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Flughafen Zlatibor soll nach dem Netto-Null-Konzept betrieben werden – Finanzierung ist über ein Konzessionsmodell für bis zu 50 Jahre geplant

Quelle: eKapija Dienstag, 24.03.2026. 14:53
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(FotoA3 Architects)
- Wir bauen einen ökologischen Flughafen, der direkt und indirekt bis zu 5.000 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Der Flughafen ist eine strategische Entscheidung, die die Entwicklung von Zlatibor für die nächsten 50 Jahre prägen wird - sagte Milan Stamatović, Bürgermeister der Gemeinde Čajetina, in einem Interview mit der Zeitung „Zlatiborske vesti“.

- Zlatibor hat gezeigt, dass es wachsen kann, jetzt muss es beweisen, dass es sich auch wandeln kann. Der bereits begonnene Bau des Flughafens ist keine Frage des Komforts, sondern der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. Ohne ihn bleibt Zlatibor ein regionales Bergreiseziel. Mit ihm wird es zu einem internationalen Zentrum für Tourismus, Investitionen und Mobilität. Wenn wir für die Welt sichtbar und erreichbar sein wollen, müssen wir uns auf höchstem Niveau mit der Welt vernetzen. Dies ist eine strategische Entscheidung für die Entwicklung der nächsten 50 Jahre, nicht nur von Zlatibor, sondern von ganz Westserbien - so Milan Stamatović, Bürgermeister der Gemeinde Čajetina.

Er fügt hinzu, dass das Wachstumspotenzial, das allein durch den Straßenverkehr erreicht werden kann, ausgeschöpft sei.

– Im Jahr 2025 verzeichneten wir 1.291.224 Übernachtungen und 456.102 Ankünfte, was einem Wachstum der ausländischen Gäste um über 24 Prozent entspricht. Die Reisezeit von rund 140 Minuten von Belgrad und 200 Minuten von Novi Sad erweist sich jedoch zunehmend als limitierender Faktor. Eine Weiterentwicklung ohne Fluganbindung ist im gewünschten Umfang schlichtweg nicht möglich, denn im modernen Tourismus ist Zeit wichtiger als der Preis. Gäste aus dem Premium- und MICE-Segment bevorzugen Reiseziele, die schnell und unkompliziert erreichbar sind. Der Unterschied zwischen einer zweieinhalbstündigen Autofahrt und einem 35-minütigen Flug ist nicht nur logistischer, sondern auch psychologischer und marktrelevanter Natur. „Der Flughafen bringt nicht nur Infrastruktur, sondern eine völlig neue Marktposition, die den Übergang zu ganzjährigem Premium- und Geschäftstourismus ermöglicht - so Stamatović.

Zum Erscheinungsbild des Flughafens merkt er an, dass dieser von einem erfahrenen, einheimischen Expertenteam entworfen wurde, das bereits Entwicklungsprojekte im Wert von über einer Milliarde Euro am Flughafen Nikola Tesla realisiert hat.

- Die Entwicklung erfolgt schrittweise nach dem bewährten Modell ähnlicher Bergdestinationen in Europa. Zunächst werden kleine Elektroflugzeuge und eVTOL-Lufttaxis für Kurzstreckenflüge eingesetzt. Der Flughafen arbeitet nach dem Netto-Null-Konzept, das heißt, er erzeugt Energie aus sauberen Quellen und kompensiert alle Emissionen, sodass er letztendlich keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat. Eine Besonderheit ist die RVT-Technologie, ein Fernflugkontrollsystem, bei dem die Fluglotsen nicht in einem Tower sitzen, sondern den Flugverkehr von einer Fernsteuerungszentrale aus mithilfe hochauflösender Kameras und Sensoren steuern.

Auf die Frage nach der Wirtschaftlichkeitsberechnung antwortet er, dass diese Investition keine Kosten darstellt.

– Der Flughafen selbst wird direkt rund 100 Mitarbeiter in den Bereichen Betrieb, Sicherheit, Instandhaltung und Verwaltung beschäftigen. Durch indirekte und Folgeeffekte werden jedoch insgesamt zwischen 2.600 und 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese entstehen im Hotel- und Gastgewerbe, im Transport- und Logistiksektor, im Einzelhandel und Dienstleistungssektor, im Bau- und Infrastrukturbereich sowie im Tourismus und in der Veranstaltungsorganisation. Die Erfahrungen aus den Alpen sind eindeutig. In Courchevel und Samedan generiert jeder investierte Euro eine Wertschöpfung von 5 bis 7 Euro. Innsbruck erzielte 2025 mit 882.876 Passagieren einen Vorsteuergewinn von über 6,2 Millionen Euro und einen Umsatz von 42 Millionen Euro, während der Tourismus in Tirol dank des Flughafens mehr als 9 Prozent des regionalen BIP ausmacht. In Zlatibor bedeutet dies einen direkten Beitrag zum Wachstum des regionalen BIP und eine Steigerung der durchschnittlichen Ausgaben pro Gast.

Stamatović weist darauf hin, dass die Finanzierung über ein Konzessionsmodell für 25 bis 50 Jahre geplant ist, abhängig von den Verhandlungen mit potenziellen Betreibern.

– Die Investition belastet weder den Gemeinde- noch den Staatshaushalt – sie stammt von strategischen Partnern, die den Flughafen betreiben und eine jährliche Konzessionsgebühr an die Gemeinde entrichten werden. In diesem Jahr beschränken sich die Investitionen auf die Entwicklung des Masterplans, der in dieser Phase den größten Ausgabenposten darstellt.
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