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EIB: Kreditnachfrage in Serbien wächst, Kreditqualität dürfte sich verschlechtern

Quelle: Biznis.rs Mittwoch, 14.01.2026. 20:57
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(FotoShutterstock/Alexandros Michailidis)
Die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) durchgeführte CESEE-Bankenkreditstudie für das zweite Halbjahr 2025 zeigt, dass die Kreditnachfrage in Serbien in den letzten sechs Monaten weiter gestiegen ist, während das Angebot unverändert blieb.

Die Studie ergab, dass sowohl Nachfrage als auch Angebot in den nächsten sechs Monaten voraussichtlich wachsen werden, während sich die Finanzierungsbedingungen voraussichtlich verbessern werden. Die Kreditqualität habe sich zwar verbessert, werde sich aber voraussichtlich verschlechtern, so die EIB.

In der CESEE-Region bleibt die Kreditnachfrage, insbesondere von Unternehmen, robust, während die Banken nach einer Phase des Rückgangs mit einer leichten Verbesserung des Kreditangebots rechnen.

Die Kreditbereitschaft der Banken dürfte steigen, insbesondere bei KMU und im Konsumkreditbereich. Allerdings zeigen sich die Banken weniger bereit, Kredite an große Unternehmen und für Hypotheken zu vergeben. Dieses wachsende Vertrauen in das Kreditangebot könnte dazu beitragen, die in den letzten Jahren aufgrund der starken Kreditnachfrage und des begrenzten Angebots bestehende Angebotslücke zu verringern.

Zwei Drittel der befragten grenzüberschreitend tätigen Bankengruppen gaben an, ihre Geschäftstätigkeit langfristig ausweiten zu wollen.

- Die jüngste Umfrage bestätigt die Widerstandsfähigkeit und das starke Potenzial des Bankensektors in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die Kreditnachfrage bleibt robust, die Angebotsbedingungen zeigen Anzeichen einer Verbesserung, und die Kreditqualität hat sich in den letzten sechs Monaten weiter verbessert. Diese Trends sind äußerst ermutigend für Investitionen und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Zwei Drittel der in der Region ansässigen Banken planen, ihr langfristiges Engagement dort auszubauen. Dies ist ein hervorragendes Zeichen für das Wachstumspotenzial von Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die EIB, die die Bemühungen der Geschäftsbanken ergänzt, wird auch weiterhin ihren Beitrag leisten, indem sie Marktversagen behebt und die politischen Prioritäten der EU unterstützt – so Marek Mora, Vizepräsident der EIB.

Das Marktpotenzial in der CESEE-Region wird allgemein als bedeutend eingeschätzt. Die meisten befragten Banken bewerten es als hoch – insbesondere in Ländern wie Tschechien, Rumänien und der Slowakei – oder als mittel, vor allem in den Märkten des westlichen Balkans. Die Profitabilität in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bleibt im Vergleich zum Gesamtgeschäft der Bankengruppen ebenfalls stark, mit besonders robusten Ergebnissen in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, dem Kosovo und Metochien sowie Nordmazedonien.

- Diese Ergebnisse unterstreichen die sehr positiven Kredittrends für die in der CESEE-Region tätigen Banken, die von der starken Performance des globalen und europäischen Bankensektors profitieren. Verschiedene Faktoren – sowohl inländische als auch internationale, insbesondere regulatorische Entwicklungen – belasten jedoch weiterhin die Kreditbedingungen in der Region - sagte Debora Revoltella, Chefökonomin der EIB.

Darüber hinaus ist der Zugang zu Finanzierungen in der CESEE-Region für grenzüberschreitend tätige Bankengruppen und ihre Tochtergesellschaften in den letzten sechs Monaten weiterhin gut und dürfte sich weiter verbessern. Dieser positive Ausblick wird durch steigende Einlagen von Privat- und Firmenkunden sowie den fortgesetzten Zugang zu Finanzierungen internationaler Finanzinstitutionen (IFIs) wie der EIB gestützt.

Die Kreditqualität hat sich in den letzten sechs Monaten weiter verbessert, mit einem Rückgang der notleidenden Kredite. Diese Verbesserungen waren im Privatkunden- und Firmenkundensegment besonders deutlich. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleiben die Banken hinsichtlich der nächsten sechs Monate vorsichtig und rechnen mit einer möglichen Verschlechterung der Kreditqualität.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die langfristige Kreditinstitution der Europäischen Union und befindet sich im Besitz ihrer Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanziert sie Investitionen, die zu den politischen Zielen der EU beitragen, indem sie Klimaschutz und Umweltschutz, Digitalisierung und technologische Innovation, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer friedlicheren und wohlhabenderen Welt fördern.

Die EIB-Gruppe, zu der auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, hat im Jahr 2024 neue Finanzierungen in Höhe von fast 89 Milliarden Euro für über 900 wirkungsvolle Projekte unterzeichnet, um die Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit Europas zu stärken, heißt es in der Pressemitteilung.
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