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Französische Investitionen in Serbien erreichen zwei Milliarden Euro – Von der U-Bahn und der Kernenergie bis hin zu Supercomputern

Quelle: RTS Mittwoch, 19.11.2025. 10:22
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Abbildung (FotoPixabay / jacqueline macou)Abbildung
Frankreich verstärkt seine wirtschaftliche Präsenz in Serbien zunehmend. Mehr als 130 Unternehmen und Investitionen machen zwei Drittel der gesamten französischen Investitionen auf dem Westbalkan aus, so die Direktorin der Französisch-Serbischen Handelskammer, Sanja Ivanić.

Serbien sei ein Schlüsselland für die französische Präsenz auf dem Westbalkan, erklärte sie. Französische Unternehmen in Serbien realisierten große und langfristige Projekte, die die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern weiter stärkten.

- Der Handelsaustausch zwischen unseren beiden Ländern belief sich im vergangenen Jahr auf fast zwei Milliarden Euro. Er hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt, was zeigt, dass Serbien ein sehr interessantes Land für Frankreich und französische Investoren ist - so Ivanić.

Ivanić erinnerte an eine der größten französischen Investitionen: den Einstieg des Unternehmens Vansi (Vinci) in den Belgrader Flughafen im Jahr 2018 mit einem Wert von 800 Millionen Euro.

Wie Ivanić betont, zeigte das letzte Treffen zwischen Präsident Aleksandar Vučić und Emmanuel Macron, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in eine noch dynamischere Phase eintritt. Im Fokus stand die Beschleunigung bereits angelaufener strategischer Projekte, darunter die Belgrader U-Bahn (in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Alstom und RATP Dev), die Kläranlage in Veliki Selo (realisiert von Suez und Vinci Grand Projet), Energieprojekte – von der Entwicklung intelligenter Stromnetze bis hin zu CO₂-armen Technologien – sowie die Kooperation im Bereich der Kernenergie.

Frankreich, als einer der weltweit führenden Akteure im Bereich der Kernenergie (EDF), hat bereits ein strategisches Abkommen mit Serbien zur Entwicklung des Energiesektors unterzeichnet.

- In diesem Jahr findet im Rahmen der Frankreichwoche eine Konferenz zum Thema Kernenergie statt. Dort werden die Schaffung eines rechtlichen und regulatorischen Rahmens, die Weiterentwicklung serbischer Fachkräfte und Arbeitskräfte mit Unterstützung französischer Experten sowie die Einbindung serbischer Unternehmen in Lieferketten erörtert, um ihnen die Teilnahme an regionalen und europäischen Projekten zu ermöglichen - erklärte Ivanić.

Serbien und Frankreich vertiefen ihre Zusammenarbeit im Bereich Innovation. Die serbische Regierung hat mit dem französischen Unternehmen Bull/Atos einen Vertrag über den Kauf des Supercomputers BullSequana XH3000 unterzeichnet, der im Rechenzentrum in Kragujevac installiert wird. Dieses System wird die Entwicklung künstlicher Intelligenz sowie die Digitalisierung von Gesundheitswesen, Energie und Infrastruktur unterstützen.

- Ziel ist es, dass dieser Supercomputer und die sogenannten KI-Faktoren Teil der nationalen Strategie Serbiens zur Entwicklung künstlicher Intelligenz werden und die Entwicklung von Sektoren in unserem Land sowie die Digitalisierung, beispielsweise des Gesundheitswesens, des Energiesektors und der Infrastruktur, unterstützen. Daher werden wir den Supercomputer BullSequana XH3000 im Rechenzentrum in Kragujevac installieren, so Ivanić.
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