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Verband für erneuerbare Energien OIE Srbija reicht eine Initiative zur Änderung der Energieverordnung ein

Quelle: eKapija Donnerstag, 28.05.2026. 15:01
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(Fotolassedesignen/shutterstock.com)
Der Verband für erneuerbare Energien OIE Srbija teilt der Öffentlichkeit mit, dass er dem Ministerium für Bergbau und Energie eine Initiative zur Änderung der Verordnung über die Bedingungen für die Lieferung und Versorgung mit Strom (Amtsblatt der Republik Serbien, Nr. 84/23, 58/25, 67/25 und 48/26) sowie bestimmter Bestimmungen des Gesetzes zur Änderung des Energiegesetzes (Amtsblatt der Republik Serbien, Nr. 94/24) vorgelegt hat.

Ziel der Initiative ist es, die Realisierung von Projekten zu ermöglichen, die durch Verzögerungen bei der Erteilung verschiedener Genehmigungen gefährdet sind, sowie die negativen Folgen der am 21. Mai 2026 verabschiedeten Verordnungsänderungen abzuwenden.

Der Verband hat mit großer Besorgnis die Information aufgenommen, dass die Erstellung von Netzanschlussstudien für Projekte aus fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen – Wind und Sonne – gemäß den Verordnungsänderungen bis zum letzten Quartal 2029 verschoben wird. Da die Netzanschlussstudie der erste und notwendige Schritt in der Entwicklung jedes Projekts ist, kommt eine solche Lösung dem Eintritt neuer Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in den Entwicklungsprozess praktisch zum Erliegen.

OIE Srbija warnt davor, dass zahlreiche Projekte gefährdet sind, für die bereits Netzanschlussstudien vorliegen und für die millionenschwere Bankgarantien beim Übertragungsnetzbetreiber hinterlegt wurden, deren Umsetzung jedoch aufgrund der Untätigkeit der Behörden oder der uneinheitlichen Anwendung des Planungs- und Baugesetzes und anderer relevanter Vorschriften verlangsamt oder verhindert wurde.

- Wir betonen insbesondere, dass es sich um Projekte mit einer Gesamtkapazität von über 1,15 GW handelt, für die im Rahmen des neuen Anschlussverfahrens gemäß der Verordnung Bankgarantien in Höhe von rund 29 Millionen Euro hinterlegt sind. Dies verdeutlicht die systemische Bedeutung dieses Problems - so die Initiative.

Die genannten Daten basieren auf Informationen der Verbandsmitglieder. Das Ausmaß des Problems ist jedoch deutlich größer, wenn man andere Investoren in erneuerbare Energien in Serbien berücksichtigt.

OIE Srbija warnt, dass die kürzlich verabschiedete Verordnung die Energiewende erheblich verlangsamen, Investoren in einem der wenigen Sektoren der serbischen Wirtschaft, der Milliarden von Euro an ausländischen Investitionen angezogen hat, abschrecken und einen neuen Investitionszyklus um mindestens vier Jahre verzögern könnte.

Besonders besorgniserregend ist, dass diese Verzögerung zu einem Zeitpunkt eintritt, an dem Serbien laut Ankündigungen zuständiger Institutionen dringend zusätzliche Strommengen benötigt.

Erneuerbare Energien stellen eine heimische Energiequelle dar, die nicht von Brennstoffimporten, internationalen Marktpreisschwankungen oder geopolitischen Herausforderungen abhängig ist – Wind- und Solarenergie sind verfügbar, heimisch und die kostengünstigsten Energiequellen. Daher ist der Stopp des Ausbaus neuer Kapazitäten nicht nur ein branchenspezifisches Problem, sondern gefährdet auch die Energieunabhängigkeit und -sicherheit des Landes. Die Folgen werden sich mittelfristig voll entfalten – genau dann, wenn neue Kapazitäten am dringendsten benötigt werden, aber nicht zur Verfügung stehen.

OIE Srbija ruft alle zuständigen staatlichen Stellen zu einem konstruktiven Dialog auf, um eine nachhaltige und für alle Beteiligten vorteilhafte Lösung zu finden.

Zusammen mit der Initiative hat der Verband einen Entwurf zur Änderung der Verordnung sowie einen Entwurf zur Änderung des Energiegesetzes eingereicht.
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