Haushaltsausschuss: Umsetzung der CBAM-Prinzipien wird die Preise serbischer Exportprodukte auf dem EU-Markt deutlich erhöhen, der höchste Wert wird für Zement erwartet, nämlich 40 bis 60 Prozent
Quelle: Beta
Donnerstag, 16.10.2025.
13:22
Donnerstag, 16.10.2025.
13:22
Abbildung (FotoPixabay.com/Life-Of-Pix)
– Damit Serbien in diesem Bereich zur EU aufschließen kann, muss die Klima- und Energiepolitik zur absoluten Priorität der Regierung werden. Die Energie- und Klimawende wird in der kommenden Zeit zu den größten strategischen Herausforderungen für Serbien gehören, da diese Prozesse die Strompreise prägen und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, d. h. Einnahmen und öffentliche Ausgaben, beeinflussen werden. Dekarbonisierung ist der Schlüssel zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie auf dem EU-Markt. Deshalb sind Investitionen in die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und Energieeffizienz erforderlich, um die CBAM-Kosten zu senken – sagte Blagoje Paunović, Präsident des Haushaltsausschusses, bei der Präsentation des Berichts „Klima- und Energiewende in Serbien und öffentliche Finanzen: Wird CBAM Veränderungen auslösen?“.
Er wies darauf hin, dass die Kosten für die Umsetzung des CBAM, d. h. die Zahlung des CO2-Fußabdrucks der serbischen Wirtschaft an Serbien, zunächst moderat sein werden, später aber erheblich ansteigen werden. Paunovic erklärte, dass die Kosten für alle Industrieprodukte im Jahr 2026 rund 45 Millionen Euro betragen dürften, wobei die gesamten CBAM-Verpflichtungen für diesen Sektor bis 2030 auf 150 bis 200 Millionen Euro steigen werden. Er erklärte, dass die Umsetzung des CBAM-Prinzips zu einem deutlichen Preisanstieg für serbische Exportprodukte auf dem EU-Markt führen werde.
- Der höchste Preisanstieg wird für Zement erwartet, nämlich um 40 bis 60 %, da sein Wert im Verhältnis zum Emissionspreis gering ist. Für Eisen und Stahl werden die Preise voraussichtlich um etwa 10 bis 20 %, für Düngemittel um 10 bis 15 % und für Aluminium um etwa 5 % steigen -so Paunović.
Er erklärte, der Grund für die große Abweichung vom EU-Durchschnitt sei Serbiens langjährige Verzögerung und sein Rückstand in der Klimapolitik. Hauptursache des Problems sei die Braunkohleverstromung in der Elektrizitätswirtschaft Serbiens (EPS), da fast 80 % der Treibhausgasemissionen aus dem Energiesektor stammen, wovon etwa 50 % auf die Strom- und Wärmeerzeugung entfallen. Paunović erklärte, Serbien sei bei der Erreichung seiner Klimaziele, zu denen es sich im Rahmen internationaler Abkommen verpflichtet habe, im Rückstand. Ihm zufolge wurden die Treibhausgasemissionen in Serbien von 2010 bis 2023 um 3,4 % und in den Ländern Mittel- und Osteuropas um etwa 20 % reduziert.
Der Bericht stellt fest, dass Serbien fast doppelt so viele Treibhausgasemissionen pro Produkteinheit aufweist wie der Durchschnitt Mittel- und Osteuropas. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: geringe Energieeffizienz und eine ungünstige Energiemixstruktur. Serbien verbraucht pro BIP-Einheit 55 % mehr Energie als der Durchschnitt Mittel- und Osteuropas. Dies liegt an veralteten Technologien in der Industrie, einer schlechten Gebäudeisolierung und hohen Verlusten bei der Energieübertragung.
- Abgesehen von den vielen Verbesserungen bei den Standards wurde in der Praxis wenig erreicht - sagte Paunović.
Tags
Finanzrat
Elektroprivreda Srbije ad Beograd
Klimaziele
CBAM
Dekarbonisierung
CO2-Grenzausgleichsmechanismus
Exporte serbischer Unternehmen in die EU
Kommentare
Ihr Kommentar
Naš izbor
Die wichtigsten Nachrichten
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.
Pratite na našem portalu vesti, tendere, investicione projekte, grantove i pravnu regulativu.
Registracija na eKapiji vam omogućava pristup potpunim informacijama i dnevnom biltenu
Naš dnevni ekonomski bilten će stizati na vašu mejl adresu krajem svakog radnog dana. Bilteni su personalizovani prema interesovanjima svakog korisnika zasebno,
uz konsultacije sa našim ekspertima.

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora