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Serbien soll bis Ende 2026 den größten Supercomputer der Region erhalten

Quelle: eKapija Sonntag, 21.12.2025. 12:10
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(FotoTaylor Vick/Unsplash)
Serbien soll bis Ende 2026 oder Anfang 2027 Eigentümer des größten Supercomputer-Clusters in Südosteuropa werden, der für die Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz vorgesehen ist. Dies wurde bei einem Treffen zwischen dem Direktor des Amtes für IT und elektronische Verwaltung, Mihailo Jovanović, der französischen Botschafterin in Serbien, Florence Ferrari, und Vertretern des französischen Unternehmens Bull SAS bestätigt.

Wie bereits bekannt gegeben, befindet sich die Umsetzung des Projekts in der finalen Vorbereitungsphase. Die Ratifizierung des Regierungsabkommens zwischen Serbien und Frankreich wird in der Frühjahrssitzung der Nationalversammlung erwartet. Damit wären alle formalen Voraussetzungen für die vollständige Umsetzung des 50-Millionen-Euro-Vertrags erfüllt.

Jovanović erinnerte daran, dass der kommerzielle Vorvertrag für die Beschaffung des neuen Supercomputers im April 2025 unterzeichnet wurde, während die konkreten Ergebnisse des Projekts im Laufe des Jahres 2026 erwartet werden.

- Dieses System wird Serbien bis Ende 2026/Anfang 2027 den größten Supercomputer-Cluster der Region bescheren. Dieser soll für die Entwicklung von Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz und deren Anwendung in verschiedenen Sektoren genutzt werden - so Jovanović.

Ihm zufolge werden 36 Millionen Euro in den Supercomputer selbst, die zugehörige Software und Mistral-Modelle für generative künstliche Intelligenz investiert. Weitere 14 Millionen Euro sind für die Entwicklung von KI-Projekten und -Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheitswesen, E-Government, Energie und Transport vorgesehen.

Der neue Supercomputer basiert auf 640 nVidia GraceHopper-Superchips, verteilt auf 160 Computerknoten, und verfügt über einen Datenspeicher von 2,5 Petabyte. Im staatlichen Rechenzentrum in Kragujevac wurde bereits ein spezieller Bereich mit fortschrittlichen Wasserkühlsystemen eingerichtet, in dem die bestehenden und neuen Supercomputer zu einem Gesamtsystem verbunden werden.

Die französische Botschafterin Florence Ferrari betonte, dass künstliche Intelligenz eines der wichtigsten Kooperationsfelder zwischen Frankreich und Serbien sei und dass der neue Supercomputer nicht nur zur Entwicklung Serbiens, sondern auch zur Stärkung der Innovationskraft der gesamten Europäischen Union beitragen werde.

Bull SAS gab bekannt, dass das Unternehmen für die Lieferung des Supercomputers und die Entwicklung eines gemeinsamen Zentrums für künstliche Intelligenz verantwortlich sein wird, das dessen praktischen Einsatz überwachen soll.

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