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Serbischer Himbeerproduzentenverband: Erwartete Erntemenge bis zu 15.000 Tonnen, Rekordmenge bei 100.000 Tonnen

Quelle: Beta Mittwoch, 27.05.2026. 20:26
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(FotoALEX2016/shutterstock.com)
Der Präsident des serbischen Himbeerproduzentenverbandes, Dobrivoje Radović, erklärte heute, dass die diesjährige Himbeerernte im Land voraussichtlich 15.000 Tonnen betragen wird. Dies ist ein Vielfaches weniger als 2018, als die Ernte über 100.000 Tonnen lag.

- Wenn keine widrigen Wetterbedingungen eintreten, könnte die Gesamternte in Serbien, dem aktuellen Zustand der Himbeeren entsprechend, bis zu 15.000 Tonnen erreichen. Das wäre ein guter Ertrag, insbesondere da die Dürre im letzten Jahr die jungen Triebe geschädigt hat - sagte Radović gegenüber Beta.

Seinen Angaben zufolge soll die Himbeerernte im Tiefland in 15 bis 20 Tagen und in den Bergen in etwa einem Monat beginnen.

Radović erklärte weiter, dass der Ankaufspreis von Angebot und Nachfrage abhängen werde und dass das Angebot auf dem Weltmarkt in diesem Jahr geringer ausfallen werde, da der Frost in Polen ebenfalls Teile der Plantagen zerstört habe.

- Wir gehen davon aus, dass der anfängliche Vorverkaufspreis bei 550 Dinar pro Kilogramm liegen wird. Der endgültige Preis wird erst beim Export der Himbeeren berechnet, wir hoffen aber, dass er höher ausfäll - sagte Radović.

Er fügte hinzu, dass der Vorverkaufspreis im letzten Jahr bei 450 Dinar lag und die endgültige Berechnung zwischen 600 und 620 Dinar pro Kilogramm ergab. Laut dem Register der landwirtschaftlichen Anbauflächen werden Himbeeren in Serbien auf 24.000 Hektar angebaut, tatsächlich jedoch nur auf 10.000 bis 11.000 Hektar. Grund dafür sei, dass Himbeeren aus verschiedenen Gründen, unter anderem aufgrund von Subventionen, auf vielen Wiesen angepflanzt wurden.

Er erklärte, dass nur sehr kleine Flächen, etwa zwei Prozent der Plantagen, bewässert würden, da dies in den Bergregionen, wo die meisten Himbeeren wachsen, aufgrund von Wassermangel unmöglich sei. Auch eine Tropfbewässerung sei nicht möglich, da das Wasser den Hang hinunterfließen würde.

Der Präsident des Verbandes Serbischer Himbeeranbauer, Milutin Živković, schätzte, dass von den 50 Hektar Himbeeranbaufläche in diesem Jahr nur auf 20 Hektar eine gute Ernte zu erwarten sei. Auf einem Teil der Fläche ausfalle die Ernte mittelmäßig, und auf dem Rest gebe es gar nichts, da die Setzlinge im letzten Jahr durch Frost geschädigt worden seien. Zudem seien alle Plantagen in Serbien nicht ordnungsgemäß gepflegt worden, auch aufgrund der Jahre, in denen die Preise unter den Produktionskosten lagen.

- Ich habe die Himbeeranbaufläche von 90 auf 50 Hektar reduziert, weil die Preise mal gut, mal schlecht sind und ich mit den Käufern nicht mehr verhandeln kann - sagte Živković aus der Region Nova Varoš.

Er fügte hinzu, dass die Ernte anderer Erzeuger ähnlich wie seine ausfällt, nur teilweise gut, sofern es vor der Ernte keine Wetterprobleme gibt.

Laut Angaben des Statistischen Amtes der Republik Serbien (RSO) produzierte Serbien im Jahr 2025 82.577 Tonnen Himbeeren, 35 Prozent weniger als im Rekordjahr 2018 mit 127.010 Tonnen.

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