Bis 2030 sollen rund 1.500 MW neue, staatseigene Stromerzeugungskapazitäten entstehen – In diesem Jahr beginnen die Vorbereitungsarbeiten für das Pumpspeicherkraftwerk Bistrica
Abbildung (FotoUnsplash/Dan Meyers)
Den staatlichen Plänen zufolge sind bis 2035 erhebliche Investitionen in die Stromerzeugung, die Gas- und Ölinfrastruktur sowie der Beginn des Ausbaus des Kernenergieprogramms vorgesehen.
- Ich gehe davon aus, dass das Gaskraftwerk in Niš zuerst fertiggestellt wird. Dies werden wir in Kooperation mit einem aserbaidschanischen Unternehmen tun - sagte die Ministerin.
Eines der wichtigsten Projekte der kommenden Zeit ist der Bau des Pumpspeicherkkraftwerks Bistrica, das einen größeren Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz ermöglichen soll. Wie sie erklärte, ist das Projekt aufgrund der zahlreichen erforderlichen Genehmigungen und Verfahren sehr anspruchsvoll.
Zahlreiche Institutionen sind in den Prozess involviert, von den Kommunen bis hin zu den für den Natur- und Kulturerbeschutz zuständigen Behörden.
Laut Plan sollen die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt noch in diesem Jahr beginnen.
- Wir werden bereit sein, mit den Vorbereitungsarbeiten, wie dem Bau von Zufahrtsstraßen oder der Verlegung von Infrastruktur, zu beginnen - sagte die Ministerin.
Die Baugenehmigung für die Hauptanlage wird bis Ende des Jahres erwartet. Die Japanische Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA), die das Projekt seit Langem evaluiert, spielt auch bei dessen Umsetzung eine wichtige Rolle. Der Baubeginn könnte, sofern die Finanzierung genehmigt wird, bereits 2027 erfolgen.
Bezüglich EPS erinnerte sie daran, dass EPS seine Kapazität in den letzten anderthalb Jahren um 426 MW erhöht habe, was, wie man sagt, seit 1991 nicht mehr vorgekommen sei.
Das vergangene Jahr sei durch extrem schlechte hydrologische Bedingungen zusätzlich erschwert worden, da das Vorjahr das trockenste der letzten 31 Jahre gewesen sei, so die Ministerin. Aus diesem Grund hätten die Wasserkraftwerke deutlich weniger Strom produziert als zuvor.
Serbien steht jedoch auch gegenüber der Europäischen Union vor Verpflichtungen zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen.
Der größte Emittent ist das serbische Elektrizitätsunternehmen (EPS) aufgrund seiner Abhängigkeit von Kohlekraftwerken.
- Unsere Kohlekraftwerke sind nach wie vor sehr wichtig, da sie die Grundversorgung mit Energie sicherstellen - betonte Dubravka Đedović Handanović und fügte hinzu, dass erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne allein die Stabilität des Systems nicht gewährleisten könnten.
- Wir können die Grundversorgung durch Gas- oder Kernkraftwerke ersetzen - sagte die Ministerin.
- Wir gehen davon aus, dass der Bau des ersten Kernkraftwerks bis 2035 beginnen wird - kündigte Ministerin Đedović Handanović an.
Geplant ist außerdem der Bau neuer Gaspipelines, die mehrere Regionen Serbiens verbinden sollen.
Die Gasversorgung soll Teile Ost- und Westserbiens umfassen, darunter Städte wie Paraćin, Negotin und Zlatibor.
- Ich gehe davon aus, dass die meisten Arbeiten im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen sein werden - so der Minister.
Neben dem Gas ist auch die neue Ölpipeline zwischen Serbien und Ungarn ein wichtiges Projekt. Dieses Projekt soll die Abhängigkeit von einer einzigen Öllieferroute verringern. Die Arbeiten könnten bereits Ende Sommer oder Anfang Herbst dieses Jahres beginnen.
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Ministerium für Bergbau und Energie
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EDF
PSW Bistrica
JICA
Gasspeicheranlage Banatski Dvor
Bau der Gasspeicheranlage Tilva
Gaspipeline Serbien-Ungarn
Bau des ersten Kernkraftwerks in Serbien
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