Eisenbahnlinie Belgrad-Wien ab dem nächsten Jahr - Die Zugfahrt wird etwa sechs Stunden dauern
(FotoeKapija / Aleksandra Kekić)
Die lang erwartete Bahnstrecke zwischen Belgrad und Budapest soll laut jüngsten Ankündigungen im Frühjahr 2026 eröffnet werden. Doch damit nicht genug: Zwei Züge täglich werden laut N1 ihre Fahrt von Belgrad nach Wien fortsetzen. In der Gegenrichtung, von Wien nach Belgrad, wird es ebenfalls zwei tägliche Abfahrten geben.
Vor einiger Zeit tauchte kurzzeitig ein Entwurf des Fahrplans für 2025/26 auf der Website der Serbischen Eisenbahninfrastruktur (IŽS) auf. Obwohl sich die Grafiken nur auf den Streckenabschnitt durch Serbien beziehen, geht klar hervor, dass täglich sechs Züge zwischen Belgrad und Budapest verkehren werden. Drei Abfahrten werden von Srbijavoz (mit neuen Hochgeschwindigkeitszügen des chinesischen Herstellers CRRC) und drei von der ungarischen MAV durchgeführt.
Was aufmerksamen Eisenbahnfans in Internetforen sofort auffiel, war, dass die beiden ungarischen MÁV-Züge nach Belgrad sowie die beiden nach Budapest dieselben Zugnummern tragen wie die Züge, die derzeit zwischen den Hauptstädten Ungarns und Österreichs verkehren.
N1 bat die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV), Srbijavoz und das serbische Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur um eine offizielle Bestätigung der Einrichtung einer direkten Bahnstrecke zwischen Belgrad und Wien, erhielt aber auch nach einem Monat keine Antwort. Daher wandte sich N1 schließlich an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und erhielt die gewünschten Informationen noch am selben Tag.
- Gemeinsam mit unserem Partner MÁV planen wir, künftig die Züge 144 und 148 zwischen Belgrad, Budapest und Wien einzusetzen. In der Gegenrichtung werden die Züge 141 und 147 zwischen Wien, Budapest und Belgrad verkehren - teilte die ÖBB N1 mit.
Die ÖBB weist darauf hin, dass diese Züge derzeit nur zwischen Wien und Budapest verkehren und dass der Termin für die Eröffnung der Direktverbindung nach Belgrad noch nicht feststeht, diese aber voraussichtlich 2026 erfolgen wird.
Zug 144 fährt derzeit um 12:40 Uhr in Budapest ab und erreicht Wien um 15:20 Uhr (laut IŽS-Fahrplan würde dieser Zug um 8:40 Uhr vom Belgrader Bahnhof Prokop abfahren).
Zug 148 fährt derzeit um 16:40 Uhr in Budapest ab und erreicht Wien um 19:20 Uhr. (Laut IŽS-Fahrplan fährt dieser Zug um 14:40 Uhr vom Bahnhof Prokop in Belgrad ab.)
Zug 141 fährt derzeit um 8:42 Uhr in Wien ab und erreicht Budapest um 11:19 Uhr (laut IŽS-Fahrplan würde dieser Zug um 15:20 Uhr am Bahnhof Prokop in Belgrad eintreffen).
Zug 147 fährt derzeit um 14:42 Uhr in Wien ab und erreicht Budapest um 17:19 Uhr (laut IŽS-Fahrplan würde dieser Zug um 21:20 Uhr am Bahnhof Prokop in Belgrad eintreffen).
Bitte beachten Sie, dass die Abfahrts- und Ankunftsdaten in Belgrad noch inoffiziell und vorläufig sind. Änderungen im endgültigen Fahrplan sind daher nicht ausgeschlossen. Nach aktuellem Stand sollte die Zugfahrt zwischen den Hauptstädten Serbiens und Österreichs etwas länger als sechs Stunden dauern. Eine Busfahrt zwischen Belgrad und Wien dauert hingegen etwa neun Stunden.
Für Züge, die nicht von Belgrad nach Wien weiterfahren, sondern in Budapest enden, sind laut IŽS-Fahrplan folgende Abfahrtszeiten ab Prokop geplant: 6:40 Uhr, 10:40 Uhr, 12:40 Uhr, 16:40 Uhr und 18:40 Uhr. Ankünfte von Budapest am Belgrader Hauptbahnhof sind für 11:20 Uhr, 13:20 Uhr, 17:20 Uhr, 19:20 Uhr und 23:20 Uhr vorgesehen.
Anfang Oktober, bei der Eröffnung des Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsstrecke Novi Sad–Subotica, äußerte der serbische Präsident die Erwartung, dass der Personenverkehr nach Budapest im März 2026 aufgenommen werden könne.
Neue Strecken und die weitere Modernisierung des Schienennetzes sind geplantDerzeit verkehrt nur ein internationaler Zug von Belgrad nach Bar in Montenegro. Mit dem Bau neuer Strecken nach Budapest und Wien wird sich die Auswahl deutlich erweitern, insbesondere durch die Anschlussmöglichkeiten in Ungarn und Österreich zu anderen europäischen Zielen.
Die öffentliche Ausschreibung der Srbijavoz für den Kauf von sechs neuen Mehrsystem-Elektrolokomotiven, die im Personenverkehr auf elektrifizierten Strecken in Serbien sowie auf internationalen Korridoren durch Montenegro, Kroatien, Slowenien, Nordmazedonien, Ungarn, Bulgarien, Deutschland, Österreich, die Slowakei, Tschechien und Griechenland eingesetzt werden sollen, verdeutlicht die Expansionspläne des serbischen Bahnbetreibers.
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