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Negative Strompreise auch auf dem serbischen Strommarkt - SEEPEX-Börse kündigt die ersten Auktionen für den 5. und 6. Mai an

Quelle: Nedeljnik Dienstag, 31.03.2026. 15:42
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Abbildung (Fotowest cowboy/shutterstock.com)Abbildung
Die Belgrader Strombörse SEEPEX tritt im Mai in eine neue Phase ihres Betriebs ein und hat die Einführung negativer Preise im Handel offiziell angekündigt. SEEPEX, ein Joint Venture zwischen dem serbischen Übertragungsnetzbetreibers "Elektromreza Srbije" (EMS) und der europäischen EPEX SPOT, erklärte in einer Mitteilung, die Einführung negativer Preise sei ein wichtiger Schritt für die Entwicklung und Transparenz des Marktes und bereite den serbischen Strommarkt auf die Integration in die EU vor.

Der Handel nach den neuen Regeln erfolgt über zwei zentrale Verkaufsmodelle, die es Käufern ermöglichen, für den Energiekauf bezahlt zu werden. Auf dem Hauptmarkt, wo Strom einen Tag im Voraus gekauft wird, findet die erste Auktion mit negativen Preisen am 5. Mai 2026 statt, während der Stromkauf am Liefertag am 6. Mai 2026 erfolgt.

Im sogenannten Intraday-Markt, der für den Echtzeithandel genutzt wird, werden negative Preise für die Lieferung am 6. Mai erst nach 23:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am 5. Mai 2026 verfügbar sein, erklärte SEEPEX in einer Mitteilung.

Parallel dazu ändern sich auch die niedrigsten möglichen Preise an der Börse.

Die bisherige Grenze von null Euro, unter die der Preis nicht fallen konnte, wird für den Day-Ahead-Markt auf minus 500 Euro und für den Intraday-Markt auf minus 9.999 Euro angehoben. SEEPEX betonte, dass dies dem harmonisierten Mindestpreisstandard für Clearing-Preise in der gesamten EU entspreche.

Der Einführung negativer Preise an unserer Strombörse gingen Änderungen der Strommarktregeln voraus. Begründet wurde dies mit der Notwendigkeit, das nationale System an die europäische Praxis anzupassen, aber auch dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien in unserem System Rechnung zu tragen.

Professor Nikola Rajaković von der Fakultät für Elektrotechnik in Belgrad erklärte gegenüber Nedeljnik während einer öffentlichen Debatte über die Regeländerungen, dass die Produktion erneuerbarer Energien häufig die Stromnachfrage übersteige – wodurch die Möglichkeit negativer Preise entstehe.

- In solchen Momenten sagt der Betreiber, um das Kraftwerk nicht abzuschalten, die Anlagen zu verschrotten oder übermäßige Systemanpassungen vorzunehmen: ‚Es ist besser, ich zahle etwas weniger, damit jemand anderes die Energie übernehmen kann - erklärte er.

Er schlussfolgerte außerdem, dass die direkten Folgen der Einführung negativer Preise für die Haushalte nicht sofort spürbar wären, langfristig aber Spielraum für ein effizienteres Verbrauchsmanagement böten.
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