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21. Internationale Architekturwoche Belgrad vom 30. April bis 30. Mai

Quelle: eKapija Dienstag, 14.04.2026. 12:07
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(FotoBINA)
Die 21. Internationale Architekturwoche Belgrad (BINA 2026) findet dieses Jahr vom 30. April bis 30. Mai statt und wird vom Verband der Belgrader Architekten und dem Belgrader Kulturzentrum organisiert.

Das zentrale Thema der diesjährigen BINA lautet „Architektur – Öffentliche Funktionen – Realisierungen“. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis werden Projekte vorgestellt, die zur sozialen Verbesserung beigetragen haben und Qualitätsstandards im Bereich öffentlicher Gebäude und Räume repräsentieren. Dieses Thema knüpft an die Erfahrungen des EU-Architekturpreises „Mies van der Rohe“ an, der sich in den letzten Jahren auf nachhaltige Sanierung, Inklusion und soziale Wirkung konzentriert und die Umnutzung bestehender Strukturen dem Neubau vorzieht.

Die zentrale Ausstellung der 21. BINA, „Strahlkraft – Enthüllte Erscheinungen“, wird in der Kunstgalerie des Belgrader Kulturzentrums gezeigt und präsentiert aktuelle, preisgekrönte öffentliche Gebäude und Einrichtungen. Kurator der Ausstellung ist Prof. Zoran Abadić. Zu den Teilnehmern gehören Mihailo Timotijević, Miroslava Petrović Baludžić, Dejan Miljković, Jovan Mitrović, Breda Bizjak (SLO), Riste Dobrijević, Slobodan Radovanović, Emil Jurcan (CRO), Srđan Marlović, Srđan Tadić, Milan Mijalković, Darko Polić, Dinko Peračić und Miranda Veljačić (CRO), Vedran Jukić (CRO), Milan Đurić und Aleksandru Vuja. Ein besonderer Teil der Ausstellung ist der Reflexion über die Präsenz und die Art der Präsentation von Kunstwerken im öffentlichen Raum gewidmet. Begleitend zur Ausstellung finden Führungen der Autoren, Vorträge und Diskussionen mit nationalen und internationalen Experten, Preisträgern, Vertretern der Wettbewerbsveranstalter und Bürgern statt.

In der Artget-Galerie des Belgrader Kulturzentrums präsentiert die Autorin Dunja Brkić in der Ausstellung „Instabile Landschaften – Neu-Belgrad durch die Linse von Raca Bulatović“ einen Teil des Vermächtnisses des Fotografen, der einen Großteil seines Schaffens der Dokumentation des Baus von Neu-Belgrad in den frühen 1950er- bis späten 1970er-Jahren widmete. „Aus Sand und Sumpf erheben sich Wohnblocks, die Gebäude des Zentralkomitees des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens, das Museum für Zeitgenössische Kunst, das Gebäude des Bundesexekutivrats, das neue Kongresszentrum ‚Sava‘, das Hotel Jugoslavija und die Fakultät für Dramatische Künste. Objekte wie das Hotel Jugoslavija und die Alte Sava-Brücke waren häufige Motive in Bulatovićs Fotografien, doch heute gehören sie nicht mehr zum Panorama von Neu-Belgrad. Die Fotografien bleiben als Dokumente und Erinnerungen an ihre einstige Existenz erhalten“, so Dunja Brkić im Ausstellungskatalog.

Einen besonderen Platz im BINA-Programm nimmt die Ausstellung „Auflösung der Materialität“ des Architektenteams Davor Eres, Jelena Mitrović und Igor Pantić, sowie Sonja Krstić, Ivana Najdanović (Textildesign) und Petar aušević (Kinetik) ein. Aufbauend auf dem Ausstellungsprojekt „Entfaltung: Neue Räume“, das 2025 auf der 19. Biennale von Venedig präsentiert wurde, erforscht diese Ausstellung den öffentlichen Raum anhand der Frage nach dem Verhältnis von Materialität, Vergänglichkeit und kollektivem Handeln in der Architektur. Die Ausstellung entsteht in einem gemeinsamen Projekt von Studierenden aus Belgrad, Wien und Bratislava. Begleitend zur Ausstellung werden Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten, die die Weiterentwicklung des Projekts fördern. Die Ausstellung und alle Begleitveranstaltungen finden im BINA-Kabinenraum statt, einem Pavillon, der vor 15 Jahren im Rahmen eines studentischen Workshops entstand und seit über einem Jahrzehnt jungen Kreativen als Arbeits- und Präsentationsraum dient. Die internationale Architekturausstellung „Piranesi Award 2025“ präsentiert eine Auswahl von fünfzig in den letzten zwei Jahren fertiggestellten Gebäuden und studentischen Projekten, die von nationalen und studentischen Juroren aus elf europäischen Ländern (Österreich, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Tschechische Republik, Griechenland, Ungarn, Italien, Slowakei, Slowenien, Serbien, Montenegro) nominiert wurden. Juror für Serbien ist der Architekt Andrej Strehovec.

