Handelskammer: Serbiens Exportpotenzial durch geopolitische Ereignisse eingeschränkt
Quelle: Beta
Montag, 03.11.2025.
11:36
Montag, 03.11.2025.
11:36
Abbildung (FotoDeiMosz/shutterstock.com)
- Die zukünftige Nutzung unserer Freihandelsabkommen hängt zudem von der Geopolitik ab. Der Handel mit Russland geht weiter zurück, während Serbien seine Energieversorgungsquellen deutlich diversifiziert. Bei den Ölimporten ist eine vollständige Diversifizierung erreicht - sagte Stanić am Vorabend der zweiten Jahreskonferenz „Die internationale Wirtschaftsposition Serbiens – MEPS 2025: Herausforderungen und Chancen in der aktuellen geopolitischen und handelspolitischen Realität“.
Er wies darauf hin, dass externe Ereignisse einen größeren Einfluss auf die wirtschaftliche Lage Serbiens haben und dass der Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen um etwa 50 % nicht nur in Serbien, sondern auch in der gesamten Region zu beobachten ist.
Auf die Frage, wie sehr kleine und mittlere Unternehmen durch die Mindestlohnerhöhung belastet seien, sagte er, dass eine Anhebung des Lebensstandards notwendig sei, um die Kaufkraft zu stärken. Zudem stünden Unternehmer vor Problemen wie steigenden Energiepreisen, höheren Strompreisen und höheren Mietkosten.
Stanić betonte, die neue Herausforderung bestehe darin, die Wachstumsraten zu steigern, die sich in diesem Jahr laut IWF-Schätzungen von den erwarteten 4,2 % auf 2,1 % halbiert hätten.
- Wir wollen versuchen, diese Quote über zwei Prozent zu halten, aber vieles wird von der Lage auf dem Energiemarkt abhängen - sagte er.
- Natürlich spielt die politische Lage im Land eine Rolle – einerseits Proteste und Blockaden, andererseits die lange Wartezeit auf die Bildung einer neuen Regierung. Dies schreckt ausländische Investoren ab. Doch was außerhalb Serbiens geschieht, ist einflussreicher - erklärte er.
Jelena Vasić, Leiterin des Zentrums für Strategische Analyse, Analytik, Planung und Publikationen der Serbischen Handelskammer, erklärte, dass es im Land 17.000 exportierende Unternehmen und rund 136.000 Gesellschaften gibt, aber dass „nur“ ein Prozent der Unternehmer exportiert.
Sie betonte, dass sie auf der Konferenz mit den Vertretern der Institutionen darüber sprechen werde, aber auch darüber, welches Personal für einen erfolgreicheren Export benötigt wird. Sie erwähnte den digitalen Katalog der Exporteure der Serbischen Handelskammer, die internationale Wirtschaftskooperation und die E-Services der Kammer und lud Unternehmer ein, sich im digitalen Katalog zu registrieren.
Die Konferenz in der Handelskammer brachte Vertreter von Institutionen, der Wissenschaft und der Wirtschaft zusammen, um gemeinsam die Position Serbiens im globalen Wirtschaftsgeschehen zu erörtern.
Ziel der Konferenz ist es, zentrale Fragen zur wirtschaftlichen Positionierung Serbiens im neuen handelspolitischen und geopolitischen Umfeld zu diskutieren.
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