NavMenu

Wiener Institut prognostiziert für Serbien ein Wirtschaftswachstum von 2%, das niedrigste im Westbalkan

Quelle: Biznis.rs Donnerstag, 23.10.2025. 14:35
Kommentare
Podeli

Abbildung (FotoBillion Photos/shutterstock.com)Abbildung
Trotz eines herausfordernden internationalen Umfelds und anhaltender geopolitischer Risiken verzeichnen die Volkswirtschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) ein relativ robustes Wachstum. In Rumänien, der Slowakei und Ungarn belasten jedoch hohe Haushaltsdefizite, die Schwäche der deutschen Industrie und inländische Probleme die Wirtschaft. Auch in Russland und der Ukraine ist die Wirtschaftsleistung schwach, so die wichtigsten Ergebnisse der neuen Herbstprognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw), die 23 Länder der Region erfasst.

Die sechs Westbalkanländer entwickeln sich weiterhin gut und erzielen ein durchschnittliches Wachstum von 2,5 % im Jahr 2025 und 3,4 % im Jahr 2026. Serbien wird jedoch 2025 einen Wachstumsrückgang auf nur zwei Prozent verzeichnen. Dies ist die niedrigste Wachstumsrate unter den Balkanländern in diesem Jahr.

Die Prognose für die nächsten zwei Jahre fällt jedoch etwas optimistischer aus: Die serbische Wirtschaft könnte 2026 um 3,5 % und 2027 um ganze vier Prozent wachsen.

Generell erlebt das Wirtschaftsmodell der osteuropäischen EU-Länder einen grundlegenden Strukturwandel.

- Während der private Konsum in den EU-Mitgliedstaaten Mittel- und Osteuropas bisher der wichtigste Wachstumstreiber war, erwarten wir angesichts der Abkühlung des Reallohnwachstums eine zunehmende Bedeutung von Investitionen privater Unternehmen und des öffentlichen Sektors - so Richard Grieveson, stellvertretender Direktor des Wiener Instituts und Hauptautor der Herbstprognose.

Der starke Anstieg der Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten in der Region stützt das Wirtschaftswachstum ebenfalls. Laut dem Wiener Institut wird für diese Länder in den kommenden Jahren ein zusätzlicher durchschnittlicher jährlicher BIP-Wachstumseffekt von 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten erwartet, wobei Länder wie Polen und die baltischen Staaten möglicherweise noch stärker von den erhöhten Verteidigungsausgaben profitieren.

- Die osteuropäischen Länder werden wirtschaftlich von der europäischen Wiederaufrüstung profitieren, da sie traditionell über eine starke Verteidigungsindustrie verfügen. Dies könnte ihnen helfen, ihre industrielle Basis zu modernisieren und den Wandel hin zu einem innovationsgetriebenen Wachstumsmodell erfolgreich zu meistern - erklärt Grieveson.

Insgesamt prognostiziert das Wiener Institut für die EU-Mitgliedstaaten der Region im Jahr 2025 ein durchschnittliches Wachstum von 2,2 %, was einer geringfügigen Abwärtskorrektur von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Sommer entspricht. Für 2026 wird eine Beschleunigung auf 2,6 % erwartet – ebenfalls eine leichte Abwärtskorrektur um 0,2 Prozentpunkte. Dies bedeutet, dass diese Länder ihren wirtschaftlichen Aufholprozess in diesem und im nächsten Jahr wahrscheinlich fortsetzen und deutlich schneller wachsen werden als die Eurozone (2025: 0,9 %; 2026: 1,4 %).

Die Visegrád-Länder – Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn sowie Slowenien – werden 2025 durchschnittlich um 2,5 % wachsen und sich bis 2026 auf 2,9 % beschleunigen. Polen bleibt mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils 3,5 % in den Jahren 2025 und 2026 Spitzenreiter unter den östlichen EU-Mitgliedern.

Kroatien und Bulgarien folgen mit jeweils rund drei Prozent Wachstum in diesem und im nächsten Jahr, während sich die Aussichten für Rumänien deutlich verschlechtert haben (2025: 0,8 %; 2026: 1,2 %).

Die Türkei wird sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr relativ stark wachsen (2025: 3,4 %; 2026: 3,9 %).

Für die kriegszerrüttete Ukraine sind die Aussichten jedoch zunehmend düster: Das Wachstum wird 2025 voraussichtlich nur zwei Prozent und 2026 drei Prozent betragen, wobei vieles vom Kriegsverlauf abhängen wird. Russland steuert aufgrund der restriktiven Geldpolitik der Zentralbank und der gesunkenen Ölpreise auf eine nahezu stagnierende Wirtschaftsentwicklung zu (2025: BIP-Wachstum von 1,2 %; 2026: 1,4 %).

Kommentare
Ihr Kommentar

Naš izbor

Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.

Sie haben Ihr Passwort vergessen? Klicken Sie HIER

Für kostenfrei Probenutzung, klicken Sie HIER

Pratite na našem portalu vesti, tendere, investicione projekte, grantove i pravnu regulativu.
Registracija na eKapiji vam omogućava pristup potpunim informacijama i dnevnom biltenu
Naš dnevni ekonomski bilten će stizati na vašu mejl adresu krajem svakog radnog dana. Bilteni su personalizovani prema interesovanjima svakog korisnika zasebno, uz konsultacije sa našim ekspertima.