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EU führt eine Obergrenze für Barzahlungen ein – Wird Serbien ebenfalls eine Obergrenze von 10.000 Euro einführen?

Quelle: Danas Sonntag, 03.05.2026. 10:44
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Abbildung (FotoPressmaster/shutterstock.com)Abbildung
Im Juli 2027 tritt die Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Union (EU) in Kraft, der Barzahlungen auf maximal 10.000 Euro begrenzt.

Dieser Beschluss wurde 2024 im Rahmen eines Maßnahmenpakets zur Bekämpfung der Geldwäsche gefasst und ist Bestandteil der Verordnung 2024/1624.

Die Grenze von 10.000 Euro gilt für Zahlungen für Waren und Dienstleistungen, wenn mindestens eine Vertragspartei eine juristische Person (z. B. ein Unternehmen) ist.

Vereinfacht ausgedrückt: EU-Bürger können beispielsweise ein Auto im Wert von 50.000 Euro nicht mehr bar bezahlen, wenn sie es in einem Autohaus kaufen.

Diese Regelung gilt jedoch nicht für Transaktionen zwischen Privatpersonen. Das bedeutet, dass der Kauf eines Gebrauchtwagens von einem anderen EU-Bürger weiterhin möglich ist, auch wenn der Kaufpreis 10.000 Euro übersteigt.

Die Regelungen des jeweiligen Landes sehen jedoch vor, dass die Mitgliedstaaten niedrigere Grenzwerte festlegen können. Solche Beschränkungen existieren bereits in einigen Ländern, beispielsweise in Italien.

In der Öffentlichkeit wurde oft spekuliert, die EU wolle Bargeld auf diese Weise abschaffen. Wirtschaftsexperten weisen jedoch darauf hin, dass die EU mit dieser Maßnahme die Verwendung von Bargeld nicht verbietet, sondern lediglich höhere Beträge begrenzt. Bürger und Unternehmen können weiterhin Bargeld für kleinere Transaktionen verwenden.

Hauptziel dieser Entscheidung ist die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie die Reduzierung anonymer Großtransaktionen.

Laut Euronews will die EU durch die Einführung der Obergrenze mehr Transaktionen auf überprüfbare Kanäle lenken und so den Missbrauch eindämmen. Die Europäische Kommission ist überzeugt, dass dadurch die Regeln harmonisiert und die von kriminellen Gruppen ausgenutzten Schlupflöcher geschlossen werden.

Geldwäsche ist ein globales Problem. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge werden jährlich zwischen zwei und fünf Prozent des weltweiten BIP, also bis zu 1,87 Billionen Euro, gewaschen.

Ein Bericht aus dem Jahr 2023 zeigte, dass fast 70 % der kriminellen Netzwerke in der EU Geldwäsche nutzen, um ihre Aktivitäten zu finanzieren und Vermögen zu verschleiern, wobei die meisten von ihnen Bargeld verwenden.

Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass große Bargeldsummen „schwierig, wenn nicht gar unmöglich, einer konkreten Straftat zuzuordnen“ seien.

Das Maßnahmenpaket soll ab Juli 2027 umgesetzt werden. Im Rahmen dessen wird eine neue europäische Anti-Geldwäsche-Behörde mit Sitz in Frankfurt am Main eingerichtet, die dann umfassende Befugnisse erhalten wird.


Wie wird sich die Beschränkung auf Serbien auswirken?

Vladimir Vasić, Direktor und Gründer der BBS Capital Investment Group, erklärt, dass Beschränkungen für Bargeldtransaktionen, wie die von der Europäischen Union eingeführte Grenze von 10.000 Euro, Teil einer umfassenderen Strategie zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Einschleusung von Geldern in den legalen Finanzkreislauf sind.

- Das Geldwäschegesetz existiert bereits seit Längerem, und die EU versucht, den Großteil des Geldes in den legalen Finanzkreislauf zu lenken, also illegale Geldzuflüsse zu verhindern - so Vasić.

Wie er erläutert, besteht der Schlüsselmechanismus in Kontrollen an den Stellen, an denen Geld in das System gelangt – Banken, Wechselstuben und Versicherungen.

Serbien verfüge bereits über einen ähnlichen Regulierungsrahmen.
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