich ist:

- Erstens sollte die Station nicht als Bauvorhaben behandelt werden und keine Baugenehmigung erfordern. Zweitens, und das ist vielleicht noch wichtiger, sollte eine faire Gebühr für das Laden eingeführt werden - so Mitrović.


Wie lässt sich ein fairer Preis erzielen?

Mitrović fügt hinzu, dass Serbien in Europa hinsichtlich der Abrechnungsmethode für die Nutzung von Ladestationen eine ziemlich einzigartige Position einnimmt.

- Wir stehen jetzt vor einem großen Problem. In Serbien wird das Laden nach der Ladezeit abgerechnet. Nutzer von Elektroautos wissen, dass dies nicht sinnvoll ist. Nur eine Bezahlung basierend auf dem Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) ist fair - so Mitrović.

Im aktuellen Gesetzentwurf findet sich keine so präzise Definition einer fairen Bezahlung. Dort heißt es lediglich, die Gebühren müssten „gerechtfertigt, leicht und klar vergleichbar, transparent und nichtdiskriminierend“ sein.

– Betreiber öffentlich zugänglicher Ladestationen dürfen durch ihre Preise weder zwischen Endnutzern und Mobilitätsdienstleistern noch zwischen verschiedenen Mobilitätsdienstleistern unterscheiden. Preisunterschiede sind nur zulässig, wenn sie verhältnismäßig und objektiv gerechtfertigt sind – so der Entwurf.


Ladestationen für Gemeinden mit 50.000 Einwohnern und in einem maximalen Abstand von 60 km

Laut diesem Entwurf ist jede Gemeinde mit 50.000 Einwohnern verpflichtet, mindestens eine Ladestation für kleine Elektrofahrzeuge zu installieren.

Abbildung (FotoShutterstock/Scharfsinn)Abbildung
Mit mindestens fünf Ladepunkten. Die Frist beträgt zwei Jahre ab Inkrafttreten dieses Gesetzes.

Liegt der Standort an einem internationalen Radweg, ist die Installation von mindestens einer Ladestation für Elektrofahrräder vorgeschrieben.

Mindestens zwei Ladepunkte sind erforderlich. Die Frist beträgt ebenfalls zwei Jahre.

Auf Staatsstraßen, die Teil des Verkehrsnetzes sind, werden öffentlich zugängliche Ladestationen für leichte Fahrzeuge in einem maximalen Abstand von 60 Kilometern errichtet.


Standardleistungswerte

Die Ausgangsleistungswerte, die ab 2028 jährlich erfüllt werden müssen, sind festgelegt.

Für jedes zugelassene leichte batterieelektrische Fahrzeug muss die Gesamtleistung mindestens 1,3 kW betragen. Für jedes leichte Hybridfahrzeug muss die Gesamtleistung mindestens 0,8 kW betragen.

Der Abstand auf Staatsstraßen, in dem Ladestationen für schwere Elektrofahrzeuge installiert werden müssen, ist ebenfalls vorgeschrieben.

Sie sind auf mindestens 15 % der Länge des nationalen Straßennetzes erforderlich. Es wird ein Sammelladezentrum für schwere Elektrofahrzeuge eingerichtet.

Die Ladestationen müssen eine Leistung von mindestens 1.400 kW und mindestens eine Ladestation mit einer Einzelleistung von mindestens 350 kW aufweisen.

Die Frist beträgt fünf Jahre ab Verabschiedung des Planungsdokuments.


Standorte für Wasserstofftankstellen

Der zuständige Straßenbaubeauftragte und der zukünftige Investor müssen Standorte für Wasserstofftankstellen für Fahrzeuge vorsehen.

Der zulässige Mindestabstand zwischen den Tankstellen beträgt 200 km. Die Frist beträgt sieben Jahre ab Inkrafttreten dieses Gesetzes.

- Innerhalb von zehn Jahren nach Verabschiedung des in Absatz 1 dieses Artikels genannten Planungsdokuments müssen an den Staatsstraßen, die Teil des TEN-V-Grundnetzes sind, öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen mit einer Kapazität von mindestens einer Tonne pro Tag und einer 700-bar-Pumpe errichtet werden - heißt es im Gesetzentwurf.

Die Pumpen zur Versorgung mit verflüssigtem Erdgas werden entsprechend der Marktbewertung installiert.


Anlagen sowohl in Häfen als auch an Flughäfen

- Die für die Hafenverwaltung, d. h. internationale Passagierhäfen, zuständige Organisation ist verpflichtet, in allen Häfen der Binnenwasserstraßen, die dem TEN-V-Grundnetz angehören, mindestens eine Anlage zur Stromversorgung von Binnenschiffen vom Land aus bereitzustellen - sieht der Gesetzentwurf vor.

Innerhalb von drei Jahren müssen auch Flugplätze Strom für stillstehende Flugzeuge bereitstellen.

Dies gilt für alle Parkpositionen von Flugzeugen mit Kontakt, die für den öffentlichen Luftverkehr zum Ein- und Aussteigen von Passagieren genutzt werden.

Ausgenommen sind Notfälle, in denen die Stromversorgung unterbrochen ist.

Das nationale Strategiekonzept regelt die Entwicklung alternativer Kraftstofftechnologien und Antriebssysteme für Streckenabschnitte, die nicht vollständig elektrifiziert werden können.

Alternativ kommen wasserstoff- oder batteriebetriebene Züge infrage.
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