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Serbien tritt morgen dem SEPA-System, dem einheitlichen Zahlungsverkehrsraum für Euro, bei

Quelle: Beta Montag, 04.05.2026. 20:31
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Abbildung (FotoShutterstock/esfera)Abbildung
serbien wird ab morgen (05.05.2026) Zahlungen im Rahmen des SEPA-Systems (Single Euro Payments Area) abwickeln. Dadurch werden die Gebühren für Geldtransaktionen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union (EU) gesenkt. Die SEPA-Mitgliedschaft ermöglicht sowohl Sendern als auch Empfängern niedrigere Kosten und eine schnellere Transaktionsabwicklung. Das System soll Serbien jährliche Einsparungen von 50 bis 60 Millionen Euro bringen und gilt zunächst nur für SEPA-Überweisungen. Sofortüberweisungen und SEPA-Lastschriften sollen innerhalb eines Jahres eingeführt werden, damit die Banken technisch vorbereitet sind.

Serbiens Beitritt zum SEPA-System ermöglicht Geldtransfers innerhalb eines Werktages, anstatt wie bisher mehrere Tage. Bisher waren oft mehrere zwischengeschaltete Banken an der Transaktionsabwicklung beteiligt. Für Unternehmen in Serbien bedeutet dies einfachere Zahlungen an Lieferanten und einen schnelleren Zahlungseingang von Kunden im SEPA-Raum, was zur Senkung der Geschäftskosten beiträgt. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet es schnellere und günstigere Geldtransfers, einschließlich Überweisungen aus dem Ausland.

Die Höhe der Transaktionsgebühren wird von jeder Bank individuell gemäß den geltenden Gesetzen des jeweiligen Landes und ihrem Servicetarif festgelegt. Die serbische Nationalbank (NBS) erklärte bereits, dass weder für Bürger noch für Unternehmen zusätzliche Verpflichtungen entstehen und keine besonderen Anpassungen erforderlich sind.

Das SEPA-System ermöglicht bargeldlose Zahlungen in Euro, die der Aufsicht der Zentralbank unterliegen, zu günstigen und standardisierten Bedingungen in allen Mitgliedstaaten dieses Zahlungsraums, der insgesamt 41 Länder umfasst. Dazu gehören alle 27 Mitglieder der Europäischen Union, die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums – Island, Norwegen und Liechtenstein – sowie die Schweiz, das Vereinigte Königreich, Andorra, Monaco, San Marino, der Vatikan, Albanien, Montenegro, Moldau und Nordmazedonien.

Die NBS betonte bereits, dass der Beitritt zum SEPA-System ein wichtiger Bestandteil des umfassenden europäischen Integrationsprozesses Serbiens und der weiteren Harmonisierung des nationalen Finanzsystems mit dem rechtlichen und institutionellen Rahmen der Europäischen Union sei. Dies stellt einen bedeutenden Schritt zur weiteren Modernisierung der Zahlungsdienste und zur Angleichung an die besten europäischen Standards und Praktiken dar.

Der Beitritt zum SEPA-Raum ermöglicht es Banken, sich SEPA-Zahlungssystemen anzuschließen und ihre Zahlungsdienste in Euro gemäß den einheitlichen Regeln und Standards der SEPA-Zahlungssysteme abzuwickeln. Dies bedeutet in der Praxis, dass Zahlungen in Euro unabhängig davon, ob sie über SEPA oder innerhalb eines Landes erfolgen, nach denselben technischen und geschäftlichen Regeln ausgeführt werden.

Der Europäische Zahlungsverkehrsrat hatte zuvor die Anträge der Zentralbank und von 18 Geschäftsbanken in Serbien auf Beitritt zu diesem Zahlungssystem genehmigt. Seit dem 10. April 2026 sind diese offiziell im Teilnehmerregister eingetragen.

In der ersten Phase des Zugangs zum SEPA-Zahlungssystem haben serbische Banken Anträge auf Zugang zur SEPA-Überweisungsplattform gestellt. In den folgenden Phasen sollen die Banken schrittweise der SEPA-Sofortüberweisungsplattform beitreten, die eine nahezu sofortige Ausführung von Plattformtransaktionen in Euro ermöglicht

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