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Nukleare Zusammenarbeit mit den VAE – Ist das „Barakah-Modell“ gut für Serbien?

Quelle: Nuklearna perspektiva Donnerstag, 05.02.2026. 22:00
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(FotoUnsplash/Lukas Lehotsky)
Die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović, traf sich in Dubai mit Mohamed Ibrahim Al Hammadi, dem CEO der Emirates Nuclear Energy Company (ENEC). Hauptthema des Gesprächs war der Erfahrungsaustausch beim Aufbau eines Kernenergieprogramms in Ländern, die erst am Anfang der Einführung dieser Technologie stehen.

ENEC erklärte sich bereit, Serbien ihren Fahrplan zur Verfügung zu stellen, der beim Bau des Kernkraftwerks „Barakah“ Anwendung fand und als eines der effizientesten Modelle für die Umsetzung von Kernenergie weltweit gilt. Die Ministerin betonte, ENEC könne Serbien bei den zentralen Herausforderungen der ersten Phase unterstützen: dem Aufbau professioneller und technischer Teams für das Kraftwerksmanagement, Lösungen für die Lagerung radioaktiver Abfälle und die Beschaffung von Kernbrennstoffen sowie der Prüfung von Finanzierungsoptionen und einer möglichen Beteiligung Serbiens am internationalen Investitionsprogramm von ENEC.


Die Ministerin erinnerte daran, dass Serbien das Moratorium 18 Monate zuvor aufgehoben hatte und die Machbarkeitsstudie zu diesem Zeitpunkt bereits lief. Es heißt, eine Vorstudie mit dem französischen Energiekonzern EDF sei abgeschlossen, im Ministerium sei eine Sonderstelle zur Umsetzung des Programms eingerichtet worden, Absichtserklärungen mit inländischen wissenschaftlichen und akademischen Einrichtungen seien unterzeichnet worden und die Zusammenarbeit mit mehreren globalen Akteuren werde fortgesetzt: Frankreich, die USA, Russland, Südkorea und nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate. „Kernenergie ist eine Option, die Serbien in den kommenden Jahrzehnten eine sichere Grundversorgung mit Energie bieten kann, insbesondere angesichts des steigenden Verbrauchs von Industrie und Rechenzentren“, sagte Đedović Handanović.

Das Portal Nuklearna perspektiva weist jedoch darauf hin, dass es einen grundlegenden Unterschied zwischen Serbien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt: Das Kernkraftwerk Barakah wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KEPCO, genauer gesagt mit dessen Subunternehmer KHNP, gebaut. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass dasselbe Unternehmen aufgrund von Problemen mit der Lizenz für seine Reaktoren ein Partner für Serbien sein könnte: Westinghouse beansprucht die Lizenzrechte und argumentiert, dass jeder Versuch, diese Technologie ohne Westinghouses Zustimmung zu exportieren, einen Verstoß gegen die Lizenzvereinbarung darstellt. Aus diesen Gründen hat Westinghouse im Fall des Baus des Reaktors in der Tschechischen Republik „Probleme verursacht“.

Darin wird auch darauf hingewiesen, dass die erwähnte Vorstudie vor mehr als sechs Monaten fertiggestellt und der Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, dass sie aber immer noch nicht öffentlich zugänglich ist und es unklar ist, wann sie zugänglich sein wird. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess über den Bau eines Kernkraftwerks einzubeziehen.
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