Die internationale Biennale „Wohnen/Housing 25“ präsentiert zum sechsten Mal innovative Architekturlösungen im Bereich zeitgenössischer Wohnarchitektur auf der internationalen Architekturbühne. Die Ausstellung wird vom Lehrstuhl für Wohnbau der Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur der Universität Niš unter der Leitung des Initiators, Professor Aleksandar Keković, organisiert.

Architekturspaziergänge gehören jedes Jahr zu den beliebtesten Programmen von BINA. Dieses Mal lädt das BINA-Team Architekturbegeisterte zu einem Spaziergang „Von der Branko-Brücke nach Dorćol“ ein. In den letzten Jahren hat BINA auch Exkursionen organisiert, dieses Jahr zum Bergbaumuseum im Senj-Bergwerk und zur Festung auf dem Hisar-Hügel. Die thematischen Spaziergänge unter der Leitung von Architekten, Kunsthistorikern und Künstlern stoßen auf großes Interesse und rege Teilnahme.

Im Rahmen des Bildungsprogramms findet das traditionelle Seminarformat „Architekten, Designer, Praktiker“ statt, in dem innovative Lösungen in den Bereichen Bauwesen, Materialien und Ausrüstung präsentiert werden. Passend zum diesjährigen BINA-Thema „Öffentliche Gebäude“ findet das Seminar im Wissenschaftspalast statt, dem ersten Zentrum Serbiens für Wissenschaftsforschung und -vermittlung. Es verbindet Geschichte und Zukunft durch vielfältige Inhalte und Aktivitäten und ist das größte Wissenschaftszentrum der Region.

Das internationale Programm EU LINA 2.0 widmet sich dem Thema „Urbaner Wandel: Hoffnungen und Ängste“. In Zusammenarbeit mit ausgewählten LINA-Teilnehmern (Nami Gradoli Giner, Walaa Hajali, Lisa van Heyden und Enno Potschke) präsentiert dieses Programm Perspektiven auf die zunehmenden globalen Turbulenzen, Umweltrisiken und die wachsende Angst in modernen Städten.

Der studentische Workshop „Objekte am Fluss“ stellt Arbeiten vor, die das Hauptthema von BINA aufgreifen und Vorschläge für kleinere Interventionen im öffentlichen Raum Belgrads entwickeln.

Das zweitägige internationale Programm „Urbanes Laboratorium“ (Serbien – Schweiz) findet in Form von Podiumsdiskussionen und Workshops mit Architekten und Experten aus beiden Ländern statt: Beat Aeberhard, Simon Hartmann, Simon Frommenwiler, Scott Lloyd, Milica Topalović, Ivan Simić, Darko Šutanovac, Miljan Salata, Ana Mitić-Radulović, Anđela Karabasević und Jelena Bogosavljević.

Das internationale Programm „Tag der Oasen“ des Projekts „Urbane Utopien / Belgrader Stadtoasen“ befasst sich mit der Umgestaltung vernachlässigter Stadträume, um diese funktional, nachhaltig und bedarfsgerecht für die lokale Bevölkerung zu gestalten.

BINA präsentiert außerdem das Buch „Regionalismus in der serbischen Moderne“, das repräsentative Beispiele für die enge Verbindung zwischen zeitgenössischer Architektur und kulturellem Erbe aufzeigt. Der Autor, Igor Marić, wird mit den Teilnehmern und dem Publikum über dieses Thema sprechen.

Der Vortrag „Les Cites Obscures“ des vielseitigen Intellektuellen Benoit Peeters wird die Welt der Architektur und der Comics miteinander verbinden.

Der Europäische Preis für öffentlichen Raum wird alle zwei Jahre vom Zentrum für zeitgenössische Kultur in Barcelona verliehen. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen der Bewertungsprozess selbst, die Herausforderungen der multidisziplinären und multinationalen Jury sowie die Präsentation der diesjährigen serbischen Kandidaten. Agnieszka Rasmus-Zgorzelska, Gründerin der Stiftung „Zentrum für Architektur“ in Warschau, erörtert die Bedeutung von Öffentlichkeitsarbeit und verschiedenen Präsentationsformen, um Architektur einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Im Rahmen des Festivals BINA 2026 wird traditionell der Preis des Verbandes Belgrader Architekten für das Architekturereignis des Jahres verliehen.

***

Die Internationale Architekturwoche Belgrad wird vom Verband der Belgrader Architekten und dem Belgrader Kulturzentrum unter der Schirmherrschaft der Stadt Belgrad und der Serbischen Ingenieurkammer organisiert.

Das Programm wird unterstützt vom EU-Programm „Kreatives Europa“, dem Goethe-Institut Serbien, dem Österreichischen Kulturforum Belgrad, dem Französischen Institut in Serbien, der Schweizer Botschaft in Belgrad, dem Polnischen Institut in Belgrad sowie zahlreichen Sponsoren.

Studierende der Fakultäten für Architektur und Forstwirtschaft (Universität Belgrad), der Fakultät für Zeitgenössische Kunst, der Akademie für Berufsbildung „Polytechnikum“, der Nikola-Tesla-Universität, der Akademie für Angewandte Kunst (Wien) und der Universität der Bildenden Künste (Bratislava) nehmen an dem Programm teil.
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